Containerschiffe entladen und beladen im Hamburger Hafen
Containerschiffe entladen und beladen im Hamburger Hafen

Eine kriminelle Geschichte mit Hang zum Thriller – der reine Wahnsinn, ehrlich…

Ich kein Fan der "Amis", war nie einer, werde nie einer werden, das sage ich lieber gleich. Das war ich damals nicht, als die fast den Dritten Weltkrieg wg. Kuba angezettelt haben, auch nicht, als sie die Pershings bei uns stationiert haben, bei vielen anderen Gelegenheiten war ich es nicht (z.B. 1. und 2. IRAK-Krieg oder der Ost-Erweiterung der NATO) und bin es heute immer noch nicht. Ich sage nur: "TTIP und Trump...". Ich finde, das sind Gründe genug. Und ich traue ihnen nicht - muss man mehr sagen als NSA?

Übrigens hieß die Geschichte mal "Wahre Freunde...", das habe ich geändert in "Das waren Freunde...": Meine Antwort auf Donald "Blondy" Trump.

Einleitung

Laura3Damit Sie die folgende Geschichte verstehen können, müssen Sie wissen, dass die junge Volontärin der Nordholmer Zeitung, Laura-Marie de Gouvy und ihr Gesprächspartner, der Thriller-Autor Claudio Cabra bei einem Interview erschossen wurden.
Dass Laura-Marie mit ihrer sehr properen Figur, dem roten Kurzschopf und den Sommersprossen rund um die Stupsnase ziemlich hübsch war, spielt im Zusammenhang mit dem hier Geschilderten keine Rolle, aber warum sollten Sie es nicht erfahren? Ja, das mag sexistisch sein, aber ich stehe dazu: Sie WAR ein "verdammt hübsches Ding". Sie wusste es und sie genoss es! Laura-Marie war ein lebenslustiges Mädchen, das stolz war, so hübsch zu sein. Es war Laura-Maries erster journalistischer Coup, dass es ihr gelang, den Bestsellerautor Claudio Cabra zu diesem Interview zu überreden.
Laura-Marie und Claudio Cabra wurden von zwei Killern ermordet, die unmittelbar nach den tödlichen Schüssen von einem unbekannten Schützen erschossen wurden, der spurlos verschwand und bisher nicht gefasst werden konnte. Die Redaktion geht inzwischen davon aus, dass der Autor sich von einem unbekannten Bodyguard beschützen ließ.

Ein Hinweis an die große Leserschaft von „CC“ – so wurde er von seinen Fans liebevoll genannt: Sie erkennen oder zumindest ahnen, wer der unbekannte Beschützer war:  Wahrscheinlich handelt es sich um die reale Person seiner fiktionalen Hauptfigur Jens-Mari-Rudi-Ernst aus „Wir(r) im Kopf“  – und diese Figur ist bekanntlich das genaue Gegenteil von einem Bodyguard, denn Jens-Mari-Rudi-Ernst ist ein Profi-Killer aus Ostholstein, dessen Lebensgeschichte CC in seinem letzten Bestseller beschrieben hat.

Und für die anderen, die das Buch noch nicht gelesen haben, hier noch ein Hinweis: In Jens-Mari-Rudi-Ernsts Kopf leben vier Persönlichkeiten, eben Ernst, Mari (das Mädel), Rudi und Ernst. Aber auch das spielt im weiteren Geschehen keine Rolle, Sie können es gleich wieder vergessen. Es sollte eben auch nur einmal gesagt sein. Aber lassen wir die vorletzte Redakteurin von der NZ zu Worte kommen, denn die  wird gleich von dem Anschlag auf die Redaktion der NZ berichten, der einen Tag, nachdem die Redaktion der NZ im RADIO SCHLESWIG-HOLSTEIN bekannt gegeben hatte, dass ihr von Unbekannt ein Mitschnitt des Interview-Gespräches von Laura-Marie mit CC zugespielt worden war und dass der in der nächsten Wochenend- Ausgabe erscheinen würde, geschah.

Noch ein Hinweis an die, die „Wir(r) im Kopf“ noch nicht gelesen haben: Jens-Mari-Rudi-Ernst ist nicht blöd, der hat noch nie Spuren bei seinen Morden hinterlassen…

Nun kommt endlich die vorletzte gesunde Redakteurin (die Witwe Klara Hoffmann) der NZ zu Worte:

In Anbetracht des Todes unserer Kollegen

(K. Hoffmann) Fassungslos stehen Deutschlands Journalisten, steht ganz Deutschland nach dem ruchlos-brutalen Anschlag auf die Redaktion der NORDHOLMER ZEITUNG da.

NZLogoDie NZ darf sich beileibe nicht als Zeitung von überregionaler Bedeutung bezeichnen, niemand von uns – den Überlebenden oder Toten – von der NZ würde böse sein können, wenn die NZ als ziemlich piefiges Lokalblatt oder gar –blättchen bezeichnet würde. Eigentlich ist die NZ – seien wir ehrlich – sogar zwischen ziemlich und total unbedeutend: 2 hauptamtliche Redakteure und drei „Freie“ und eine wechselnde Zahl sog. „Bürgerredakteure“ – das ist die Redaktion.

Einzugsgebiet

Meistens - aber beileibe nicht immer - reicht der „Stoff“ für 12 Seiten redaktionelle Texte (viele aus den überregionalen KIELER NACHRICHTEN „frei umformuliert“) und 16 Seiten Lokalanzeigen (typischerweise „Fischkutterfahrten für 5,- €“, „freie Strandkorbplätze“, „Laternelaufen für Kinder“, „Mitfahrgelegenheiten mit Treckern und Erntemaschinen“ (ein echter Renner!), „´Fischessen satt` im Dörpkro“, zwei bis drei Todesanzeigen der  Verstorbenen der Woche, „Entlaufen… Wo ist Kater Wolle?“ etc.), das ist die „normale NZ“, das ist nichts Besonderes. Überhaupt nicht.

Und dann ein Anschlag auf diese Zeitung? Ein Anschlag in dieser Größenordnung und unglaublichen Brutalität? Das ist unbegreiflich – aber drei tote und sechs schwerletzte Journalisten – wollen wir sie aus Pietät einmal so nennen – stellen die Frage: Warum? Wer macht denn so etwas?

Das BKA sagt, dass das sehr, sehr (!) professionelle Attentäter waren, die absolut keine Spuren hinterlassen hätten. Einen terroristischen Hintergrund wollen die Herren vom BKJA nicht ausschließen, wohl aber dass der IS oder die üblichen Verdächtigen dahinter stecken würden, die (Zitat) "Turbanfritzen" wären nicht so professionell sagen die vom BKA, die seien im Vergleich mit DIESEN Tätern eher Laien.! Laien - das muss man sich einmal vorstellen. Wenn die vom IS Laien sind und unsere Täter nicht, wer waren die dann, fragen wir.

Der ganze Anschlag auf die Redaktion dauerte nicht einmal zwei Minuten, niemand hat einen Attentäter kommen sehen, niemand hat einen verschwinden sehen, man weiß ja nicht einmal, ob es wirklich mehrere waren? Das Ganze geschah spur(en)los. Rätselhaft. Angst hinterlassend. Es gibt keine Erklärung, keinen Brief, keinen Hinweis,  nada, nichts…

CarstenEin Nachbar will aus dem Cockpit seines Treckers kurz ein fliegendes Objekt über Nordholm gesehen haben: „Ein richtiges Flugzeug war das nicht, eher ein komisches Fliegedingsbumms mit Flügeln und V-Leitwerk, aber ohne Kanzel und so…“ – aber dieser Zeuge war unser örtlicher Ostholsteinmeister im Geradeauspflügen, Carsten, und der ist bekanntlich nicht der Hellsten einer. Aber er besteht als einziger darauf, „etwas“ gesehen zu haben! Vielleicht war es ja doch eine von diesen Drohnen, die sich verflogen hatte? Andere Nordholmer sprachen nach Bekanntwerden von Carstens Beobachtung von einer Cruise Missile, vielleicht einer kleinen oder ganz kleinen Version. Wer weiß, über was diese Terroristen in ihren Arsenalen verfügen? Oder die Russen? Vielleicht können die nur kleine Cruise Missiles, so eine abgespeckte Version nach US-Plänen, wie damals bei der ersten Atombombe, da haben sie ja auch von Klaus Fuchs die Pläne in Los Alamos klauen lassen... Und auch deren Raketen, also die der Russen, das waren doch ursprünglich deutsche V2 , auch geklaut. Damals ja eher die Erfinder, die sie noch kriegen konnten, die anderen waren ja schon in den USA.

Wir beiden unverletzt überlebenden Bürgerredakteure des Anschlages wissen bis heute nicht, warum der gnadenlose Anschlag überhaupt ausgeführt wurde, ganz zu schweigen, von wem.

Offenbar wissen auch die Polizei und das BKA nichts. Niemand weiss es. Niemand weiß irgend etwas. Es wird nur gemunkelt, da sorgt Carsten schon dafür!

Einige Bekennerschreiben liegen vor, sind aber sicher – urteilt das BKA – das Werk von dilettierenden Trittbrettfahrern, die nicht einmal richtig Arabisch können.

Trotzdem, ein Verdacht ist langsam in uns aufgetaucht – er ist da, aber er ist ungeheuerlich. Viel zu ungeheuerlich, um direkt ausgesprochen zu werden! Denn wer drei Menschen tötet und den Tod von sechs weiteren in Kauf nahm, wird auch in Zukunft nicht kleinlich handeln, glauben wir.

