KBDiese Website zeigt meine sehr persönliche Sicht vom Leben, von der Welt und dem ganzen Rest. Man könnte sie als antikapitalistisch und antiamerikanisch verstehen. Gut so, stimmt schon... Sie will weder politisch "korrekt" sein, noch kümmert sie sich in den meisten Fällen um die Meinung der Duden-Redaktion zu meinen Schreibweisen.
Doch, es lohnt sich evtl., hier zu stöbern!
Slartibartfass 1966
Slartibartfass 1966

Von Jungens und Deerns 1966...

So war das damals mit den Jungs und den Deerns... Die Alten werden sagen, ja, so war das! Und die Jungen werden denken: So war das?

Der folgende Text ist die Einleitung zum Thriller PHARMAGEDDON, sozusagen meine total wahre Lebensgeschichte in der pharmazeutischen Industrie... Es ist der Rückblick auf die Jugend der Hauptfiguren des Buches - und der ist noch einmal wahrer als der Rest vom Buch.


Kiel und Schwentine

15. Juni. Am Morgen stachen zwei schwer beladene Vierer bei bestem Ruderwetter vom Steg der Schülerrudervereine der Kieler Gymnasien, nun ja, nicht gerade in See, das zu behaupten wäre zu deutlich übertrieben, aber sie legten ab und ruderten langsam mit langen leichten Schlägen, in denen nicht viel Kraft lag, schräg über das ruhige Wasser des Kieler Hafens in Richtung Schwentine-Mündung.

Leute, wenn Ihr Euch wieder erkennt... freut Euch einfach an der Erinnerung!


