Diese Website zeigt meine sehr persönliche Auswahl von Inhalten. Sie will weder politisch "korrekt" sein, noch kümmert sie sich in jedem Fall um die Meinung der Duden-Redaktion zu meinen Schreibweisen - es kann da zu Kollisionen kommen.

Kommentare bitte an KlausBock@glasklar.biz

Nee..., tut mir leid, aber die spinnen total, die Amis!

Die USA-Regierung plant tatsächlich, deutsche und europäische Firmen mit Sanktionen zu belegen, die irgendwie an der Ostsee-Pipeline Nordstream II beteiligt sind. Damit US-Konzerne mehr Profit machen!

Nach einem neuen Gesetz darf Präsident Trump Sanktionen jetzt gegen alle verhängen, die Russland beim Bau von Gaspipelines mit Investitionen, Technik oder Dienstleistungen ab einem Gegenwert von einer Million Dollar unterstützen. Das bedeutet dann Sanktionen gegen Europa, gegen Deutschland, gegen uns. Also Sanktionen unter Freunden - eine "interessante" Idee. Trump darf man ohne weiteres zutrauen, dass er das durchzieht. Vielleicht sieht er uns ja auch nicht als Freunde an? Das gäbe der gazen Sache allerdings einen Hauch von Logik, finde ich.

SPIEGEL ONLINE berichtet am 1.10.18, dass der Sonderbotschafter der USA bei der EU Sondland folgendes ausgeführt hat: "Die USA würden "Widerstand gegen US-Interessen zuwiderlaufende Energieprojekte" leisten, und zwar auf diplomatischem Weg oder durch "stärkere Maßnahmen". Stärkere Maßnahmen? Stufe 1 wären wohl Sanktionen.

Die USA-Regierung in persona Donald Trump spinnt ja noch bei anderen bi- oder multilateralen Themen (von inneramerikanischem Blödsinn mal ganz abgesehen):

  • Atomvertrag mit Iran
  • Zölle auf chinesische Waren
  • Zölle auf europäische Autos
  • Sanktionen gegen Russland wg. Ukraine-Krise
  • Ausstieg aus Umweltschutz-Vereinbarungen

etc. 

Konkret bedeuten "Sanktionen" zum Beispiel für die Nord-Stream-Partner Wintershall oder Uniper, dass sie (zunächst wirtschaftliche) Strafen der Amerikaner befürchten müssen. Auch ausländische Subunternehmer, die das russische Unternehmen Gazprom bei seinen Pipeline-Projekten stets beauftragt, könnten betroffen sein. Und natürlich Schalke 04, dessen Spieler das Gazprom-Logo auf dem Hemd tragen; nicht zu vergessen auch die UEFA, die Millionen-starke Werbung von Gazprom als Namenssponsor der Champions-League akzeptiert. Aber aus Sicht von Herrn Trump, spielen wir hier eh einen komischen "Football", um den es nicht schade ist. Gut, das wäre zu verkraften, aber das war ja auch nicht ernst gemeint...

Die Amis sind ja nicht nur hinterhältig in ihrem Eigennutz, sie sind gleichzeitig richtig offen, was sie tatsächlich mit ihren Sanktionen bewirken wollen: Es geht ihnen schlicht darum, Russlands Dominanz auf dem europäischen Gasmarkt zu verhindern und gleichzeitig US-Energieexporte zu unterstützen. Da hat man sich die Umwelt in den USA mit Fracking versaut - und tut es weiter - und Pipelines durch Naturschutzgebiete gebaut - und dann will keiner dieses Sch...Gas haben! Aus der schlichten Sicht von Herrn Trump ist das nicht einzusehen.


Ich habe vor ca. 3 Jahren eine Geschichte geschrieben, in der die Amis unsere Wirtschaft durch Angriffe auf große Container-Häfen lahmlegen (die sie dann den Russen in die Schuhe schieben), damit wir US-Gas kaufen!
Die Geschichte können Sie hier lesen.