Wir, die letzten Unverletzten der NZ-Redaktion, wissen allerdings dass der Anschlag die Redaktionskonferenz an dem Tag getroffen hat, als wir als „Aufmacher“ einen Beitrag über einige gestohlene Strandkörbe und neben einer Story über Bauer Hansens Hund, der drei Hühner von Bauer Jensen totgebissen hatte, vorgesehen hatten. Zum letzten Beitrag lagen uns Fotos vom Täter und von den Opfern vor. Außerdem sollten die Gewinner des „Ostholsteins bestes Curry-Wurst-Rezept“-Wettbewerbes veröffentlicht werden. Nichts, wofür man sterben würde, sollte man meinen.

Ach ja, - und da wird die Spur schon heißer - weiterhin sollte post mortem eine gekürzte Fassung des Interviews von Laura-Marie mit CC, dem übrigens aus dem in der Nähe gelegenen Löptin stammenden Autor über seinen neuen Roman „Wahre Freunde“ erscheinen. Dafür war für die NZ sogar erstmals eine „Feuilleton-Beilage“ vorgesehen. Das wären wir, so glaubte unser beim Anschlag umgekommener Chefredakteur Hans-Henning, unserer jungen Kollegin schuldig.

Folgende Vermutung liegt nahe: Dieser Beitrag war wohl, ohne dass wir es wussten, so brisant, dass irgendwer die Veröffentlichung des Artikels unserer jungen Kollegin um jeden Preis verhindern wollte? Das ist nach vielfacher Abwägung für uns beiden noch aktive Redakteurinnen die einzige Erklärung.

Aber wenn das stimmte, dann wäre das unglaublich, sogar so unglaublich unglaublich…

Der Anschlag war ja fast ohne Vorbild in der freien westlichen Welt! So etwas gibt es vielleicht in Afghanistan (da gibt es ja auch Drohnen) oder beim sog. IS, vielleicht auch noch beim Franzosen, aber doch nicht bei uns. Hatten wir geglaubt – jedenfalls bis vor ein paar Tagen. Jetzt wissen wir, Afghanistan ist hier! Die Freiheit wird am Hindukusch verteidigt? Falsch, ganz falsch, Herr Struck, sie wird hier verteidigt, hier bei uns!

Der internationale (?) Terror hat uns erreicht. Zuhause. Bei uns in Nordholm, dem verschlafenen Kaff zwischen Lübeck und Plön. Und jetzt trauern auch wir um unsere Toten. Live, nicht nur im Fernsehen…

Nun zum vermuteten Hintergrund des ruchlosen Anschlages: Unsere Laura-Marie de Gouvy (LMdG) hat zwei Wochen vor dem verheerenden Anschlag auf die Redaktionsräume den Autor Claudio Cabra in Münchner im Café Schwabing getroffen. Cabra lebt bekanntlich teilweise in München und teilweise in Ostholstein. Im Laufe des Gespräches wurden die beiden von unbekannten Agenten erschossen.

Der Redaktion ist vor einigen Tagen von einem rätselhaften Unbekannten ein Mitschnitt des Gespräches zugespielt worden.

Nicht alles ist auf der Tondatei einwandfrei verständlich, aber das Wichtige schon. Und aus dem Text geht eventuell das Motiv für die Morde und das Attentat hervor.

Wir beiden unverletzt Überlebenden des Anschlages auf die Redaktion haben lange überlegt, ob wir das Interview veröffentlichen sollen oder nicht.

Hatten wir Angst oder nicht? Natürlich hatten und haben wir Angst, sogar „verdammten Schiss“. Aber auch wenn wir beiden alleinstehenden Witwen ohne Anhang nur unbezahlte Möchtegern- und Bürgerredakteurinnen sind, haben wir uns gemeinsam trotzdem dazu entschlossen, weil wir der Meinung sind, es unserer jungen Kollegin schuldig zu sein. Wer sollte denn Zivilcourage haben, wenn nicht wir beiden Alte, Kranke, Alleinstehende? Aber die Angst lässt uns nicht mehr los.

Wir veröffentlichen das Gespräch ohne jede Kürzung im vollen Wortlaut. Lesen Sie selber, und bilden Sie sich Ihr Urteil.

Wir bedanken uns bei den Kollegen von der P3 (der Plöner Publikums-Presse „PPP“), dass sie uns in den letzten Tagen kollegiales Redaktionsasyl gewährt haben, und dass unsere Notausgabe auf ihren Rotationsmaschinen gedruckt werden konnte.

Das Interview

LMdG: Guten Tag, Herr Cabra, bitte, setzen Sie sich… Ich freue mich so, dass Sie es möglich machen konnten…, ich meine, mit mir…, Sie verstehen schon, was ich meine…, also, glaube ich…

[Lautes Poltern]

Oh, Scheiße, Entschuldigung…, jetzt ist mir das Gerät auch noch ´runter-gefallen…

[Pause, Geräusche]

Oh, da ist es ja… nun komm mal her, du kleiner Schlingel.

Ich meine, Herr Cabra, ich bin ja noch nicht lange dabei und dann gleich ein exklusives Gespräch mit Ihnen, wow, man, das ist so geil…, Sie verstehen? Ich soll Sie von meinem Onkel grüßen, Onkel Fips, Sie wissen ja, der, der mit Ihnen zur Schule gegangen ist.

Ach, herjeh, ich bin so aufgeregt… Das hätte ich jetzt nicht sagen sollen, was? Das war jetzt unprofessionell, oder? Na egal, nun ist es raus… Was darf ich Ihnen bestellen? Kaffee, Tee, Wasser? Ein Stück Kuchen? Oh. Ich rede zu viel…

CC: Guten Tag, Frau…

LMdG: …de Gouvy. Von der NZ…

CC: NZ? Neue Züricher?

SchwabingLMdG: [lacht] Nein, nicht doch, NZ, Neue Züricher, man, das wäre ein Ding, vielleicht später mal... Oder muss man da Schwyzer Dütsch können? Nein, Nordholmer Zeitung, wir sind das wichtigste Blatt links von Lübeck, wissen Sie…, also, ich meine, natürlich nicht politisch… Also politisch, da stehen wir zentral, also in mittelmäßig, ich meine in der Mitte. Ehrlich gesagt, ich weiß gar nicht, ob und wo wir stehen.

CC: Ach so, verstehe, Fips! Lange nichts von ihm gehört, aber wir waren ja auch nicht so sehr befreundet wissen Sie, nur in derselben Klasse – bis er dann ein Jahr nicht versetzt wurde. Aus der Heimat sozusagen, DIE NZ, naja denn… Klar, kenn´ ich natürlich, Nordholmer Zeitung, logisch.

Ja, ja, danke, nun, nein, nichts Warmes, bitte, vielleicht einen Apfelsaft… Und auch nichts zu essen, die Linie, Sie verstehen?

LMdG: [leise, weil offenbar zur Kellnerin gewandt] Einen Café latte und einen Apfelsaft, bitte. Mit viel Schaum, bitte, also die Latte meine ich, nicht den Apfelsaft, den natürlich ohne…

[glucksend helles Lachen]

CC: Entschuldigen Sie, bitte, Frau…, wie war Ihr Name noch? irgend etwas Französisches, nicht wahr?

LMdG: …de Gouvy.

CC: Natürlich, natürlich… de Gouvy, also. Sind Sie allein? Kein Fotograf? Sie, ich mag nämlich nicht fotografiert werden. Wissen Sie, da bin ich etwas komisch.

LMdG: Nein, ich bin alleine. Sie haben mein Wort. Ohne Netz und doppelten Boden.

CC: Ich muss vorsichtig sein, wissen Sie, in meiner Situation… Auch nicht mit dem Handy.

LMdG: Wieso eigentlich?

CC reagiert offenbar nicht. Dann die Stimme unserer Kollegin

LMdG: Kennen Sie die Dame?

CC: Nein, welche Dame? Wieso Dame? Wieso überhaupt? Ich? Nein. Natürlich nicht. Welche Dame meinen Sie eigentlich? Wo denn?

LMdG: Die da drüben, hübsche Frau, schlank, attraktiv…, die Blonde da, sie schaut herüber zu uns.

CC: [nervös?] Nein, sag´ ich doch, kenn´ ich nicht. Was soll denn das…? Ich dachte, wir sind hier, um über das Buch zu sprechen?

Wollen wir anfangen? Umso früher sind wir fertig, verstehen Sie?

LMdG: Natürlich. Gut. Ja. Also, womit fangen wir an? Ich habe das ja noch nicht so häufig gemacht. Ich habe mir ein paar Fragen notiert, wenn es Ihnen nichts ausmacht? Sie haben doch nichts dagegen, wenn ich das Gespräch mitschneide? Als Gedankenstütze…

CC: Nein, nein, machen Sie nur, machen ja alle. Ihr Gerät läuft ja eh schon die ganze Zeit, also, fragen Sie, nun man los...

LMdG: Tatsächlich? O Gott, das habe ich gar nicht bemerkt, wie peinlich… Danke, ja, scheint aufzunehmen. Dann kann´s ja losgehen.

Also, Herr Cabra, Sie haben einen neuen Thriller geschrieben. Wie heißt der?

CC: „Wahre Freunde“, das ist der Titel.

LMdG: Worum geht es? Können Sie den Plot in aller Kürze zusammenfassen, sozusagen als Klappentext?

CC: Klappentext, nun ja... Also es geht, ja, um einen Terrorangriff auf Europa…

LMdG: Und der Verlag?

CC: Das Buch erscheint wieder bei VEB Querstrom, wie alle meine Bücher.