Ein Boot war ein eleganter Renn-Doppelvierer, in ihm saßen fünf mehr oder weniger aufgeregte Mädchen der Ricarda Huch Schule, vier Ruderinnen und eine Steuerfrau, alle sehr sportlich und so um die sechzehn Jahre alt. Von vorne nach hinten waren das Regina, Meike und Susanne. Am Schlag saß Asta und gab die niedrige Schlagzahl an, man war schließlich nicht bei einer Regatta unterwegs. In dem Fall hätten die Mädchen ganz anders, mit viel mehr Kraft aus Beinen und Armen und mit einer viel höheren Schlagfrequenz richtig reingehauen, um das schlanke Boot sehr viel schneller voran zu treiben – denn rudern, das konnten die vier. Sie hatten in Regatten auf der Hörn (das ist das untere Stück der Kieler Förde) schon Vereinsboote geschlagen.
Asta, der Schlag“mann“, würde Jahre später einmal deutsche Meisterin im Frauenrudern werden und sogar eine Olympiamedaille erobern, aber das wusste zu dem Zeitpunkt noch niemand.
Als Steuerfrau hatten sie „Muck“ dabei. Rotschopf Muck war etwas kleiner als die übrigen Mädchen und für ihre Sechzehn ziemlich proper gebaut. Ihre kurzen „Hebel“ – sprich Bein- und Armlängen – verhinderten, dass sie je eine erfolgreichere Ruderin werden würde.
Sie ruderte trotzdem gerne und vor allem sehr elegant nur so zum Spaß, war fast immer gut gelaunt, lachte auch gerne und viel, hatte lockige kurze Haare und überall viele niedliche Sommersprossen, der Name „Muck“ war also passend.
Das mit Mucks niedlichen Sommersprossen „überall“ wusste Sören ziemlich genau, er hatte sogar begonnen, ein fotografisches Verzeichnis der Sommersprossen anzulegen – aus rein wissenschaftlichen Gründen, natürlich. Muck fand das irgendwie süß und ließ ihn machen ... Und dass die große, schlanke Asta verdammt gute Muskeln hatte, wusste wiederum Thorben ganz genau. Sören und Thorben saßen in dem anderen Boot.
Regina war der schlanke blonde und eher kühle Typ, den die Jungs im anderen Boot – die von Mädchen oder Frauen noch nicht viel oder besser gar nichts verstanden – aber für einen schlafenden Vulkan hielten, der, einmal ausgebrochen, nur von einem von ihnen zu löschen war. Sie waren sogar davon überzeugt, dass nur einer von ihnen diesen weiblichen Vulkan zum Ausbrechen bringen könnte… Was natürlich der pure Unsinn war. Aber das wussten die Jungens noch nicht, denn wir schreiben das Jahr 1967.
Meike und Susanne waren groß, kräftig und breitschultrig, hatten also eher echte Ruderinnen-Figuren, nach ihnen drehten sich kaum Jungs um. Kein Wunder, dass sie neben dem Schülerruderverein der Ricarda Huch-Schule im EKRC trainierten und ruderten. Aber sie würden nie Medaillen errudern. Davon träumten sie nur.
Dieses andere Boot, das so einhundert Meter hinter dem schlanken Boot fuhr, war ein breit gebautes Wanderboot, ein Riemenvierer, der für langsames Rudern mit Gepäck gebaut war.
In dem ruderten fünf wegen der Mädchen aufgeregte Jungs von der Hebbelschule, der Oberrealschule für Jungen in der oberen Feldstraße in Kiel, im Alter von von siebzehn oder achtzehn Jahren.
Hebbelschule und Ricarda Huch Schule waren so etwas wie inoffizielle Partnerschulen. An der Ricarda Huch gab es nur Mädchen, an der Hebbel¬schule dagegen nur Jungen. Co-Education wurde später an der Hebbelschule zwar eingeführt – aber bald wieder verworfen.
Für Klassenfeste bediente „man“ sich ab eines gewissen Alters jeweils bei der anderen Schule. Irgendwie mussten die Jungen und Mädchen ja das andere Geschlecht erkunden. Man kannte sich also ...
Wolfram machte sich Hoffnungen auf die kühle Regina, der große und sehr breit gebaute „Muskelprotz“ Ernst hatte ein Auge auf die ebenfalls kräftige Meike geworfen. Wolf-Dieter und „Susi“ waren die Einzigen in der Truppe, die nicht irgendwie miteinander verbandelt waren.
Aufgeregt waren alle, weil es das erste Mal war, dass die Mannschaften der beiden Schulen zu einem Ausflug mit Übernachtung im Zelt verabredet waren. 1967 war so etwas auch mit sechzehn und achtzehn Jahren keineswegs selbstverständlich und in der Geschichte der Schulen bis dato einmalig.
