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Im Oktober an den Strand? An der Ostsee? Auf Rügen? Klar! An den schönsten Strand auf Rügen, an die Schaabe. Eigentlich wollte ich den Tipp ja gar nicht geben - nachher kommen noch alle hierher...

In diesem Traumsommerjahr kündigt sich in allen aktuellen Wettervorhersagen ein "goldener Oktober" an. Da kann man schon noch an den Strand gehen, vielleicht nicht gerade zum Baden (obwohl wir heute ein paar ganz harte im Wasser gesehen haben...)!

 


Der Schlauberger sagt:

(Muss man alles nicht wissen, wenn man nur an den Strand will).

insel ruegen landkarte schaabeDie Schaabe ist eine ca. 12 im lange Nehrung auf der Ostseeinsel Rügen. Sie ist 600 und 2.000 Meter breit. Sie verbindet in einem gewaltigen Bogen die Halbinseln Jasmund und Wittow. Die Schaabe-Nehrung wurde vom Meer aufgespült und trennt heute den Großen Jasmunder Bodden und den Breeger Bodden von der Ostsee.

Im Gegensatz zur zweiten großen Nehrung auf der Insel Rügen, der Schmalen Heide mit den Feuersteinfeldern und Prora, ist die Schaabe zwischen Glowe und Juliusruh bis auf eine Försterei unbebaut.

Die Bildung der Nehrung begann vor ca. 4.500 Jahren, als Rügen noch ein Archipel bildete. Die höher liegenden Inselkerne Wittow und Jasmund ragten aus dem Meer heraus. Durch die Meeresbrandung und eine parallele Landhebung (nach der Eiszeit, als die schweren Eispanzer über Nordeuropa abgetaut waren) wurden die Küsten dieser Inselkerne langsam abgetragen und die Sedimente von Meeresströmungen zur Nehrung aufgeschwemmt. Dieser Prozess hält übrigens heute noch an.

Archäologen konnten übrigens nachweisen, dass der Teil der Schaabe im Bereich des heutigen Glowe erst 7. oder 8. Jahrhundert verlandete. Das erklärt die Bedeutung von Ralswiek und Bergen als Häfen, da die frühmittelalterlichen Seefahrer (hier übrigens keine Wikinger!) einen erheblich kürzeren Zugang zur offenen See hatten, als er heute über die Bodden besteht. Diese Verbindung von der Ostsee zum Bodden bestand übrigens bis 1892, zuletzt als mehr oder weniger verlandetes "Flüsschen".

In viel geringerem Maße als in den Feuersteinfeldern bei Mukran haben sich auch im Nordteil der Schaabe an vielen Stellen hinter der Hauptdüne Wälle aus Feuersteinen gebildet, die sehr viel früher von der Brandung hier aufgeworfen wurden.

Hinter dem Strand schützt eine bis zu sieben Meter hohe Düne das Hinterland vor Sturmhochwassern. Durch die Bepflanzung mit Strandhafer wird eine Stabilisierung der Düne erreicht, die der Abtragung durch Wind und Meeresbrandung entgegenwirkt und das Höhenwachstum fördert. Hinter der Hauptdüne folgt eine kleinbuckelige Dünenlandschaft die in der vergangeheit mehrfach, zuletzt 1957, mit Kiefern, Birken, Traubeneichen und Stieleichen bepflanzt wurde

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