LMdG: Okay, das haben wir also… Terrorangriff auf Europa – von Islamisten? Islamistischer Terror? Nun ja, das Thema liegt irgendwie auf der Hand.

CC: Nein, nein, junge Frau, das wäre mir alles zu einfach, zu nahe liegend, wissen Sie, nein, so etwas, wie ein Koffer auf dem Bahnhof, eine Bombe in einer Disco – alles natürlich tragisch für die Opfer, ohne Frage, ganz schlimm, also persönlich gesehen, meine ich, aber doch… Nun ja, aber das ist nicht wirklich das, was ich mir unter einem richtigen Terrorangriff vorstelle, wissen Sie, das wäre… Naja, das darf man eigentlich nicht sagen, wegen der Pietät, verstehen Sie, aber so etwas ist doch fast pillepax, wenn man berücksichtigt, wie einfach ein wirklich großer Anschlag wäre.

LMdG: Pille… was? Was ist das denn?

CC: Pillepax! Steht, glaube ich, nicht im Duden. Kennen Sie nicht? Naja, sind Sie wohl zu jung für… Das bedeutet klein, Kleinkram oder so. So in der Richtung.

LMdG: Ach so [lacht], jetzt kenn ich´s.

[Gehaucht] Also eher 9/11 in Europa?

CC: Wie bitte? Sie, junge Frau, Sie müssen etwas lauter mit mir sprechen, wissen Sie, die Ohren… In meinem Alter…

LMdG: Entschuldigung, ich meinte: 9/11 in Europa?

CC: 9/11, nein, größer, viel größer, gemeiner, gezielter auf uns alle, auf jeden von uns, einer der unseren Nerv wirklich trifft… 9/11 da sind zwar 3.500 oder so Leute gestorben, aber es gibt da ja auch interessante Theorien, das heißt dann Verschwörungstheorie, verstehen Sie?

LMdG: Äh, ja, also wenn ich ehrlich sein soll, nein.

[Eine Weile ist nur Rauschen zu hören, dann:] Oh verdammt, das scheint jetzt nicht drauf zu sein, Sie könnten Sie das noch einmal wiederholen, bitte?

CC: Wenn es denn sein muss. Also gut, wo war ich stehen geblieben? Schauen Sie, wenn Sie als Organisation oder als Regierung ein wirklich krummes Ding drehen wollen, dann ist das doch ganz einfach: Erst einmal setzen Sie einige Verschwörungstheorien in die Welt. Da gibt es regierungstreue Spezialisten für, sogenannte Verschwörungstheoriemacher. Gut das mögen Sie jetzt als eine Metaverschwörungstheorie verstehen…

Sie kennen sich mit Verschwörungstheorien aus? Gut, das funktioniert dann so: Sie behaupten, die Amis wären gar nicht auf dem Mond gewesen, die Amis hätten 9/11 selber gemacht, Kennedy sei von der CIA mit Beteiligung von Mafia und Vizepräsident Lyndon B. ermordet worden (naja, das ist vielleicht gar keine Theorie), die Amis hätten in Rockwell in der „area 51“ außerirdische Aliens gefangen gehalten, so etwas in der Art…, Frackinggas sei umweltverträglich, nee, das war ein Witz, das gehört nicht dazu, das haben Sie gemerkt, oder?

Aber entscheidend ist, dass immer die Amis… Das ist das Prinzip.

Möglichst viel möglichst verrückt oder nein, irgendwie vorstellbar für die Massen!

Und wenn die dann wirklich mal etwas, ein richtig fieses Ding machen würden, die Amis, zum Beispiel diesen in meinem Buch geschilderten Angriff auf Europa, dann lachen die, die Amis, sich krumm und sagen grinsend: Klar, waren wir nicht. Ist noch so eine Verschwörungstheorie – und alle sagen ganz lässig: „Ach so, ja, das… Das ist nur noch eine von diesen albernen Verschwörungstheorien und die waren das wieder nicht, wirklich“.

„Sorry, liebe Amerikaner“, sagen wir dann, „nee wirklich, liebe Leute in den USA, dass wir den Quatsch mal geglaubt haben, und unsere Beweise, die wir haben, die vergessen wir genauso wie die Beweise (die es gibt), dass ihr nie auf dem Mond wart…“

LMdG: Glauben Sie wirklich?

CC: Ja. Glaube ich: Alles wahr, alles, vom Mond bis area 51, alles wahr. Auch dass die in Mittelamerika diverse Schweinereien rund um den Panamakanal durchgezogen haben inkl. Chemiewaffentests für den Vietnamkrieg, die wollten schließlich wissen, wie Agent Orange im Urwald wirkt, alles wahre Geschichten, nichts von erlogen... Und ob da Pananmesen draufgehen, sorry, Kollateralschäden gibt es immer, wirklich schade, wollten wir nicht...

Aber dieser hinterhältige Anschlag, den ich beschreibe, betrifft UNSERE Industrie, UNSER Geld, ein Anschlag, der UNSER aller Leben verändern würde. Das wäre ein Terroranschlag, der UNS ins Mark treffen würde [die Hervorhebungen hat die Red. eingefügt, sie entsprechen aber den Betonungen].

Nein, nein, kein laienhafter islamistischer Turban-Terror-Humbug, sondern ein richtig gut gemachtes Ding, von langer Hand professionell vorbereitet und auch gnadenlos professionell durchgezogen.

Und natürlich präsentiert man auch einen Schuldigen. Nämlich den Richtigen. Sie müssen wissen, bei meinen Romanen orientiere ich mich immer weitestgehend an der Realität. Phantasie ist etwas für Phantasten! Ich verfüge nicht über eine ausgeprägte Phantasie, ich schreibe realitätsnah!

Die Leute müssen einem glauben, wissen Sie, dann haben Sie Erfolg als Autor. Zum Beispiel bei meinem letzten Buch, „Wir(r) im Kopf“, da geht es doch um diesen Killer mit den vier Persönlichkeiten. Wissen Sie, was das Einzige ist, was nicht stimmt? Der hat in Wirklichkeit nur eine dreifach gespaltene Persönlichkeit, nicht vier. Der Rest stimmt. Auch das mit der Frau im Kopf, die so gut schießt. Alles wahr, nicht gelogen…

[Pause]

ebokktitel2LMdG: Da müssen Sie uns aber mehr erzählen…, also. ich meine, von dem neuen Buch.

CC: Ja, ja, dafür bin ich ja hier. Sagen Sie, Frau de …? Glauben Sie, ich könnte noch einen Apfelsaft…? Gibt das Ihr Spesenkonto noch her? Ich kann natürlich auch selber…, Sie wissen schon…, zahlen, meine ich. Wo waren wir stehen geblieben?

LMdG: Sie wollten uns den Plot schildern.

[Zur Kellnerin] Noch einen Apfelsaft für den Herrn, diesmal einen großen, bitte.

CC: Ach so, ja, natürlich Sie, und Sie glauben wirklich, wir sind hier sicher? Das ist alles so öffentlich – und da sind so viele Leute… Ich meine nur, es passieren so seltsame Sachen um mich herum in letzter Zeit.

LMdG: Ehrlich?

CC: Ja, doch, vorgestern erst ist mir der Laptop mit dem Manuskript in der U-Bahn gestohlen worden… Einfach weg…

LMdG: Oh, Gott, und das Manuskript? Ist das jetzt auch weg?

CC: Ja, aber ich habe eine Kopie.

[Pause]

Sehen Sie, hier… Hier ist es, auf dem Stick…

LMdG: Na, Gott sei Dank… Doch, doch, wir sind hier unter so vielen Leuten, da kann nichts passieren, also, glaube ich… Aber Ihr Plot… Sie schauen schon wieder zu der Blondine. Sie kennen sie doch, glaube ich, Sie sind ja ein Schlimmer. Sie sehen dauernd zu ihr rüber…

[Albernes Kichern]

Geht mich ja nichts an, ist ja auch egal…

CC: Nein, tue ich nicht, ich kenne die nicht. Punkt. Sie, ich habe Durst, wo bleibt denn der Apfelsaft?

[Es entsteht eine Pause]

CC: Also der Plot. Ja. Liegt doch auf der Hand. Also…

Oh, da kommt mein Apfelsaft, danke Fräulein…, Sie, Fräulein de Gouvy, ist das richtig? Würde es Ihnen etwas ausmachen, den ersten Schluck zu probieren? Sie wissen schon…, ja ich weiss, das ist vielleicht Paranoia, aber wenn Sie wüssten…

[Pause, Schluckgeräusche]

LMdG: Einwandfrei, also ich schmecke nur Apfelsaft, Bioapfelsaft, glaube ich. [Lachen]

CC: Wirklich? Warten wir einen Moment – Ihnen wird nicht etwa schlecht, oder so? Doppelsehen? Ihnen geht´s wirklich gut? Naja, denn geben Sie mal her.

[Pause, dann:] Ahhh…, das tut gut. Ja, sie könnten Recht haben von wegen „bio“.

[Pause, ein leises Klicken, offenbar wird das Glas abgestellt]

Also, wie gesagt, der Plot: Alles beginnt vor einiger Zeit in den USA in der Zentrale eines Öl- und Frackinggas-Konzernes. Frackinggas sagt Ihnen etwas?

[Pause, dann:] Gut.

Die Gasumsätze in den USA sind im Keller, es gibt Ärger, der oberste Boss von dieser Fracking-Firma verlangt „Maßnahmen“.