Natürlich wussten die Eltern und Lehrer nur die Hälfte – nämlich die, dass es einen Bootsausflug geben würde. Von einem Begleitboot, dazu noch einem andersgeschlechtlich besetzten, war weder an der Ricarda Huch noch an der Hebbelschule die Rede gewesen.
Wobei an beiden Schulen eine gewisse freche Schlitzohrigkeit – natürlich in Maßen – ohne Weiteres gerne gesehen wurde, es gehörte an beiden Schulen in diesen späten sechziger Jahren zum pädagogischen Prinzip, dass die Schüler ausgesprochen „selbstständig“ dachten und handelten.
Also hätten die verantwortlichen Sportlehrer – wären sie beim Ablegen anwesend gewesen – wahrscheinlich schmunzelnd zur Seite geschaut und so getan, als ob sie von einem zweiten Boot nichts sähen. Aber so früh am Morgen war kein mahnender Lehrer anwesend gewesen. Die älteren Schüler unter den Mitgliedern der Schülerrudervereine hatten Schlüssel für die Bootshäuser und konnten sich jederzeit Boote nehmen. Man musste sich, das Fahrtziel und die vorgesehene Rückkehrzeit nur in ein dickes Buch eintragen. Ein Ausflug oder ein Training auf der Kieler Förde, damals wegen des Kiel Kanals immerhin eine der meistbefahrenen Schifffahrtsstraßen der Welt, erforderte sowieso viel Verantwortungsbewusstsein bei den jungen Ruderern, was war da schon ein „gemischter“ Ausflug auf der ruhigen Schwentine…
Nach einer halben Stunde waren beide Boote am Schwentinefall angekommen. Hier endet die Schwentine  in einem kleinen Wasserfall von vielleicht zwei Metern Höhe, um hinab in den Kieler Hafen zu fallen. Eine Schlepp- und Tragestelle erlaubt kleinen Booten den Übergang vom Hafen- auf das Flussniveau und umgekehrt.
An dem kleinen Steg herrschte großes Hallo, denn erst jetzt wagten es „die Paare“, Sören und Muck und Thorben und Asta sich richtig zu begrüßen, also zu küssen.
Wolfram versuchte es bei Regina, aber damals war das Wangen-Küsschen zur Begrüßung in Norddeutschland noch nicht angekommen. Regina drehte sich also scheu (nur ein wenig und nicht zu sehr) von Wolframs suchendem spitzen Mund weg. Im Wegdrehen achtete sie allerdings sehr darauf, dass ihr kleiner Busen Wolfram am Arm berührte. Der war wie elektrisiert, sie tat selbstverständlich so, als habe sie nichts bemerkt.
Die Jungens waren natürlich Gentlemen, sie halfen den Mädchen beim Entladen ihres Bootes (vor allem die Zelte waren schwer) und trugen das Boot hoch über ihren Köpfen unter lautem Gekicher und vielen frechen Bemerkungen und Wassergespritze der Mädchen den kurzen Weg hinauf, bis sie es ins Wasser der Schwentine setzen konnten.
Anschließend schleppten die Jungen ihr sehr viel schwereres Boot den ihnen jetzt viel länger und steiler erscheinenden Weg schnaufend und keuchend hoch – die Mädchen schauten nicht mehr zu ...
Die Burschen schafften es natürlich trotzdem, setzten ihr Boot in das Wasser der Schwentine, holten müde ihr Gepäck vom unteren Steg – dann brauchten sie eine Pause. Natürlich waren sie nach ein paar Minuten wieder „fit wie ein Turnschuh“. In dem Alter hatten sie Kraft ohne Ende! Beim Handballtraining bei Holstein Kiel standen Sören und Thorben erst das durchaus anspruchsvolle Training der Junioren durch – nur, um anschließend noch bei den „Männern“ mitzumachen, und denen beim zweitausend Meter Lauf die Show zu stehlen.
Die Mädchen saßen schon wieder in ihrem Boot, ließen sich vom Steg albern lachend abstoßen, rollten in ihren Rollsitzen vor, dann gab Muck das Kommando und Asta und die anderen machten rhythmisch die ersten Ruderschläge.
Muck rief den Jungens noch winkend zu: „Ihr könnt uns ja einholen… spätestens an der Raisdorfer Mühle.“ Das war nämlich die nächste Tragestelle einige Kilometer flussaufwärts.
„Wenn ihr es schafft, uns vor der Mühle einzuholen, gibt es eine Belohnung!“. Sie ließ offen, welche. Als die Jungen zehn Minuten später ebenfalls ablegten, stellten die sich nur noch vor, was das wohl sein könnte und kamen nur auf das, was die Mädchen keinesfalls gemeint hatten! Deshalb legten sie sich ordentlich ins Zeug. Jungens in dem Alter können sich sehr „ins Zeug legen“, wenn sie sich etwas – was wohl? – einbilden...
