Dieses ist eine sehr persönliche Website mit von mir erstellten oder ausgesuchten Inhalten. Diese sind - v.a. bei Textbeiträgen - weder "politisch" (hoffe ich) noch "gendermäßig" korrekt, und auch bei der Sprache "pfeiffe" ich auf Zustimmungen der Duden-Redaktion.

Was finden Sie hier? Quergedachte Texte, Bilder aus der Wahlheimat = von der wunderschönen Insel Rügen und Filme übers Glasmachen.
Ich hoffe, Sie haben trotzdem oder gerade deswegen Spaß auf dieser Website, die etwas anders sein will!

Empfehlung der Redaktion:
Kunstort auf Rügen:Wassermühle

Sonnenuntergang hinter Strelasund und Stralsund
Sonnenuntergang hinter Strelasund und Stralsund
Empfehlung

Das Wichtigste zuerst: Stralsund ist eine schöne Stadt, sogar eine sehr schöne. Stralsund ist für viele das Sprungbrett nach Rügen. Von der Autobahn aus sieht man die Rückseite der Skyline von Stralsund - und sogar diese Rückansicht macht Appetit darauf, mehr von Stralsund zu sehen. Stralsund ist den Stopp wert. Ganz bestimmt.

stralsund

Blick auf Stralsund von Devin aus

HST (das Autokennzeichen steht für Hansestadt Stralsund) ist nicht groß. Nur gut 50.000 Menschen leben in Stralsund, der alten Stadt am Strelasund. Der Strelasund trennt Rügen vom Festland. Die Stadtteile, in denen die meisten Stralsunder leben, interessieren die Besucher nicht - Knieper und Grünhufe sind für sie keine Ziele. Und ganz ehrlich, sie verpassen auch nichts, wenn Sie nicht dort waren. Ganz anders die Innen- und/oder Altstadt. Die ist sehenswert! Wirklich.

Muss man nicht wissen, gehört aber irgendwie dazu: Im Jahr 1234 erhielt Stralsund das Stadtrecht. Als Gründungsmitglied der Hanse kam die Stadt durch Freihandel zu Wohlstand, sie bildete ab 1259 mit anderen Städten den Wendischen Städtebund der Hanse.

Muss man auch nicht wissen, gehört aber auch irgendwie dazu: Die Hansestädte resp. ihre Kaufleute wurden auch deshalb so reich, weil sie nicht immer nur ehrbahre Kaufleute waren, sondern, wenn die Gelegenheit sich so ergab, auch schon mal der Piraterie frönten - wenn das andere Schiff kleiner war, nach wertvoller Ladung aussah und gerade kein drittes Schiff in Sichtweite war. Auch Klaus Störtebeker hatten sie zeitweise auf der Payroll...


Stralsund-Bilder:


Die gesamte Altstadt zwischen Marien- und Nikolaikirche nebst angrenzendem Rathaus ist mit viel Liebe zum Detail (und viel Geld) wunderschön renoviert worden, mit vielen baulichen Kleinodien, die der flüchtige Besucher gar nicht auf den ersten Blick finden oder wahrnehmen wird. Empfehlenswert sind ein mehrstündiger geführter Stadtrundgang oder eine knapp einstündige Stadtrundfahrt. Danach kann man dann gezielt die eigenen Interessenschwerpunkte ansteuern - bis hin zur ältesten Hafenkneipe Deutschlands (Entschuldigung, St. Pauli, aber die Stralsunder behaupten das nun einmal).

Hauptziel der Besucher ist natürlich der Hafen mit dem Ozeaneum (Großaquerium) und der sehr dekorativ am Kai liegenden Dreimastbark "Gorch Fock". Bei dieser wegen mangelnder Seetüchtigkeit am Kai festgenagelten "Gorch Fock" handelt es sich übrigens nicht um das gleichnamige Segelschulschiff der Bundesmarine, das sich im Gegensatz zur Stralsunder "Gorch Fock" meistens irgendwo auf den Weltmeeren rumtreibt, um Marinenachwuchs auszubilden!

Wenn es einen Tipp gibt, and den der Fremde sich halten sollte, dann dieser: Halten Sie sich an Geschwindigkeitsbegrenzungen und Parkverbotszonen (und die sind fast überall!). Das gilt übrigens schon für die gesamte Anreise auf den östlichen Autobahnen... Die Stralsunder setzen die Verbote besonders gnadenlos durch. Es gibt rund um die Innenstadt und am Hafen allerdings genügend Parkplätze und Parkhäuser, und die sollte man unbedingt benutzen. Aber selbst auf den Parkplätzen mit Vorauskasse kreisen die "örtlichen Verkehrsbeauftragten" wie die Geier - 3 Minuten zu lange gestanden, heißt: Zahlen. Humor haben die wirklich nicht. Wenn man woanders mit Charme und Witz vielleicht um die Strafzahlung herum kommt - hier nicht!
Und trotzdem, der Besuch der Stadt lohnt sich, man muss eben nur aufpassen.

Highlights sind:
Ein Rundgang vom Neuen Markt (mit der großen Mariennkirche; evtl. Turmbesteigung - ohne Lift) zum Alten Markt (mit Nikolaikirche - kostet Eintritt - und altem Rathaus  mit der Lübeck-ähnlichen Fassade. Die Hanse läßt grüßen).
Interessant ist das Meeresmuseum in der Nähe vom Neuen Markt. Das Deutsche Meeresmuseum im ehemaligen Katharinenkloster ist Norddeutschlands meistbesuchtes Museum und bietet Einblicke in die Welt des Wassers und seiner Bewohner.

Drei große mittelalterliche Kirchen der Innenstadt und das Kloster der Backsteingotik zeugen von der mittelalterlichen Bedeutung Stralsunds.

  • Marienkirche von 1298 am Neuen Markt; vom 104 Meter hohen Turm der Marienkirche am Neuen Markt bietet sich ein Panoramablick über Stralsund und die Insel Rügen.
  • Nikolaikirche von 1276 am Alten Markt
  • Jakobikirche von 1303; sie wird als Kulturkirche genutzt,
  • Heilgeistkirche aus dem 14. Jahrhundert, die auch der Jakobigemeinde dient.


Zum Hafen sind es vom Alten Markt nur rund 500 Meter leicht bergab. Am Hafen erwarten Sie das Ozeaneum und die oben bereits erwähnte "Gorch Fock" sowie eine Anzahl netter Gaststätten. Und natürlich die Fähren/Ausflugsschiffe
a) nach Altefähr auf Rügen mit wunderbarem Blick auf die Skyline von Stralsund und die neue Strelasund-Brücke sowie
b) das Boot nach Hiddensee
c) das Boot "rund Dänholm
etc.
Also, Stralsund bietet dem aufgeschlossenem Touristen oder Besucher einiges.
Und nicht zu vergessen, die verschiedenen Biere der Störtebeker-Brauerei sind einen Geschmackstest wird - insbesondere das Freibier. Das ist zwar nicht kostenlos zu haben, ist aber frei von Alkohol. Und schmeckt besser als alles andere, was als alkoholfreies Bier auf dem Markt ist. Versprochen. Prost.