Was sei mit Europa los, wieso würden die eigentlich immer noch dieses „Scheiß-Russengas“ kaufen? Hat denn das keiner im Visier? Muss man denn an alles selber denken? Wofür hätten die anderen eigentlich ihren Kopf? Und vor allem diese Krauts, diese Deutschen, die seines Wissens doch wohl damals den Krieg verloren hätten, und wer hätte die denn vor den „Scheiß-Kommunisten, diesen verdammten Russen“ gerettet, trotz KZs und so, doch wohl „unsere Boys“, oder sähe er das etwa falsch? Und wer hätte die nach dem Krieg wieder aufgepäppelt? Der Stalin doch wohl nicht. Das waren wir doch wohl. Und wo kaufen die jetzt ihr „Scheiß-Gas“? Bei den Gazprom-Kommunisten!

Mit „lasst Euch gefälligst ´was einfallen, ich will endlich Umsatz sehen, sonst nix“, hat er das Meeting verlassen. Dann hat er sich noch einmal umgedreht und gesagt, wenn da nicht ganz bald etwas geschähe in „bad old Europe“, dann könnten sie sich alle nach einem neunen Job umsehen… Als Taxidriver, oder so…
Schnitt, sozusagen.

Wenig später präsentierte ein Thinktank, den man beauftragt hatte, neue Vertriebsideen zu entwickeln, verschiedene kreative Vorschläge, die aber alle abgelehnt wurden und als letzten dann den Vorschlag, Europa vom russischen Gas „strategisch zu entkoppeln“…

Dazu schlage man vor, in der Ukraine erst einmal ein wenig zu zündeln, der Rest würde sich finden.

Also, Fräulein, wir sind zeitlich noch vor der Ukraine-Krise, das haben Sie verstanden, nicht wahr?

LNGUnd, hatten die Thinktank-Vertreter betont, wenn in der Ukraine erst einmal die ersten Ukraine-Russen dran geglaubt hätten, dann würden die richtigen Russen, Putin and his boys, sich das garantiert nicht so einfach gefallen lassen. Haben die von Thinktank gedacht. Und… – da könne man schon für sorgen, da gäbe es schließlich Mittel und Wege. Zum Beispiel unsere boys von Blackwater und so… Klar, dass würde kosten – aber das würde sich auch rechnen: Und zwar in billions of Dollars.

Dann müssen die Russen reagieren, die werden aufmüpfig, marschieren undercover vielleicht ein bisschen in die Ukraine ein und so… Damit wäre das Ziel ja schon halb erreicht, damit hätte man sie dort, wo man sie haben wolle… Der Rest würde sich Schritt für Schritt ergeben. Vielleicht bräuchte es auch einen anderen US-Präsidenten, aber das sei das im Vergleich kleinere Problem, der Putin, der sei schon eine härtere Nuss...

Die Ukrainer würden schon mitspielen, die „Öberen“ seien korrupt, korrupter, am korruptesten – und das sei gut, denn mit korrupten Menschen können man gute Geschäfte machen und so hätte man das ja schon immer gemacht, United Fruit lasse grüßen!

Und wenn die einfach nicht „richtig“ reagieren würden, weil der Putin sich unerwartet vielleicht doch als Weichei entpuppen würde, wie damals Chrustschow in der Kuba-Krise, als der im letzten Moment doch noch den Schwanz eingezogen hatte, gäbe es immer noch genug arbeitslose russische oder ukrainische Exsoldaten, die das gegen eine Hand voll Dollar gerne und gut machen würden.

Man müsse denen ja nicht unbedingt auf die Nase binden, wer der Auftraggeber im Hintergrund sei. Und wenn sie es irgendwann doch merken würden, wäre es eh zu spät, denn dann wären sie im roten Himmel…

Dann würde der Putin aber hoffentlich endgültig sauer, und sich vielleicht erst einmal die Krim und dann den Donbass holen! Bei der Kälte in Russland würden denen die Kohle da gut zupass kommen. Außerdem sind da in der Ostukraine immer noch ehemals russische Rüstungsbetriebe, die könnte man bei der Gelegenheit gleich „heim“ holen.

Gut so, sollen sie – dann würde ein schönes Embargo folgen und bingo… Die Europäer würden im Winter frieren! Dann würden die zu Kreuze kriechen und gerne politisch korrektes US-Gas kaufen. Klar, das das etwas teurer wird, man hat ja schließlich Kosten gehabt, Marketing-Kosten, um die Ukraine-Krise zu erzeugen.

Wenn die Europäer dann immer noch nicht kuschen, von wegen demokratische Prinzipien und so, könnte zur Not ja auch noch eine Gas-Pipeline hochgehen, kein Problem, auch dafür gäbe es schließlich ausgebildete Spezialisten genug.

Und wenn das wieder Erwarten auch noch nicht reichen würde, dann würde man, in Gottes Namen, eben ein wenig in Europa, also Westeuropa, zündeln müssen, und das dann dem Putin mit seinen Russen in die Schuhe schieben. Kleinigkeit. 100 Millionen Dollar würde das Ganze summa summarum kosten, aber das würde sich in den folgenden 20 Jahren hundertfach rechnen, klar? Ein entsprechendes Spreadsheet würde den Plänen beiliegen.

LMdG: Mein Gott, aber die Amerikaner, das sind doch Gute, Verteidiger der freien westlichen Welt, die vertreten doch unsere Prinzipien von wegen Freiheit und Völkerrecht und so... Das sind doch unsere Freunde… Das können die doch nicht machen. Wir sind doch gemeinsam der Freie Westen, und so, wir verteidigen doch die freiheitlich demokratische Grundordnung, wir haben gemeinsame Grundwerte, haben gemeinsame Feinde, wir sind zusammen in der NATO, da sind wir doch ganz dicke… Und dann die Kultur, wir schauen doch dieselben Fernsehserien, dieselben Filme, wir lieben doch auch die Pop-Art… Da kann man doch nicht…

CC: Ja, ja, die Amerikaner, unsere guten Freunde…

LMdG: So wie sie das sagen, hört sich das aber nicht sehr freundschaftlich an.

CC: Mag sein, aber die Amis haben Deutschland damals ja auch als atomares Schlachtfeld vorgesehen. Damals, im Kalten Krieg. Wir sollten geopfert werden, wir waren die Lämmer, die zur Schlachtbank laufen sollten… Sie erinnern sich? Nein, nicht?

[Pause]

Ach so, Sie sind zu jung, klar… Müssen Sie bei Gelegenheit mal nachlesen, ist interessant, lohnt sich! So ein Blick in die Geschichte, oder besser, hinter die Geschichte, macht einen frei im Kopf…

Ich bin sicher, die wissen noch die Schubladen, in die sie die Pläne damals gelegt haben. Mehr noch, ich bin sogar sicher, dass diese Pläne immer schön aktuell gehalten wurden und werden.

Oder denken Sie mal daran, wie das war, als Bush den Saddam Hussein verhauen wollte. Da haben die Amis doch die ganze Welt verarscht mit ihren getürkten Beweisen, dass „der halbe Irak“ voll von Biowaffen und anderem hundsgemeinem Zeugs sei. Haben Sie damals schon gesehen, in der der amerikanische Generalstabschef Colin Powell vor der UNO diese Präsentation gezeigt hat, wo Saddam überall diese Waffen versteckt haben sollte? Oder waren Sie da noch zu jung? Naja, wahrscheinlich. Aber es hat sich später herausgestellt, dass das alles gelogen war – von den Amis. Die machen alles, wenn es ihren Interessen dient.

Inzwischen hat Powell sich entschuldigt, er sieht jetzt ein, dass das damals falsch war, hat er gesagt. Noch so eine Verarschung.

LMdG: Ach so? Tatsächlich? Naja… Und wie geht es weiter? Ich meine, in Ihrem Plot…

CC: Das Zündeln in Europa geschieht tatsächlich.

LMdG: Wie?

CC: Nicht militärisch, das würde denn ja wohl doch auffallen… Nein, unsere Wirtschaft wird angegriffen. Und zwar nicht nur via TTIP, das natürlich auch, nee, gemeiner, hinterhältiger, effektiver, verstehen Sie?

LMdG: Nein, nicht wirklich, aber Sie werden es mir sicher gleich sagen?

CC: Liegt doch auf der Hand, junge Frau. Stichwort: „Globalisierung“. Wir sind doch Export-Weltmeister, oder? Unsere Wirtschaft lebt wovon?

[Pause]

Europa1Richtig: Vom Im- und Export. Grundstoffe und Halbfertigprodukte kommen ins Land und teure Fertigprodukte, Maschinen, Autos und so gehen wieder raus. Gibt´s genaue Statistiken darüber, müssen Sie auch mal lesen, Sie sind doch Journalistin – Sie, das liest sich wirklich beeindruckend! Und genau da kriegen die uns am Arsch, wenn Sie das drastische Wort in diesem Zusammenhang erlauben.

LMdG: Und wie?

CC: Denken Sie doch mal nach: Wie werden die Waren heute transportiert? Eigentlich alle! Natürlich in diesen großen Kisten, den Containern. Also: Indem sie den Containerverkehr unmöglich machen.

LMdG: Das funktioniert wie?

CC: Indem in der Elbe, in der Schelde und im Rhein, also vor den größten europäischen Containerhäfen Hamburg, Rotterdam und Antwerpen die neuen ganz großen Containerfrachter so versenkt werden, dass die Häfen nicht mehr angelaufen werden können. Da geht dann nix mehr rein und nix mehr raus, glauben Sie mir.

LMdG: Tatsächlich?

CC: Wie lange hat denn die unselige „Costa Concordia“ vor dieser italienischen Insel gelegen, wie hieß die noch?

LMdG: Ich glaube, Giglio.