Natürlich holten sie die Mädchen ein, und natürlich lachten die nur und versprachen dann wieder „etwas“ für den Abend, was sie wieder nicht genauer definierten. Und die Jungen dachten wieder nur „das eine“... (an was die Mädchen keinesfalls dachten, weil Mädchen in dem Alter zwar neugierig, aber ganz anders gestrickt waren als Jungen).
Gegen siebzehn Uhr und diverse Mückenstiche später lag die Mühle weit hinter ihnen und sie suchten die Ufer nach einem Platz ab, an dem sie die Zelte aufschlagen konnten, in denen die Burschen ihre Belohnungen erwarteten.
Am Nachmittag war es schwül geworden, der Himmel hatte sich langsam mit dicken Wolken bedeckt und in den letzten fünfzehn Minuten ziemlich schnell total zugezogen, dicke, immer dunklere Wolkenberge türmten sich steil auf, es sah nach einem ordentlichen Sommergewitter aus.
Die Boote lagen ohne Fahrt dicht nebeneinander im hier relativ breiten Fluss. Die Wasser der Schwentine flossen hier sehr langsam, weshalb auch die Boote nur kaum merklich trieben. „Es wird langsam Zeit, glaube ich“, sagte Muck in Richtung des Jungenbootes und deutete in den Himmel, „da scheint ein Gewitter zu kommen. Und Blitze auf dem Wasser … – das finde ich gar nicht gut!“. Laut Lehrplan hatten sie in Physik gerade Faraday und seinen Drachen abgehandelt.
„Da drüben“, meinte Thorben daraufhin, „da drüben ist eine Wiese, da wo die Lücke im Schilf ist, ist eine gute Stelle, da sind so etwas wie ein paar Meter Strand, da können wir anlegen. Und da ist ein Haus, da können wir fragen, ob wir über Nacht zelten dürfen!“
Es waren wohl zwanzig Schläge, bis sie die von Thorben erspähte Stelle erreicht hatten. Wolfram sprang aus dem Boot in das kaum mehr als knietiefe Wasser und zog beide Boote ans Ufer.
Dabei warf er Regina vielversprechende Blicke zu, die die Blonde aus ihren blauen Augen eher kühl aber offenbar nicht völlig uninteressiert erwiderte. „Immerhin“, dachte Wolfram, „sie erwidert meine Blicke, und wie, die steht auf mich.“
„Immerhin,“ dachte Regina, „er bemerkt, dass ich nun Bubikopf trage“ und zupfte die Haarsträhne über dem rechten Auge weiter ins Gesicht.
Als alle aus den Booten ausgestiegen waren, schlug Sören vor, dass er und Muck zum Haus gehen würden, um die Erlaubnis einzuholen, auf der Wiese am Fluss zelten zu dürfen, während die anderen ja schon einmal anfangen könnten, die Zelte aufzubauen. Der Blick nach oben zum Himmel zeigte, dass es inzwischen eilte.
Die beiden marschierten händchenhaltend flott los, um das vielleicht zweihundert Meter entfernte Haus auf der Anhöhe zu erreichen. Nach noch nicht einmal fünfzig Schritten fielen die ersten Tropfen, die sie veranlassten, einander loszulassen und zu rennen – und dann öffneten sich urplötzlich alle Schleusen des Himmels; das Wasser schien aus allen Richtungen zu kommen. So ähnlich musste ein indischer Monsunregen sein, den sie gerade im Geografieunterricht erörtert hatten.
Eine flott aussehende Bäuerin erwartete sie unter einem Scheunentor, das sie wegen des aufziehenden Gewitters gerade verschlossen hatte.
„Na, ihr beiden, ihr seid ja nass wie ersoffene Kätzchen, wo kümmt ji denn her ?“, fragte sie freundlich.
„Von unten, von der Schwentine“, sagte Sören, „wir wollten fragen, ob wir unten am Fluss bei den Eichen zelten dürfen – nur für eine Nacht? Wir sind mit dem Ruderboot auf der Schwentine unterwegs. Wir machen auch nichts kaputt.“
„Und wo kümmt ji her?“
„Aus Kiel.“
„Ut Kiel? Und ihr wüllt zelten? Unten an der Schwentine? Bei den Eichen? Ja, seid ihr denn noch zu retten? Kennt ihr denn nicht den Spruch bei Gewitter: „Buchen sollst du suchen, Eichen sollst du weichen“? Naja, typisch Städter, keine Ahnung nicht von der Natur…, dass ich nicht lache, da schwemmt euch der Regen ja weg wie nix… und gefährlich ist es auch, wegen der Blitze. Da unten schlägt es gerne ein ... in die Eichen.“
„Ehrlich?“, fragte Muck und schaute sich ängstlich nach ihren Freundinnen um.
„Wie viele seid ihr denn?“, fragte die Bäuerin Muck, „Mädels sünn ook dobie?“
„Wir sind zehn, fünf Jungens und fünf Mädchen…“
„Bie dem Wetter holt euch ja der Dübel da unten, dat is´ doch keen Wetter zum Zelten, nich´.“
„Naja, was sollen wir sonst machen?“, fragte Sören, „wir sind ja nun einmal da, nicht? Das halten wir schon aus, den Regen, meine ich, der ist ja warm. Und der wird ja auch mal wieder aufhören, nicht?“