Ziel des Pipepline-Projektes Nordstream II ist es, Gas nicht mehr aus Russland durch die Ukraine, die Slowakei und Polen nach Deutschland fließen zu lassen, sondern über die Ostsee. Damit würden Transitgebühren, die diese Länder bekommen, nicht mehr fällig werden. Zugegeben, schlecht für die Polen und die Ukraine. Diese eingesparten Gelder würden den Pipelinebetreibern und vielleicht deutschen Energie- und Gasverbrauchern zukommen.

Bemerkenswert: Allein die Ukraine erhält jährlich für den Transit je nach aktuellem Gaspreis zwischen ein und zwei Milliarden US-Dollar. Und trotzdem klaute sich die Ukraine in den (vor)letzten Wintern regelmäßig russisches Gas aus der die Ukraine querenden Pipeline, weil es dort

a) im Winter bitterkalt wird und
b) sie zu bankrott ist, um die mit Russand vereinbarten Preise zu bezahlen.

Und wir haben dann immer gesagt, das müßten die Russen akzeptieren, weil die Ukraine a. arm ist und b. friert. Die USA bestehen neuerdings darauf, dass die Ukraine von Russland für die entgangenen Transfer-Milliarden vollumfänglich entschädigt werden soll. Wahrschein fordern sie als nächstes, dass die Russen weiter mindestens ein wenig Gas in die Ukraine-Pipiline schicken müssen, damit die Ukraine es klauen kann. Man sei ja human in Washington... Crazy, oder?

Die Summe, die den USA für die Ukraine vorschwebt, entspricht übrigens ziemlich genau dem ukrainischen Militärbudget. Und die Amis wollen die Ukraine militärisch modern aufrüsten. Stichwort "Stellvertreterkrieg"! Wohin soll das Geld also in Wirklichkeit gehen? Na? Siehste! Klasse Idee. Vor allem aus russischer Sicht. Für die USA eine Win-Win-Win-Situation. Die Ukraine wird mit US-Waffen aufgerüstet, die Ukraine kann plötzlich bezahlen und die Russen sind gelackmeiert!

Wenn die Ukraine Geld braucht, könnte man vielleicht erst einmal daran denken, die horrende Korruption der Reichen und ihre Selbstbedienung am ukrainischen Staatshaushalt beenden??? Nur mal so... quergedacht.

Das Parlament des Landes bezeichneten 73,2 Prozent der Befragten Ukrainer als die am stärksten von Korruption betroffene Institution des Landes, den zweiten Platz nahm das Ministerkabinett ein mit 67,6 Prozent, mit 66,1 Prozent aller Nennungen landeten der Präsident und seine Verwaltung knapp dahinter (Zahlen aus Mai u. Sept. 2018)

Nee, die amerikanische Idee ist wirklich sowas von abgefahren...

Das wäre in etwa so, als ob Coca Cola verpflichtet würde, Pepsi Cola finanziell zu entschädigen, wenn Coca Cola eine neue braune Brause entwickeln und in den Markt bringen würde.

Ja, wo sind wir denn? Naja, US-Amerikaner, eben... - erst haben sie dumme Ideen und dann das imperiale Machtgehabe, um sie durchzusetzen. Wahrscheinlich treiben die amerikanischen Gesellschaften, die Unsummen in Fracking investiert haben und die nun auf ihrem Gas sitzen und es nicht loswerden, Herrn Trump mit Hinweisen auf gewesene und kommende Wahlspenden zum Jagen. Auch Korruption, oder?

Trump und ein paar US-Konzerne haben also vor, die USA (genauer gesagt, eine Handvoll Privatfirmen) zum großen Gasexporteur zu machen. Das, so sagte Trump neulich grinsend vor Journalisten, sei sicherlich nicht im Sinne Putins.

