Dieses ist eine sehr persönliche Website mit von mir erstellten oder ausgesuchten Inhalten. Diese sind - v.a. bei Textbeiträgen - weder "politisch" (hoffe ich) noch "gendermäßig" korrekt, und auch bei der Sprache "pfeiffe" ich auf Zustimmungen der Duden-Redaktion.

Was finden Sie hier? Quergedachte Texte, Bilder aus der Wahlheimat = von der wunderschönen Insel Rügen und Filme übers Glasmachen.
Ich hoffe, Sie haben trotzdem oder gerade deswegen Spaß auf dieser Website, die etwas anders sein will!

Empfehlung der Redaktion:
Kunstort auf Rügen:Wassermühle

Kreideküste bei Rügen
Kreideküste bei Rügen
Empfehlung

Natürlich kann man die berühmte Kreideküste erlaufen - entweder oben auf den Klippen oder unten am Strand. Es bestehen sogar zwei Möglichkeiten zwischen dem obenren und dem unteren Weg zu wechseln. Der Weg dauert ca. 4 Stunden. Den besten Blick hat man von den Schiffen dreier Sassnitzer Reedereien, die halbstündlich vom Sassnitzer Hafen aus bis zur Stubbenkammer fahren. Meistens schaukelt es auch nicht so...

Wissenswert: Kreide ist die eher umgangssprachlich genutzte Bezeichnung für hauptsächlich in der Oberkreide (Erdzeitalter 100,5–66 Millionen Jahre vor unserer Zeit) entstandene, sehr feinkörnige, meist weiße oder hellgraue Kalksteine.

Eine sehr weiche und hochporöse Variante dieser Kalksteine, die sogar mit dem Messer geschnitten werden kann, wird Schreibkreide genannt.

 

Die sog. "Stubbenkammer" ist die unmittelbare Umgebung des markanten Kreidefelsens Königsstuhl im Nationalpark Jasmund auf der Insel Rügen. "Stubbenkammer" leitet sich aus dem Slawischen ab: Stopin = Stufe, kamen = Fels.
Stubbenkammer werden die höchsten Kreidefels-Partien Rügens nördlich von Sassnitz im Nationalpark Jasmund genannt. Man unterscheidet zwischen der Großen und der Kleinen Stubbenkammer.

Die Große Stubbenkammer umfasst den 118 Meter hohen Königsstuhl selbst und die nördlich direkt angrenzende Kreidefelsformation, einschließlich der dazwischen liegenden Schlucht.

Die Kleine Stubbenkammer ist die vom Königsstuhl südlich gelegene Kreidewand mit dem Aussichtspunkt Victoria-Sicht, der 1865 anlässlich eines Besuchs des damaligen Königs von Preußen Wilhelm I. mit der Kronprinzessin Victoria (seiner Schwiegertochter) so benannt wurde. Das südlicher gelegene Kollicker Ufer und das Hohe Ufer zählen nicht mehr zur Stubbenkammer.

Stubbenkammer ist vom drei Kilometer entfernten Groß-Parkplatz in Hagen am besten mit dem Pendelbus zu erreichen, oder Fitte benutzen einen Wanderweg durch den Wald der Stubnitz.

Ein Hochuferweg führt vom sieben Kilometer entfernten Sassnitz an den Wissower Klinken entlang über die Ernst-Moritz-Arndt-Sicht, den Kieler Bach mit der dort gelegenen Auguste-Viktoria-Sicht und dem Kollicker Ort nach Stubbenkammer und von hier aus weiter zum vier Kilometer entfernten, an der Nordküste Jasmunds gelegenen Lohme.

Die Kreidefelsen der Steilküste sind ständig der Erosion ausgesetzt. Mit (fast) jedem Sturm brechen große Stücke aus den Felsen und reißen gelegentlich auch Bäume und Sträucher mit ins Meer. Die Erosion der Küste hat zugenommen, seitdem im 19. und 20. Jahrhundert größere Findlinge vor der Küste entnommen wurden, um sie für den Ausbau von Häfen zu verwenden. Die Findlinge wirkten vor den Kreidefelsen als natürliche Wellenbrecher; seit ihrem Abtransport dringt das Wasser der Ostsee mit ungebrochener Gewalt an die Steilküste vor.

Der markanteste Punkt des Nationalparks ist der 118 Meter hohe Kreidefelsen Königsstuhl, der 2004 mit in das Gelände des neuen Besucherzentrums einbezogen wurde. Die Plattform dieses aus der Küstenlinie herausragenden Kreidefelsens betreten im Schnitt jährlich 300.000 Menschen, um von dort aus auf die Ostsee und die benachbarten imposanten Küstenabschnitte blicken zu können.

Als besondere Erscheinung haben die Wissower Klinken Weltruhm erlangt. Allerdings wurden sie seit dem 24. Februar 2005 nach einem großen Uferabbruch weitgehend zerstört.