CC: Genau, Giglio. Zwei Jahre hat das gedauert, bis sie gehoben und abtransportiert war. Was glauben Sie, was bei uns los ist, wenn Hamburg, also der Hafen Hamburg, für zwei Jahre dicht ist?

LMdG: Die Schiffe versenken? Geht denn das überhaupt? Sind die denn nicht sehr groß? Wie groß sind die eigentlich?

CC: Verdammt groß! Die sind so lang wie vier Fußballfelder hinterein-ander und fast so breit, genauer gesagt 400 Meter lang und 60 Meter breit. Das müssen Sie sich einmal vorstellen… Die reichen ungefähr 5 Stockwerke tief ins Wasser und über Wasser, da sind die wohl 12 Stockwerke hoch, oder so.

LMdG: So groß? Die müssen ja noch größer als ein Flugzeugträger sein, nicht, wie soll das gehen? Kann man die überhaupt zum Sinken bringen?

CC: Klar, junge Frau, das ist reine Physik, Kaputt machen geht immer, am besten mit expandierenden Gasen, vulgo: Explosion!

In diesem Falle mit explodierenden Containern, die das Schiff geladen hat. Das braucht es gar nicht viel Sprengstoff – ein paar Kilo pro Container, das ist leicht machbar.

Die Schiffe fahren ja im Pendelverkehr zwischen Ostasien (China oder Korea) und Europa. Bei jeder Fahrt können sie ungefähr 20.000 Container laden, oder fast 20.000, um genau zu sein. Die sind so groß, dass es in den USA keinen Hafen gibt, den die anlaufen können. Aber einige in Europa. Warum wohl. Weil wir vom und mit dem Handel leben, gut leben.

LMdG: So viele Container sind das?

Schiff2CC: Ja, ungefähr 20.000 pro Schiff. Das ist eine Menge. Und in so vielen große Kisten können Sie natürlich auch eine Menge Zeug verstecken. Und das Beste, beim Rausfahren beim Export, wird die Ladung kaum oder sogar so gut wie nicht kontrolliert. Warum auch? Höchstens beim Import, da schon eher – manchmal wird kontrolliert ob da blinde Passagiere drin sind, oder Giftspinnen zwischen den Bananen sitzen oder Beutel mit Kokain…

Der Erste Offizier ist für die Ladung verantwortlich, der bestimmt letztendlich, wo welcher Container verstaut wird. Das ist wichtig. Aber wenn Sie in Busan, das ist der große Containerhafen in Korea, da fahren viele Schiffe ab, einen besonders schweren Container für den Endhafen Gdansk in Polen aufgeben, haben Sie natürlich schon einmal eine sehr gute Chance, dass der Container ganz unten im Schiff gestaut wird. Das hat wieder mit Physik zu tun.

LMdG: Wieso?

CC: Ganz einfach: Wegen des Schwerpunktes, der muss immer möglichst niedrig liegen. Deshalb müssen die Schweren nach unten, ist quasi ein Naturgesetz.

Mit ein wenig Nachhilfe (Entführung von Frau und Kind zuhause) wird man den Ladungsoffizier relativ leicht davon überzeugen können, die drei „richtigen“ Container ganz unten/ganz außen im Schiffsbauch zu stauen – da, wo sie im richtigen Moment gezündet, den größten Schaden anrichten: Ein Loch im Schiff. Aber das nicht zu groß und nicht zu klein. Am besten verschicken Sie drei präparierte Container: Einen für den Bugbereich, einen in der Mitte und einen ziemlich weit hinten, verstehen Sie?

LMdG: Nein, wenn ich ehrlich sein soll.

CC: Da reißt es dann die halbe Schiffsflanke auf. Das Schiff sinkt. Aber nicht sehr tief, denn da, wo es knallen soll, sind die Fahrrinnen der Flüsse sind ja nicht viel tiefer als der Tiefgang der Schiffe, die teilweise die Häfen ja nur erreichen können, wenn sie mit der Flutwelle einlaufen. Wenn das Schiff dann noch, sagen wir, 15° Schlagseite hat, wird es fast unmöglich, die Container aus dem Wrack zu holen, um das Schiff bergen zu können, verstehen Sie?

LMdG: Wow… Ja, ja… Und das wissen Sie alles?

CC: Recherche, mein liebes Fräulein, alles recherchiert. Das stimmt alles.

[Da war Stolz in der Stimme zu hören. Die Red.]

Und dann hatte ich ja noch Informanten, ich habe mir das ja nicht alles ausgedacht, das hatte ich doch schon gesagt, oder? Das heißt dann zwar Roman, aber das heißt ja nicht, dass alles reine Fantasie ist. Das ist es ja nicht einmal bei guter Science Fiction.

LMdG: Sie meinen, da steht mehr dahinter? Ein echter Plan? In der Realität? Das will wirklich jemand machen?

CC: Natürlich, was glauben Sie denn, wissen Sie, wenn ich mir das alles ausgedacht hätte, dann wäre das ja nur ein Roman – ich habe aber einen Thriller geschrieben, eine Geschichte, die irgendwo zwischen Fantasie und Realität angesiedelt ist – näher bei der Realität.

Sie brauchen ja nur die Nachrichten aufmerksam zu verfolgen, wenn Sie das richtig interpretieren, dann wird Ihnen doch Angst und Bange…

Aber zurück zu meinem Plot: Das ist ja noch nicht alles. Das wird ja noch viel perfider!

Wir sind in Europa. Technik ist unser Geschäft. Im Schiffebergen sind die Holländer, die alte Seefahrer- und Deichbauernation, allen anderen weit voraus, meilenweit! Zum Beispiel die Jungs von SMIT INTERNATIONAL BV, die bergen alles! Überall! Übrigens auch die „Costa Concordia“.

Zur Not werden also die Jungs von den holländischen Bergungsfirmen auch diese Riesendinger von Frachtern bergen, und zwar relativ flott. Flott wäre aus Sicht der Auftraggeber aber nicht so gut – das soll ja alles möglichst lange dauern… Umso besser also, je länger das dauert. Man muss sich also etwas einfallen lassen, was die Bergung verzögert. Man könne natürlich vorher SMIT kaufen und dann beim Auftrag nicht mitbieten, würde aber auffallen. Das geht viel besser! Billiger und besser.

Die Jungs vom Thinktank haben natürlich eine nahe liegende Lösung, und zwar eine ganz gemeine…

Um eine schnelle Bergung zu verhindern, wird Blackwater ein Spezialistenteam Team nach Moskau schicken, undercover natürlich. Die haben genügend Geld, um aus irgendeinem russischen Kernkraftwerk radioaktiven Müll zu besorgen und in Container verpacken zu lassen. Einige Container voll radioaktiven Müll kriegen die für ein paar tausend Dollar...

Ein gut geeignetes Kernkraftwerk ist zum Beispiel das in Saretschny in der Nähe von Jekaterinburg. Das liegt an gleich hinter dem Ural, nahe an der Trasse der Transsibirischen Eisenbahn.

Der Müll wird also in neutralen Fässern aus dem alten Kernkraftwerk Belojarsk 2 geholt und irgendwo in der Nähe zwischengelagert. Dort wird es von ahnungslosen Arbeitern in Stahlfässer umgeladen, die kommen in Container. Sonst kommt da nicht viel rein, die werden dann eher leicht sein.

Einige von diesen Containern gehen in den fernen Osten nach Wladivostok, von wo aus eine Feederlinie nach Singapore geht. Ach so, Feeder sind kleinere Containerfrachter, die die Container in die großen Containerzentren bringen.

Warum Singapore? Das ist der letzte Ladehafen der Containerriesen in Ostasien. Dort werden die strahlenden Container dann auf den Frachter nach Europa verladen. Zielhafen ist Rotterdam oder Antwerpen.

Die Container sind – wie schon gesagt – besonders leicht, sie gehen vom letzten Hafen in Asien in den ersten in Europa – also werden sie mit sehr hoher wahrscheinlichkeit ganz oben auf der Decksladung verstaut.

Die werden dann etwas später als die unten im Schiff explodieren und die Frachter so richtig verstrahlen. Dann ist erst einmal nix mit schnellem Entladen, das kann ich Ihnen versprechen. Wir sind in Westeuropa und nicht in Tschernobyl, hier zählt das einzelne Menschenleben!

Ach so, ja, das sollte ich noch ergänzen, da in Saretschny sterben natürlich ein paar Männer: Die, die den Müll verkauft haben und die, die ihn in die Fässer umgeladen haben und schließlich noch der, der die Ladepapiere ausgestellt hat…

Einige verschwinden spurlos, andere in rätselhaften Unfällen und so weiter. Sie erinnern sich noch an die US-Agenten, die das Geschäft abgewickelt haben? Skrupellose Killermaschinen sind das, die machen das einfach so, wie ein Fingerschnippen.

LMdG: Oh Gott, die Armen. Und warum ausgerechnet russischer Atommüll? Gibt es da keinen anderen?

CC: Doch, natürlich gibt es den, überall sogar, aber erstens glaubt Ihnen jeder westliche Leser sofort, dass jeder Russe käuflich ist, vor allem, wenn er in einem dieser angeblich so maroden KKW arbeitet und sowieso hoffnungslos verstrahlt ist, und zweitens hat jedes Kernkraftwerk auf der Welt eine spezielle Strahlensignatur. Sie können bei dem strahlenden Zeug immer feststellen, wo es ursprünglich herkommt, und die ganze Chose soll schließlich den Russen in die Schuhe geschoben werden, verstehen Sie?

LMdG: Verstehe. Und das Ganze passiert dreimal so? Wegen der drei Häfen?