„Na, ich weiß nich´,“ sagte die Bäuerin, die vielleicht so um die Vierzig war und sehr adrett und nett aussah, skeptisch. Sie erinnerte Sören ein wenig an Mucks Mutter, die ihm auch so gut gefiel.
„Wisst ihr was, Kinners, holt man eure Plünnen, ich habe zwei große Fremdenzimmer… Ein paar müssen eben auf Luftmatratzen schlafen… Ihr habt doch welche?“
Muck nickte.
„Is´ immer noch besser, als da unten auf der Wiese mit Wasser von oben und von unten zu übernachten. Bei dem Mistwetter steigt die Schwentine ganz schnell ganz schön an. Is´ jedenfalls trocken hier und ihr holt euch nicht den Tod!“
„Danke“, sagten Sören und Muck wie aus einem Mund.
„Aber eines sage ich euch, keen Swinkram nich´, in eurem Alter“, sie taxierte die jünger als sie war aussehende Muck, „´n büschen Schmusen, von mir aus, aber mehr is´ nich´… is dat klor!“
„Ja“, sagte Sören, „völlig klar!“, und dachte bei sich, „Scheiße, so ein Mist…“, denn er hatte ganz andere Pläne mit Muck gehabt – endlich alle Sommersprossen zählen zum Beispiel, wobei die Betonung auf „alle“ lag. Und Thorben sicher auch mit Asta, das wusste er von Thorben. Die beiden waren sich völlig einig gewesen, das die Mädchen „das“ auch wollten.
Sören lief durch den pladdernden Regen zurück zu den anderen, zwischendurch rutsche er auf dem nassen Gras aus – von oben bis unten dreckig erreichte er die anderen, die genauso pudelnass wie er unter einer großen Eiche am Fluss auf ihn warteten. Am Himmel zuckten Blitze, alle schauten ängstlich drein, in den Booten stand das Wasser mehr als handhoch, das Gepäck war durchnässt, die Zelte waren noch kein Stück aufgebaut.
„Wir können bei denen übernachten“, rief Sören ins Unwetter, „scheint ´ne nette Bäuerin zu sein! Und eine Hübsche ...“
„Gott sei Dank“, antwortete Asta, „übrigens, lass das lieber nicht deine Muck hören, von wegen „hübsche Bäuerin“, Thorben pack die Sachen. Wir gehen ins Hotel.“
„Ja“, sagte Sören und lud sich sein und Mucks Gepäck auf, „aber kein Doppelzimmer für euch allein, die Bäuerin hat gesagt, dass da nix gefummelt werden darf oder so, oder nur ein bisschen, aber nicht mehr… und Männer und Frauen kriegen getrennte Zimmer!“
Wieso, wusste keiner zu sagen, aber irgendwie war die Stimmung nach dieser Ankündigung plötzlich viel entspannter. Die Zelte ließen sie unter den Eichen liegen. Bei dem Wetter würde niemand kommen, um sie zu stehlen, das war klar.
„Aber den Rum dürfen wir doch wohl trinken?“, fragte Wolfram, der eine Flasche Pott dabei hatte „oder ist deine Bäuerin auch antialkoholisch?“
„Aus medizinischen Gründen“, ergänzte Asta, „wegen der Kälte und dem Regen. Und dann geht es in die Heia. Alleine, sagt sie.“
Als sie pitschenass bis auf die Haut und verfroren mit ihrem durchnässten Gepäck oben ankamen, sahen sie aus wie eine ganze Horde ins Wasser gefallener junger Katzen, die von einer mitleidigen Seele gerade vorm Ertrinken gerettet worden waren.
Lächelnd wurden sie von der Bäuerin empfangen: „Na, denn erst einmal in die heiße Wanne“, rief sie, „ihr seid ja pudelnass. Erst die Mädchen, dann die Jungs – schön brav nacheinander! Handtücher habe ich hingelegt. Immer zwei müssen sich eines teilen, ich habe nicht so viele. Und Hunger habt ihr sicherlich auch, oder?“
Da waren es die Jungen, die heftig nickten.
„Mit dem Ruderboot seid ihr gekommen? Von Kiel? Da müsst ihr ja ganz verhungert sein…“. Das stimmte, denn die von den Müttern geschmierten mitgebrachten Brote waren entweder längst vertilgt oder völlig nass und nicht mehr zu genießen.
Nach dem heißen Bad versammelten sich nach und nach alle in der Küche, und es gab erst eine heiße Milch für jeden (je nach Geschmack mit oder ohne Kakao – von Rum war keine Rede!), anschließend eine große Schüssel Rühreier und dann Schinken- und Käsebrote. Und Cola! „Weil, Bier gibt es nur für Erwachsene“, sagte die Gastgeberin, die offenbar großen Spaß an der inzwischen wieder frohgemuten Sippe hatte. Es war richtig gemütlich in der bäuerlichen Küche. Aus einer Ecke dudelte Radio Luxemburg. Bei „Poor Boy“ mit den Lords sangen alle, inklusive Gastgeberin, die erste Strophe laut mit:

