Dieses ist eine sehr persönliche Website mit von mir erstellten oder ausgesuchten Inhalten. Diese sind - v.a. bei Textbeiträgen - weder "politisch" (hoffe ich) noch "gendermäßig" korrekt, und auch bei der Sprache "pfeiffe" ich auf Zustimmungen der Duden-Redaktion.

Was finden Sie hier? Quergedachte Texte, Bilder aus der Wahlheimat = von der wunderschönen Insel Rügen und Filme übers Glasmachen.
Ich hoffe, Sie haben trotzdem oder gerade deswegen Spaß auf dieser Website, die etwas anders sein will!

Empfehlung der Redaktion:
Kunstort auf Rügen:Wassermühle

SOKO Köln
SOKO Köln

Seitdem Hannolore Elsner (nebst Sidekick Keinohr) vor 30 Jahren als erste Kommissarin über den Bildschirm stöckeln durfte, reißt die Nachfrage nach weiblichem Führungspersonal im gehobenen Verbrechensbekämpfungsdienst nicht ab. Insbesondere im Bereich des grassierenden Heimat-Krimi- und SOKO-Wesens können sich die einschlägigen Casting-Agenturen vor Aufträgen kaum noch retten. Dennoch bringen sie immer wieder wahre Nuggets der Schauspielkunst für den LED- und Flach-Markt hervor. Zeit für eine Höchstleistungsbilanz.

SOKO Wismar, Katrin Börensen

Die Kriminalhauptkommissarin hat sich laut Zeugenaussagen während ihrer Ausbildungszeit einen Ganzkörperstock dort, wo er gemäß übler Nachrede englischen Butlern als eingepflanzt nachgesagt wird, rachenwärts eingeführt, wobei im Verlauf dieses Vorgangs das zentrale Nervensystem in dem Bereich beschädigt wurde, der den Menschen zu mimischen Bewegungsabläufen befähigt.
SOKO Stuttgart, Martina Seiffert

Hinsichtlich andauernder Bewegungsarmut steht die schwäbische  Kriminalhauptkommissarin ihrer Mecklenburger Kollegin in Nichts nach. Auch sie wird mumienhaft über den Set geschoben, wobei sich beim zunehmend paralysierten Zuseher, dank der homunkulären Blässe und ihrer somnambulen Erscheinung, eine sehnsuchtsvolle Reminiszenz an Belphegor, das Phantom des Louvre einstellt.

SOKO Köln, Vanessa Haas

Blond und stramm gebrüstet gibt die Kommissaranwärterin im Kölner Ermittlungsensemble die Brunhilde, beseitigt aber erfolgreich diesen kämpferisch-maskulinen Eindruck umgehend, indem sie immer wieder lautlos fingerschnippsend durch das obligatorisch espresso-maschinen-bewehrte Kommissariat eilt, um ihrer Vorgesetzten, die trotz fortschreitenden Alters noch immer aussehen möchte wie Sabine Sinjen, zu signalisieren, dass sie den bisherigen Ermittlungsstand erweitern könne, um dann nach entsprechendem Aufruf ihre Neuigkeiten in der Infantil-Tonalität des „Ich weiß etwas, was Du nicht weißt“ zum Vortrag zu bringen. Weitere  Modulationen stehen nicht zur Verfügung.

SOKO 5113 München, Katharina Hahn

Das gilt auch für ihre Münchner Kollegin, die es bereits zur Kriminalkommissarin gebracht und an der Seite eines bräsigen Schwerstgebildeten, der Kafka von anderen seltenen Käferarten unterscheiden kann, jeden Gesprächspartner mit ihrer charmefrei-monotonen Metallic-Stimme schonungslos und deliquentös auf die Anklagebank schickt. Diese hohe Kunst der vokalen Eindimensionalität unterstreicht sie mit einem brutalstmöglich strafenden Blick, den man so nur auf der Domina-Schule von Altötting erlernen kann.

Minimalismus ist Kunst.
Ausdrucklosigkeit nicht.

Außer bei Buster Keaton.