CC: Nein, natürlich nicht, vergessen Sie nicht, ich habe doch einen Roman geschrieben, oder besser einen Thriller!

[Pause]

Gut, ich hatte natürlich Informanten, Leute vom Fach, Agenten, Sie wissen schon… Auch in diesen Think-Tanks gibt es irgendwo noch Menschen mit einem Rest Moral… Ich will das mal so formulieren, näher kann ich an die Wahrheit nicht ran, ohne die Jungs zu gefährden. Ich muss meinen Informanten natürlich Quellenschutz bieten, genau wie Sie als Journalistin ihren.

LMdG: Sie glauben wirklich…

[Pause]

Sie machen mir wirklich Angst.

CC: Gut… Ja, die habe ich auch…

Aber wenn man so einen Thriller schreibt, wissen Sie, dann muss man die eigene Angst ausschalten, sonst werden Sie noch beim Schreiben verrückt. Je tiefer Sie in die Geschichte einsteigen, je mehr Sie sich fragen, schreiben Sie eigentlich noch einen Roman oder schon ein Sachbuch, desto mehr schauen Sie sich auf der Straße dauernd um, ob Sie jemand verfolgt, wissen Sie…

Und irgendwann fragen Sie sich, ob Sie die Geschichte überhaupt weiter schreiben sollen oder ob Sie besser aufhören, um zu überleben…

Irgendwann kommen Sie zu dem Punkt, an dem Sie niemanden mehr trauen, nicht einmal mehr Ihrem verlag. Da liegen Sie im Bett und denken sich, dass es aus Sicht des Verlages am besten sei, wenn der Autor auf rätselhafte Weise umkommen würde. Am besten, wenn nur noch 10 Seiten zu schreiben wären, das könnte der Lektor zur Not selber schreiben… Denn ein toter Autor ist ein ziemlich werbewirksamerer Autor, verstehen Sie? Da ist die Presse dann voll davon und die Vorbestellungen schießen in die Höhe…

Solche Dinge denken Sie dann. Das ist wirklich Scheiße, das kann ich Ihnen versichern. Na gut, ich bin ja fertig mit dem Manuskript, aber die dunklen Gedanken wollen nicht weniger werden.

LMdG: Himmel! Glauben Sie wirklich, dass Sie in Gefahr sind?
[Gehaucht:] In Lebensgefahr? Oh je, jetzt habe ich aber auch Angst.

CC: Ja, das ist auch so ein Aspekt beim Schreiben von so einer Story, vielleicht sollten Sie das in Ihrem Bericht…, Ach was, vergessen Sie es lieber gleich wieder, das ist sicher nur die Paranoia eines alten Mannes…

[Albernes Gekicher der männlichen Stimme. Dann ist der weitere Text für ungefähr zwanzig Sekunden nicht verständlich. Schließlich geht es weiter mit:]

… hat man ja auch immer das Filmprojekt im Hinterkopf, wissen Sie, klar, da will ich ganz ehrlich sein, es geht ja auch ums Geld und um Ruhm, wissen Sie… Und beides gibt es am meisten beim Film. Der Verlag hat mir gesagt, der Emmerich habe wegen der Filmrechte schon anfragen lassen. Naja, wahrscheinlich nur ein Gerücht, woher soll der denn von dem Manuskript wissen? Und selbst wenn, das ist kein Stoff, den Hollywood lieben würde, schließlich rettet kein amerikanischer Superheld die Welt, eher im Gegenteil.

[Pause]

Nein, da kann man ja nicht dreimal dieselbe Story abrollen lassen, auch wenn es in der Realität natürlich so sein könnte. Aber da, in der Realität, gibt es ja auch keinen Regisseur, der gequält aufstöhnen würde… Aber im Film eben doch, höre ich den emmerich schon gequält aufstöhnen…

[Lachen]

Nein, das geht gar nicht, da passt der Verlag schon für auf… Aber auch ohne Film muss ich mir schon im Buch für die Leser jeweils etwas anderes einfallen lassen. Sie glauben ja nicht, wie anspruchsvoll der Leser geworden ist…

Also, ein Frachter kommt aus Busan, ist für Gdansk bestimmt und nimmt die Fracht in Korea auf. Irgendwo unterwegs, das muss optisch was hermachen, wissen Sie, also zum Beispiel in Singapore oder vielleicht auch in Suez (Suez ist übrigens gut, weil Suez mit Palmen und Arabern für den Film optisch geil ist, das mag der Zuschauer, das kennt er aus dem All-inclusive-Urlaub), kriegt der dann die strahlenden Container für ganz oben draufgestellt. Dann fährt der nach Antwerpen und dann rumst es dann erst unten und dann oben.

[Pause]

Der zweite Containerfrachter wird beim Auslaufen aus Rotterdam im Rhein versenkt. Der hat natürlich die Ladung in Rotterdam gestaut.

Dessen Container, also, die die uns interessieren, kommen via Polen und Tschechien aus Russland. Wussten Sie, dass Container einzig über eine draufgepinselte Nummer identifiziert werden? Und dass die ausgehende Ladung auch nicht kontrolliert wird, wenn die Ladepapiere „gut“ aussehen: Bekannte Spedition und bekannter Absender, da geht die Ladung mit jedem Dampfer raus, die kennt man bei Zoll und Verlader, die letzte Weihnachtsfeier beim Zoll ist auch gesponsert worden, nee, das geht so durch.

Die Originalcontainer, die zu den Versandpapieren, die könnten zum Beispiel von der BASF sein. BASF ist gut: Weltkonzern,unglaublich viel Export, täglich gehen da Container raus…

Die werden unterwegs irgendwo durch die Sprengcontainer ersetzt. Das geht auch ganz einfach: Die LKWs werden auf einem Autobahnrastplatz ratz fatz überfallen, Fahrer und Hänger ausgetauscht. Die falschen Container, die mit dem Sprengstoff, haben schon die „richtigen“ Nummern, bingo. Die Plomben an den Containern sind professionell gefälscht. Die LKW-Fahrer, die die Originalcontainer von Mannheim bis kurz vor Hamburg gefahren haben, werden Tage später erschossen Hunderte Kilometer entfernt in der Nähe von Letschin im Oderbruch gefunden. Da ist die Ladung schon im Schiff und das ist gesunken. Vielleicht musste der Containerbrückenführer noch ein wenig, sagen wir, „beeinflusst“ werden, mit den richtigen Leuten im Hintergrund ist das kein Problem. Auch der schwimmt irgendwann im Rotterdamer Hafen – Gesicht unten. Keine Zeugen – das ist das Prinzip.

LMdG: Man o man, Sie… Das hört sich für mich so an, als ob das alles tatsächlich geschehen könnte. Und der dritte? Da bin ich ja schon gespannt drauf. Wir hatten Antwerpen und Rotterdam, bleibt also Hamburg…

CC: Genau, Hamburg! Dieser Teil der Geschichte ist richtig gut, finde ich, auf den bin ich etwas stolz. Und die geht so:

Zwei andere Blackwater-Teams sind auf der Krim aktiv. Eines besorgt sich in Kiev ganz offiziell von der ukrainischen Marine ein altes Torpedoboot – für Forschungszwecke, heißt es. Das andere Team heuert eine kleine Besatzung an.

Da laufen genug arbeitslose Ex-Marinesoldaten rum, verstehen Sie, für ein paar Dollar machen die wirklich alles. Das Entscheidende ist, dass die Ukrainer die Schnellboote damals von den Russen bekommen haben, als die Tschernomorski flot, die ehemalige Schwarzmeerflotte der UdSSR, 1995 zwischen der Ukraine und Russland aufgeteilt wurde. Russland! Sie verstehen? Das ist wichtig, dass das einmal russische Kriegsschiffe waren. Das schwimmende Material dürfte inzwischen ziemlich verrottet sein, egal. Wir brauchen ja nur drei Torpedorohre mit Torpedos.

Das Boot wird von der neuen Besatzung nach Varna in Rumänien gefahren. In einer versteckten Ecke des Hafens von Varna … Warten Sie, ich habe ein Luftbild dabei…

[Pause, man hört Rascheln – offenbar sucht CC in Unterlagen nach dem Bild]

… sehen Sie, hier, das ist der Hafen und da, da in der hintersten Ecke ist ein Kai, an dem wird das Boot ausgeschlachtet. Das heißt, da werden die Torpedorohre samt Torpedos abmontiert. Sehen Sie die Bruchbude von Halle da? Darin werden die Torpedorohre von den Schweißern und Monteuren in Container verpackt und dann von den Amis nach Polen geflogen.

Von den Arbeitern lebt kurz darauf natürlich keiner mehr: Eine tragische Explosion in der Halle, bei der die Reste einstürzen, wissen Sie. Total rätselhaft. Alle Mann tot. Die rumänische Polizei stellt die Ermittlungen bald darauf auf Anweisung „von oben“ ein. Ein Freundschaftsdienst. Ein paar Dollars, nicht zu wenige, nicht zu viele, wechseln die Hände, sprich Konten: Gasflaschen explodieren eben manchmal grundlos… Man kann nicht jedes Rätsel aufklären, erst recht nicht, wenn in Varna Dollars fließen. Die Witwen werden irgendwie entschädigt. Billigst. Ende.

Sie wissen doch, dass Amis in Rumänien und Polen diese Geheimgefängnisse hatten oder noch haben, das weiß keiner so genau, in denen gefangene Terroristen oder solche, von denen die Amis es vermuten, außerordentlich intensiv verhört wurden oder vielleicht auch noch werden, wer weiß das schon? Stichwort: „Water Boarding“.