"When I was born you know
I couldn't speak "I'll go"
My mother worked each day
and she learned me to say.
Mother and father and son…"

Und dann kam von Wencke

"Beiß nicht gleich in jeden Apfel,
er könnte sauer sein,
denn auf rote Apfelbäckchen
fällt man leicht herein."


Bei den nächsten beiden Zeilen sangen die Mädchen besonders laut:

"Küß nicht jedes schöne Mädchen,
das kann gefährlich sein …"


Dabei wollten sie sich gemeinsam weglachen.
„Hören sie öfter Radio Luxemburg?“, wollte Ernst wissen, dem inzwischen auch langsam aufgefallen war, wie adrett die Bäuerin aussah – eigentlich gar nicht nach einer vom Lande geschweige, denn nach einer Bäuerin.
„Na klar“, sagte die, „für wie altmodern hältst du mich denn?“
„Warum sind sie so nett zu uns?“, fragte Thorben die Bäuerin sehr direkt, denn vom Bauern hatte noch keiner etwas zu sehen bekommen. Vielleicht hoffte Thorben insgeheim darauf, dass die hübsche Bäuerin ihn für ein sehr spezielles Dankeschön mitnehmen würde. Er wäre jedenfalls bereit gewesen, seiner „Mrs. Robinson“ alles zu geben, was die verlangen würde. Nur verlangte die nichts.
„Thorben!“, zischte Asta, die die Frage etwas zu direkt fand.
„Ach was“, winkte die Bäuerin lachend ab, „das will ich dir sagen: Weil mein Sohn, er ist in eurem Alter, im Schüleraustausch in Amerika ist, und er hat mir geschrieben, dass dort alle unglaublich nett zu ihm sind.“
„Da geben sie jetzt ein wenig zurück?“, fragte Muck.
„So in etwa…“, antwortete die Bäuerin, als die Tür aufging und der Bauer, er musste es sein, nass, dreckig und schimpfend herein kam. Er war offenbar auch vom Unwetter überrascht worden.
„Was ist hier denn los?“, fragte er seine Frau gar nicht unfreundlich, als er die Küche voller intensiv kauender junger Leute sah.
„Die sind mit dem Ruderboot von Kiel gekommen und ich habe sie quasi wie nasse Katzen aus der Schwentine geangelt“, lachte die, „ich konnte sie doch schlecht absaufen lassen, oder?“
„Nee, wohl kaum“, sagte der Bauer, „aber es wird mindestens die ganze Nacht regnen, glaube ich, auch wenn sich das Gewitter ausgedonnert hat. Wir haben doch nur zwei Zimmer?“
„Ach, das geht wunderbar“, sagte Asta, „in dem einen Zimmer wir…“. Sie deutete auf die Mädchen, „und im anderen die“, und damit zeigte sie auf die Jungen.
„Na, wenn das man gut gehen tut“, meinte der Bauer und blickte etwas finster, „nicht, dass da heute Nacht auf dem Flur die Hölle los ist ... dann fliegt ihr gleich wieder raus, das sage ich euch!“
„Ist ja schon gut, Hinnerk“, beruhigte ihn seine Frau, „ist schon alles geklärt. Die Regeln sind klar. Wieso bist du denn so nass?“, fragte sie ihn dann endlich.
„Der Trecker is´ mal wieder kaputt“, stöhnte er, „ausgerechnet…“
„Was ist denn?“, fragte Thorben neugierig.
„Keine Ahnung, irgendetwas mit dem Motor, „wird scheißteuer, die Reparatur… ausgerechnet jetzt, Schietkram!“
„Vielleicht können wir helfen?“, fragte Wolfram vorsichtig, „weil, sein Vater hier“, und er zeigte auf Thorben, „hat eine Autowerkstatt, da basteln wir ab und zu … Das Meiste kriegen wir schon hin.“
Der Bauer schaute die Jungs skeptisch an. Dann seufzte er und sagte schließlich: „Von mir aus probiert es, mehr als kaputt machen könnt ihr das alte Ding ja nicht, ist ´n alter, das Scheißding steht im Hof…, Werkzeug ist in der Scheune, da müsst ihr ihn reinschieben – viel Spaß! Ich muss zu den Tieren.“. Damit war er verschwunden. Im Radio lief jetzt „Puppet On A String“ und dann „Dear Mrs. Applebee“, wozu die Mädchen summten.
Alle mussten nun schieben helfen und mit viel „Hau-Ruck“ hatten sie den Trecker endlich in der Scheune. Nicht nur wegen des Regens hatten sie alle nur Badehosen und Badeanzüge an, die meisten Klamotten hatte die Bäuerin zum Trocknen auf der Leine in der Scheune aufgehängt.
Weil die Jungen die halbe Nacht damit verbrachten, den Trecker wieder in Gang zu kriegen, sahen sich die Mädchen abgemeldet. Wie gesagt, es waren andere Zeiten damals… als die Reize von durchaus hübschen Mädchen mit denen eines kaputten Treckers wetteifern mussten – und unterlagen.
Was nichts machte, fanden die, denn Regina hatte den schwarzen Eyeliner in ihrem Rucksack mitgeschmuggelt und übte unter dem scharfen Blick der übrigen, wie man Twiggyaugen malte, die auf beiden Seiten gleich aussahen und das war schwierig, das wussten alle.
Irgendwann in der Nacht kamen die gelangweilten Mädchen (in Jeans, außer Muck, die im Flower-Power-Kleid steckte) aus ihrem Zimmer und halfen beim Trecker bis sie genauso ölverschmiert waren wie die Jungs. Ab und zu wurde in einer versteckten Ecke der Scheune ein wenig geschmust, aber kein „Swinkram“…
Sie hatten ein altes Radio in der Scheune gefunden. Thorben hatte ein wenig daran herumgefummelt, an ein oder zwei Röhren gewackelt und jetzt lief es wieder. Sie hatten die Wahl zwischen den einzigen beiden Sendern, die für sie in Frage kamen, nämlich Radio Caroline und Radio Such. Die sendeten von umgebauten Fischdampfern, die außerhalb der Drei Meilen Zone vor der englischen Küste lagen, auf Mittelwelle Rock- und Beat-Musik. Sie hatten sich für Radio Caroline entschieden. Da der Sender immer wieder wegfadete, mussten sie ihn ab und zu wieder einfangen, bis das magische Auge des alten Radios wieder glühte. Caroline spielte die neuesten Rock- und Beat-Songs und irgendwann brüllten alle im Chor
„My bonnie is over the ocean
my bonnie is over the sea
My bonnie is over the ocean
Oh, bring back my Bonnie to me