Ich möchte hinzufügen: Aber auch nicht in unserem. Denn wir müssen die ganze Scheiße doch bezahlen. Man muss sich mal vorstellen, was man so brauchen würde, um Europa in merkbarem Ausmaß mit US-Gas zu versorgen:

  1. Eine Flotte spezieller LNG-/Gastanker, die das Gas bei minus 175°C transportieren. Die Schiffe gibt es nicht, sie müßten gebaut werden. Da für die riesigen Tanks Spezialstähle verbaut werden müssen, die die Minus-Temperaturen aushalten, können das nur wenige Weften (das Schweißen ist das Problem!). Trump denkt natürlich an amerikanischen Werften, die gerade mal eine Flaute in ihren Auftragsbüchern verspüren.

  2. Große, technisch extrem anspruchsvolle Beladestationen in USA, die das Gas verflüssigen, und vergleichbare Entladestationen in Europa - und nicht nur jeweils eine! Die gibt es nicht, die müßten erst gebaut werden. Und die könnten, verdammt noch einmal, mit einem richtig großen Bumms in die Luft fliegen.

  3. Pipelines von den Entladestationen zum Gasnetz.

Nachdem die Europäer gemerkt haben, welche Läuse die Amis ihnen in den Pelz setzen wollten, haben offenbar diverse europäische Regierungen in Washington ziemlich stark "Alarm gemacht". Die US-Gesetzgeber haben nach der Aufregung aus Europa  in die aktuellste Version ihres Gesetzentwurfs eingefügt, dass der Präsident sich zumindest im Bereich der Pipeline-Sanktionen mit den europäischen Partnern "absprechen" solle. Er soll sich also mit uns abstimmen, dass wi Sanktionen zustimmen. Irre, oder? ich sage ja nicht ohne Grund, dass die spinnen die Amerikaner.

Wahrscheinlich soll er sich auch mit europäischen Regierungen abstimmen, wenn er unseren alten Kontinent dann eines Tages zum Armageddon eines Roboter- und Atomkriegsschauplatzes macht - natürlich nur mit ganz niedlichen (und "demokratisch-freiheitlich guten") US-Robots und US-"Mini-Nukes", die die Menschrechte achten, und natürlich nur böse nicht freiheitlich-demokratisch eingestellte Russen töten, aber uns Freiheitskämpfer ja nicht...

Wie haben wir in den Siebzigern bei Vietnam-Demos skandiert:

Amis go home 

und bleibt da und nervt nicht.

Impressum/Datenschutzerklärung

Klaus Bock, Küstenring 25 in 18439 Stralsund
Telefon: 03831 9444782, E-Mail: klausbock@glasklar.biz

Verantwortlich für den Inhalt (gem. § 55 Abs. 2 RStV): Klaus Bock, Adresse wie oben


Weil hier absolut nichts "Wirtschaftliches" stattfindet und ich als Websitebetreiber keine juristische Person/Firma bin, habe ich von einer Angabe von Steuer(Ident)nummer und Bankverbindung abgesehen. Ich hoffe, das ist für Sie okay - ansonsten können Sie mich ja fragen... (wenn es Sinn macht). Es handelt sich bei VEBQUERSTROM um eine sehr private Website, die Ihrer Unterhaltung dienen und - manchmal mit unsäglichen Kommentaren - auch zum Nachdenken anregen will. Irgendwelche wirtschaftlichen Interessen stehen an keinem Punkt dahinter! Sie können die Artikel und Bilderserien nur konsumieren, nicht kommentieren, also können Sie sich auch nicht als User registrieren. Ein Email-Versand findet nicht statt, das wäre mir viel zu viel Arbeit...

Ob die Website Cookies verwendet oder irgendwelche Daten von Ihnen speichert? Ob irgendwelche Google-Tools im Hintergrund laufen? Ehrlich, liebe User, ich weiss es nicht - und wenn, dann komme ich an diese - Ihre - Daten nicht heran. Ihre Daten interessieren mich auch nicht. Und andere kommen auch nicht an Ihre Daten, hoffe ich. Ich weiß allerdings nicht, ob irgendwelche UK-/US-Geheimdienste mitlesen!!! Also seien Sie lieber vorsichtig...


Sehenswerter Link aus Greifswald: www.raschote.de und www.raschote.com