Da gibt es auch Flugplätze, darf man vermuten, auf denen die Amis unkontrolliert starten und landen dürfen. Irgendwie müssen die ja ihre „Gesprächspartner“ da hin bekommen, nicht wahr? Also, von dem Flugplatz in Rumänien werden die Torpedorohre ins befreundete Polen geflogen. Die Polen fragen natürlich nicht und wollen lieber auch gar nicht wissen, was ihre Gäste da treiben. Die sind ja froh, dass die Amis da sind, die hätten ja sogar gerne mehr von denen im Land… Die würden die notwendige Luftabwehr-Raketen gegen drohende iranische Raketenüberfälle auf Europa, heißt es… Das sind gut 3.000 Kilometer, naja.

[Raues Lachen der Männerstimme]

Von Polen aus werden die Torpedorohre nach Tschechien transportiert – beides EU-Länder ohne strenge Grenzkontrolle. Zur Not mit etwas Bestechung fragt keiner, was der LKW geladen hat.

Irgendwo am Fluss Labem wird sich eine Werkstatt mit Montagehalle nahe einer Kaianlage finden.

Dort werden die Torpedorohre auf einen Prahm montiert und dieser dann via Elbe mit einem kleinen Schleppboot langsam in Richtung Nordsee geschleppt. Durch einen weiteren dummen Unfall kommen die Werftarbeiter bei einer rätselhaften Explosion um – wieder Gasflaschen, wieder keine Zeugen, wieder wechseln ein paar Dollar die Konten, verstehen Sie.

Auf Anweisung höherer Ränge fragt wieder niemand, warum leere Schweißgasflaschen explodieren sollten, natürlich stellt niemand eine Verbindung mit dem Unfall in Varna her. Wie und warum auch? Für die Witwen gibt es einen bescheidenen Geldregen. Nicht in Dollar sondern in tschechischen Kronen, natürlich.

Da Containerfrachter in dem weltweiten Netz nach einem strengen Zeitplan fahren, weiß jeder Interessierte genau, wann welches Schiff an welchem Punkt schwimmt. Man kann im Internet unter www.marinetraffic.com sogar fast auf dem Meter genau nachschauen, wo sich ein Schiff befindet: Das reine Paradies für unsere Terroristen!

Damit kann der Prahm auf die Minute genau an der richtigen Stelle in der Elbe sein, und aus zwei- oder maximal dreihundert Metern einen Fächer russischer Torpedos in den Containerriesen schicken. So groß er auch sein mag, er sinkt sofort. Natürlich mit Schlagseite! Und mehr als 100.000 Tonnen Stahl in einer Ausdehnung von 400 Metern Länge und 60 Metern Breite verstopfen jede Fahrrinne, vor allem, wenn die Elbe an dieser man gerade 400 Meter breit ist. Schauen Sie mal, auch da habe ich Fotos…

[Wieder suchende Raschelgeräusche, dann:]

Hier sind Luftfotos und hier ist ein Ausschnitt aus der Seekarte. Da, an der Stelle, vor dem Rüschkanal, auf der Elbe zwischen Finkenwerder und Othmarschen, da wird es passieren, das ist perfekt…

LMdG: Mein Gott… Und das haben Sie sich alles so ausgedacht? Sie sind ja fast selber so einer…, so ein Terrorist, zumindest im Kopf.

CC: Finden Sie? Nein, finde ich nicht, ganz und gar nicht, aber das habe ich ja schon gesagt, mein Fräulein: Teilweise habe ich mir das ausgedacht, ein paar Einzelheiten, Details eben. Ich hatte ja schon betont, dass ich einige Informanten hatte. Einige habe ich übrigens lange nicht mehr gesehen oder von ihnen gehört, fällt mir gerade auf, komisch…

LMdG: Jetzt verstehe ich langsam, dass Sie Grund haben, Angst zu haben, dass man Sie…, naja, also, dass man Ihnen etwas antut.

CC: Nicht wahr? Aber in meinem Metier, da kennt man ja natürlich auch Leute, ich meine solche, die einem auch helfen können. Und ich habe ja auch Maßnahmen getroffen…

LMdG: Wenn ich Sie jetzt richtig verstanden habe, ist das Ihre Story, Ihr Thriller: Eine amerikanische Firma beauftragt Blackwater…

CC: Halt, halt, entschuldigen Sie, wenn ich gleich eingreife, da steckt die Regierung schon mit drin – ohne die könnte man das nicht machen…

LMdG: Eine US-Firma und die Regierung…

CC: Also vielleicht nicht der Präsident, mehr so die zweite oder dritte Ebene… Das macht man so, dass im Falle eines Falles der Präsident mit Fug und Recht und ggf. unter Eid aussagen kann, dass er von nichts wusste! Sein Name sei Hase…, ha ha. Und da sind sicherlich mehr als eine Firma beteiligt… Es geht immerhin um ein Investment von mehr als 100 Millionen Dollar – Ausgang ungewiss… Da teilt man gerne das Risiko.

LMdG: US-amerikanische Firmen und Sicherheitsberater des US-Präsidenten beauftragen Blackwater, Agentengruppen nach Russland, Rumänien, Polen und in die tschechische Republik zu schicken…

CC: … und nach Deutschland, Holland und Belgien. Und nicht zu vergessen nach Korea, China und Ägypten, da geht ja auch einiges ab, da sterben ja auch Menschen…

LMdG: Also, wenn das so ist… Die schicken Geheimagenten, Spione und special forces in die ganze Welt, um schließlich Europa in einer Geheimaktion anzugreifen. Dabei werden arbeitslose Ex-Mitglieder russischer Spezialtruppen…

CC: Die sogenannten Spetsnaz, das ist das russische Gegenstück zu den US-Navy SEALS…

LMdG: angeworben, um Europas Wirtschaft im Auftrag der Amerikaner anzugriefen, nur damit die Europäer US-Gas kaufen? Das kommt mir aber sehr weit hergeholt vor…

CC: Richtig. Gut gedacht, junge Frau, es geht ja nicht nur ums Gas! Wenn Sie erlauben, komme ich gleich darauf zurück.
Ich habe ja noch eine schöne Szene, eine vierte, die im Buch schon richtig gut kommt, aber im Film wäre die einfach der Hammer!
Stellen Sie sich die Nordsee vor: Weit draußen auf See – zum Beispiel vor der Scheldemündung. Es ist rabenschwarze Nacht, es ist gegen drei Uhr morgens, der Seegang liegt nach einem Sturm noch bei fünf bis sechs, die Windstärke hat abgeflaut, sagen wir drei bis vier. Ab und zu gibt es einen Regenschauer. Am Himmel ziehen dunkle Wolken. Neumond. Es ist stockdunkel.

Der riesige Frachter steuert durch die Dunkelheit Bremerhaven an. Seegang, Wind und Regen machen ihm gar nichts aus. Wenn da jemand wäre, der das Schiff von außen betrachten könnte, würde er nur eine schwarze Silhouette mit wenigen Lichtern wahrnehmen.

Auf der Brücke haben nur ein Rudergänger und der dritte Offizier Dienst, es wird nicht geredet, nur die Instrument leuchten etwas. Die Zigarette des Offiziers glüht ab und zu auf. Das mit der Zigarette wird im Film wahrscheinlich entfallen, von wegen der political correctness, wissen Sie, naja irgendwie auch egal… Aber ich fänd´s besser mit. Der Offizier nimmt das Satelliten-Telefon, um den Agenten in Antwerpen anzurufen. Wenn die Zigarette drin bliebe, könnte die dem Dritten so im Mundwinkel kleben, wahrscheinlich wäre es dann ein französisches Produkt, die kleben besser. Nein, der Emmerich würde wahrscheinlich auf einer Marlboro bestehen, wenn die in den USA überhaupt noch Raucher im Film zeigen dürfen… Ich habe irgendwo gelesen, es gäbe schon bearbeitete Versionen von alten Bogart-Filmen, da haben die die Zigaretten raus retuschiert… Stellen Sie sich das ´mal vor. Aber ich komme vom Thema ab, ´tschuldigen Sie.

Schnitt.

Auf einem wenige Kilometer entfernt in der Nordsee schwimmenden Versorgungsschiff steigen zwölf mit Maschinenpistolen bewaffnete Männer in Camouflage-Uniformen ohne Namensschildern in zwei Hubschrauber. Es wird nicht geredet, und wenn doch, dann fliegen nur leise russische Wortfetzen durch die Nacht. Die Hubschrauber starten.

Schnitt.

Der Containerfrachter fährt weiter durch die Nacht.

Schnitt.

Im Hubschrauber legt ein Mann einen kleinen Hebel an einem Gerät um – im Umkreis von zwei oder drei Kilometern fällt der Funkverkehr aus.

Schnitt.

Auf der Brücke des Containerfrachters schaut der diensthabende Offizier verdutzt auf sein Satellitentelefon, das plötzlich nicht mehr funktioniert. Das ist ungewöhnlich!

Er schaut verblüfft auf den Hörer, er schaut auf, er schaut hilflos durch die großen Scheiben der Brücke hinaus, um zu überlegen, was da passiert sein kann. Er will gerade den Funker rufen, da sieht er die Silhouetten der beiden Hubschrauber, die keine Positionslichter aufweisen, die er also nur als schwarze Schatten vor dem dunkel wirbelnden Himmel wahrnimmt, über dem Schiff.

Schnitt.

Blick aus Blickwinkel des Piloten dem Hubschrauber auf das Schiff.

Schnitt.