Bring back, bring back
oh, bring back my bonnie to me, to me
Bring back, bring back
oh, bring back my Bonnie to me”
Als Radio Caroline noch „Under my Thumb“, „Bus Stop“, „Last Train to Clarksville“, „My Generation, „San Francisco“ und „Yellow Submarine“ spielte, tanzten sie ausdauernd zu den schnellen Stücken und schmusten genauso ausdauernd zu den langsamen. Asta und Muck mit ihren Jungs etwas mehr (je langsamer, je lieber), Regina zunehmend intensiv mit Wolfram.
So gegen Mitternacht hatten die Hormone die technische Neugierde überstimmt. Irgendwann verschwanden Wolfram und Regina länger in einer dunklen Ecke der Scheune. Als sie wieder zu den anderen kamen, hatte Wolfram rote Backen und grinste wie ein Honigkuchenpferd über alle vier Backen.
Gegen ein Uhr morgens – es lief gerade der aktuelle Hit der Stones „Let`s Spend the Night Together“ und die Jungens blickten ihre Mädchen auffordernd (aber erfolglos) an – erschien Hinnerk im gestreiften Pyjama in der Scheune. Er blickte erstaunt auf das Radio: „Habt ihr das alte Ding wieder zum Laufen gekriegt…? Das steht hier schon Jahre stumm rum.“
„War´n Klacks“, antwortete Thorben, der Naturwissenschaftler und Techniker unter ihnen, lässig.
„Na, prima“, sagte Hinnerk und drehte gleichzeitig dem Radio mit der Bemerkung „Schluss jetzt mit dem Lärm, die Tiere müssen schlafen…“ den Saft ab und scheuchte sie aus der Scheune und in die Betten.
„Und nix da mit „together“ “, rief er ihnen noch lachend nach, bevor er das Licht ausschaltete.
 „Was´n los?“, fragte Ernst, dem das immer noch dümmliche Gegrinse von Wolfram langsam auf den Wecker ging, ihn endlich „hast du sie etwa…?“
Wolfram hatte es mit seinem Grinsen auf genau diese Frage angelegt. Die Wangenmuskeln taten ihm schon weh. „Na, aber hallo“, lächelte Wolfram jetzt weltmännisch, "aber so ´was von …“
„Hast du sie …? Ich meine, hast du etwa mit ihr geschlafen?“, fragte Wolf-Dieter.
„Da kannst du aber einen drauf lassen“, gab Wolfram an.
„Und?“, wollte Ernst wissen, „wie war sie?“
„Ich sage dir, die Frau ist so etwas von rattenscharf, das glaubt ihr nicht. Das Heisseste seit Erfindung des Ferrari.“
„So heiß?“
„Aua“, antwortete Wolfram und tat so, als ob er sich die Finger am heißen Auspuff eines Ferrari verbrannt hätte, „ich sage dir: Noch heißer! Viel heißer…“
„Habt ihr auch französisch… ich meine…“
Wolfram war sich nicht ganz im Klaren, was „französisch“ in diesem Zusammenhang bedeutete. „Na klar, was glaubst du denn? Das gehört doch wohl dazu, oder? Dreimal hab´ ich´s ihr besorgt. Die ist so ´was von abgegangen. Habt ihr ihre Schreie nicht gehört?“
Nein, das hatte niemand – „Wohl wegen eurer lauten Musik“, vermutete Wolfram.
Regina erzählte die Geschichte im Mädchenzimmer etwas anders.
„Du hast doch mit dem nicht etwa geschlafen?“, wollte Muck wissen.
„Naja, fast, ich hätte es ja gerne mal probiert…, zuhause ist ja immer meine große Schwester da. Die ist so etwas von blöd! Die passt besser auf mich auf als die Alten. Das war die Chance …“, gab Regina zu.
„Und wie war´s?“, wollte Asta wissen, „ist der groß und richtig dick? Da… Du weißt schon… Ich meine Muskeln hat der Typ ja schon…!“
„Der hat doch keine Muskeln … da. Sag mal, hast du in Bio nicht aufgepasst? Und der ist doch nicht dick, ich meine, der Typ!“, verteidigte Regina ihre Eroberung und dann lachte sie, „naja schon… ein bisschen… geschwollen, vielleicht!“
„Wie groß ist das nun? Mehr als ein ganz dicker Regenwurm?“, wollte die neugierige und völlig unerfahrene Meike wissen.
„Naja, ganz normal… glaube ich“, gab Regina zu, „schon mehr als ein Regenwurm, selbst mehr als ein gaaanz fetter dicker… sooo genau weiß ich das jetzt auch nicht.“
Meike schüttelte sich vor Ekel – Regenwürmer mochte sie nun gar nicht.
„Hast du ihn … äh, richtig geküsst? Ich glaube, das macht man so, überall, oder?“ fragte albern kichernd Susi.
„Ach wo, bin ich gar nicht zu gekommen, nee, hätte ich auch nicht gewollt, glaube ich.“
„Und wieso hast du dann nicht mit ihm geschlafen?“, fragte jetzt wieder Muck.
„Naja, der ist ja … ich weiß auch nicht…, da hatte der jedenfalls noch die Hose an. Und dann ging nichts mehr…, irgendwie.“
Allen war klar, dann ging nichts mehr!
„Aber ihr haltet den Mund, ja, versprochen?“
Sie schworen heilige Eide, dass sie nichts und niemandem etwas von Reginas Beinahe-Abenteuer erzählen würden.
Trotz aller Bemühungen in der Scheune wollte der Trecker auch am nächsten Mittag noch nicht anspringen, weshalb Thorben seinen Vater anrief. Der schimpfte zwar erst, nicht viel – und kam dann die fünfundzwanzig Kilometer von Kiel herüber gefahren und erledigte die Reparatur im Nullkommanichts.
Dass da auch Mädchen herumlungerten, kommentierte er nicht und Thorben war ihm sehr dankbar dafür, dass er nichts sagte.
Sein Vater wollte der Bäuerin die Unterkunft der Bande bezahlen, aber Hinnerk, der Bauer lehnte ab: „Nix da“, sagte der stattdessen, „was kriegst du für die Reparatur?“.
„Nix da“, lachte Thorbens alter Herr, „danke, dass ihr die Kinder aufgenommen und vor dem Ertrinken gerettet habt.“
„Ach, da nicht für… die sind nett, wirklich, und aufgepasst haben wir auch wie die Bessenbinder, dass da nix passiert ist, außer viel von dieser lauten Musik und ein büschen Schmusekram war da nix ...“
Am nächsten Tag ruderten zwei gut gelaunte gemischte Mannschaften wieder in Richtung Kiel.
Die Mannschaften waren jetzt durcheinander gewürfelt. Klar, sie mussten sich etwas umstellen vom Riemen- auf Doppelvierer und anders herum. Aber nachdem sie ein paar Krebse gefangen und deshalb schmerzhaft die Riemenenden der hinter ihnen auf den Rollsitzenden Rudernden in den Rücken bekommen hatten, ging es ganz gut. Das Boot mit Asta auf dem Schlag und Muck, Thorben und Sören an den Riemen brauchte viel länger als das andere, weil eine bunt blühende Wiese mit einigen Büschen zwischenzeitlich einlud.
Da die Sonne schien und es nach dem Gewitter endlich wieder richtig warm war, hatten sie alle nicht viel an, die Decken waren schnell hinter den Büschen ausgebreitet (eine leichte Restfeuchte des Grases störte nicht wirklich)…
Über die nächste halbe Stunde wurde später über Generationen von jederlei blutsaugendem Stechgetier auf der Wiese – von der Mücke bis zur Pferdebremse – als das Große Fressen oder auch das Unendliche Gemetzel berichtet.
Die Wiese wurde von den Stechflüglerinnen (nur die stechen) zum Heiligen Gral an der Schwentine erklärt. Jahre später haben Bremsenmütter und -omas ihren Töchtern und Enkelinnen noch von dem Blutrausch berichtet…
Dabei lief es eigentlich ganz gut an bei unseren Paaren – bis Muck sich urplötzlich mit einem Schrei aus Sören neugierigen Fingern, die sich auf der Suche nach der allerletzten unerkannten Sommersprosse befanden, befreite, zum Fluss rannte und wild um sich schlagend hineinsprang. Sören schaute erst genau so dämlich wie Asta und Thorben, dann bemerkten auch sie die unglaublichen Schwellungen, die die Blutmahlzeiten der unersättlichen Viecher an ihren Körpern hinterlassen hatten und hüpften ebenfalls keuchend ins kühlende Nass der Schwentine.
Panikartige Flucht war ein zu schwaches Wort für das, was sie veranstalteten. Weg – nur weg hier, hieß es. Dabei waren sie doch alle vier zum Letzten bereit gewesen, doch wieder waren die Umstände dagegen. Jetzt wollten alle – verschwollen, wie sie waren – nur noch eines: Heim! Wohl vorher nicht und danach nie wieder ist auf der Schwentine so schnell gerudert worden.