Die Hubschrauber gehen tiefer. Männer fallen an Seilen aus dem Himmel. In Minuten ist das Schiff besetzt, ein Großteil der Mannschaft tot.

Schnitt.

Blick von unten auf die Hubschrauber.

Schnitt.

Auf der Brücke. Am Boden liegen der tote dritte Offizier und der Rudergänger. Ein Mann in Camouflage-Uniform hat das Ruder übernommen. Ein anderer gibt ihm auf russisch Befehle.

Schnitt.

Auf dem Versorgungsschiff betätigt ein Mann ein Schalter an einen kleinen Kasten.

Schnitt.

Panoramablick in den schwarzen Himmel. Plötzlich zucken zwei helle Lichter in der Ferne am Himmel auf.

Schnitt.

Großaufnahme: Man sieht Hubschrauber-Wrackteile ins Meer stürzen.

Schnitt.

Zwei Stunden später auf der Brücke des Containerfrachters. Das Schiff verlangsamt die Geschwindigkeit. Der der bisher die Befehle gegeben hatte, drückt auf einem anderen Kästchen auf einen Knopf. Es rumst tief unten im Schiff, mehr als 100.000 Tonnen Stahl und Ladung scheinen sich kurz aufzubäumen. Der Rudergänger legt das Ruder, das sinkende Schiff legt sich quer in die Fahrrinne…

Schnitt.

Niemand (außer der Kamera) sieht zwei Froschmänner über Bord springen.

Schnitt.

Die ersten Retter von der DGzRS finden an Bord eine tote Besatzung und zehn tote Männer in Camouflage-Kampfanzügen mit kyrillischen Namensschildern auf der Brust, einer ist der neue Rudergänger.

Schnitt.

Plötzlich explodieren zwei Container in der obersten Schicht der Container. Seltsam grünliches Licht erscheint über dem Schiff.

LMdG: Grünes Licht, was ist das denn? Strahlung? Radioaktivität? Ich dachte, die sieht man nicht?

CC: Kluges Kind – das wissen Sie, das weiß ich, dass wissen auch ein paar Physiker, aber der normale Kinogeher muss darauf aufmerksam gemacht werden, dass jetzt etwas Schlimmes passiert ist. Deshalb… Da muss man als Autor Kompromisse machen, wissen Sie, leider.

LMdG: Ach so. Sie schildern das so, als ob das alles schon passiert wäre, ich habe die Bilder geradezu plastisch im Kopf.

CC: Das ist gut! Die Männer von der DGzRS greifen sich an den Hals, ihre Augen brechen, sie bekommen keine Luft mehr, sie sterben innerhalb kürzester zeit dramatisch. Das dürfen Sie jetzt nicht schreiben, das ist natürlich alles Quatsch, so schnell stirbt man nicht den Strahlentod – aber das muss wegen der Dramaturgie so sein. Ist einfach so.

LMdG: Ach so. Und dann?

CC: Dann bricht die Wirtschaft erst ein und dann zusammen. Es kommt nichts mehr nach Europa rein und nichts geht raus, keine Wirtschaftsgüter. VW, BMW, Mercedes-Benz, die Zulieferer, SIEMENS, BASF, Bayer und alle anderen – alle die können sehr bald nicht mehr produzieren… Erst Kurzzeitarbeit, dann Entlassungen, es trifft alle…

LMdG: Aber es gibt doch so viele Häfen…?

CC: Natürlich gibt es kleinere Häfen, aber die können auch nur kleinere Schiffe abfertigen, die Infrastruktur im Hinterland ist nicht auf die großen Containerströme vorbereitet und dann fällt zufällig auch noch irgendwo eine wichtige Brücke zusammen, auf einem zentralen Verschiebebahnhof kommt es zu einem großen Chemie-Unfall, solche Sachen… Sachen, die passieren, eine unheimliche Serie, die sich niemand erklären kann. Leute, die eine Idee haben, was dahinter stecken könnte, verschwinden…

Da geht sehr bald nicht mehr viel, dann nichts mehr. Der Zusammenbruch.

Und dann – und jetzt komme ich auf Ihre Frage zurück: Alles nur wegen dem Gas? – treten ja einige schöne Nebeneffekte ein:

Ad 1: Die Russland-Connection wird mit tätiger Mithilfe der CIA sehr bald aufgeklärt. In der Folge werden die Wirtschaftsbeziehungen Europa-Russland eingestellt, um die Russen zu bestrafen. Aber man trifft Europa viel mehr!
TTIP erlaubt amerikanischen Firmen, die Macht in Europa zu übernehmen. Europäische Konzerne werden zu Spottpreisen aufgekauft – für später… Man kennt die Geschichte, die Treuhand lässt grüßen.

Ad 2: Die Chinesen verlieren einen Großteil, zumindest den zahlungskräftigsten, Ihres weltweiten Marktes, in der Folge kommt es zu riesigen Entlassungswellen und damit sehr bald zu sozialen Unruhen in China.

AD 3. Gleiches gilt für Korea.

Die großen Containerreedereien verlieren ihre Schiffe – pro Schiff jeweils ca. eine Milliarde Euro. Die Werte der Ladung kommt hinzu, aber dafür müssen die Ladungseigner bluten. Nur für die Schiffswerte müssen die Versicherungen aufkommen, europäische wohlgemerkt. Das war schon alles gut geplant…

Der Containerverkehr bricht ein, eine kurzfristige Erholung ist nicht abzusehen. Bei koreanischen Werften werden Neubauaufträge aus Europa und China storniert, damit werden schnell hohe Kapazitäten frei, um Flüssiggastanker für die USA zu bauen, die mit billigen Anleihen aus Europa finanziert werden. Die Handelsbilanz der USA jubelt. Naja, wissen Sie, Frau Goudy, diese Liste können Sie endlos…

LMdG: Oh Gott, und das haben Sie alles geschrieben?

CC: Äh, ja – aber der Schluss gefällt mir besonders gut…

LMdG: Und der geht wie…?

CC: US Präsident John Ellis „Jeb“ Bush III. bietet der EU im Jahre 2019 an, mit dem Status einer Kolonie in das WESTLICHE IMPERIUM aufgenommen zu werden. Verwaltungshauptstädte Liechtenstein und Belfast, Bremerhaven wird Stützpunkt der Atlantik-Flotte und Venedig der 2. Mittelflotte…
Äh, sagen Sie mal, die beiden da, die da gerade reingekommen sind…, mein Gott, ich glaube, wir brechen hier besser ab… Kommen Sie, wir müssen hier weg, glaube ich… Nun kommen Sie doch…

[sehr laut]

… nun machen Sie schon, Sie dumme Gans, das ist doch unwichtig, nein, lassen Sie das liegen…

Nachbemerkung

Hier bricht das Gespräch ab. Auf dem Tape unserer Mitarbeiterin sind jetzt diverse unidentifizierbare Geräusche zu hören, dann plötzlich Schreie und unmittelbar danach vier Schüsse.

Diese Schüsse müssen unsere Reporterin und den Autor sofort getötet haben. Jeder wurde mit einem Schuss ins Herz und einem in den Kopf getroffen. Sie waren sofort tot.

Zeugen sagten aus, dass der Autor sich noch halb erhoben hatte und versucht hatte Laura-Marie hochzuziehen, bevor er erschossen wurde. Sein Leichnam wurde auf dem von Laura-marie gefunden, so dass es so aussah, als habe er sie mit seinem Körper schützen wollen.

Die Zeugen sagten weiterhin aus, dass eine attraktive blonde Frau, die zwei Tische von den Opfern entfernt gesessen und eine Zeitung gelesen hatte, die beiden Mörder mit jeweils einem Kopfschuss erschossen hat. Die Frau ist dann wie vom Boden verschluckt verschwunden, niemand hat sie das Café schwabing verlassen sehen. Andere Zeugen berichteten widersprüchlich, dass da gar keine Frau gewesen war, keine blonde, und eine Blondine mit Pistole schon mal gar nicht, dass aber ein unscheinbarer Mann die Killer in einer blitzartigen Reaktion erschossen hätte, sogar mit nur einem Schuss – aber das war natürlich Unsinn.

Obwohl die Leichen der beiden Todesschützen, die albernerweise gekleidet waren, wie klein Hänschen sich Agenten vorstellt (in die Stirn gezogener Hut, Regenmantel), vor Ort gefunden wurden, konnte ihre Identität bisher nicht geklärt werden. Angeblich hatten sie keine Fingerabdrücke, angeblich sind sie in keiner einschlägigen Datenbank verzeichnet, die Kugeln konnten keiner registrierten Waffe zugeordnet werden – aber das überrascht ja keinen mehr.

Das BKA, dass die Ermittlungen sofort nach Bekanntwerden der Tat an sich gezogen hat, will weder die Identität der Schützen bekannt geben, noch die Anwesenheit eines Mannes oder einer Frau bestätigen – nur, dass irgendwer die beiden Attentäter kaltblütig und äußerst treffsicher erledigt haben müsse.

Der Redaktion wurde vor ein paar Tagen – wie oben bereits geschildert – ein Mitschnitt des Interviews unserer Kollegin mit CC zugespielt. Plötzlich lag da ein Umschlag, der einen USB-Stick mit der Datei enthielt. Niemand hat jemanden gesehen, der (oder die?) den Umschlag in den Redaktionsbriefkasten geworfen haben könnte. War dieser Informant etwa die Person (Mann oder Frau bleibt offen), die der Autor im Interview einmal als Sicherheits-Backup angesprochen hat? Es muss ihn/sie gegeben haben, sonst wären die beiden Männer in den Regenmänteln nicht gestorben.

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