Als Thorben wieder zuhause war, sagte niemand ein Wort über den gemischten Ausflug, nicht einmal sein kleiner Bruder, der sonst nie den Mund halten konnte. Wahrscheinlich war es das reine Mitleid mit dem total zerstochenen Thorben. Nur einmal, als sie alleine waren, nahm ihn sein Vater zur Seite und fragte: „Sag mal, Thorben, ihr seid schon vorsichtig, oder? Nicht, dass du mir mit einem Kind ankommst… Dafür seid ihr noch viel zu jung, beide, du und die Muck!“
Thorben winkte ab. „Ach was“, sagte er, „da ging sowieso nichts… schon wegen der Bremsen…“. Und nach einer Weile sagte er enttäuscht: „Obwohl, weißt du, die anderen aus meiner Klasse sagen alle, sie hätten schon einmal mit einem Mädchen geschlafen…“
„Und du nicht?“
Thorben schüttelte traurig den Kopf. „Nö“, sagte er, „das ist irgendwie blöd …“
Der Vater lächelte seinen Sohn an und machte etwas, was er sonst sehr selten tat: Er wischte oder streichelte ihm kurz liebevoll über den Kopf. „Weißt du was, Thorben?“, sagte der Vater immer noch lächelnd und machte eine kurze Pause, um Thorben direkt anzuschauen, „denn sag´ das doch auch.“
Thorben folgte dem Rat – die darin liegende große Weisheit begriff er allerdings erst Jahre später.


 Zum Bild

So hat man sich damals Musik verschafft:

  1. Auf Langwelle "Radio Caroline" oder Ähnliches gehört (jedenfalls keinen deutschen Sender)
  2. Mit einem Mikrofon! auf ein Tonbandgerät aufgenommen
  3. Mit einem zweiten Tonbandgerät die Werbung "rausgeschnitten"
  4. Auf einer Party abgespielt

Zum Hintergrund der elterlichen Wohnung (die war für damalige Verhältnisse ausgesprochen modern eingerichtet)

  1. Bauhaus-Sessel
  2. WK-Schrank in "Rüster"

 

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Weil hier absolut nichts "Wirtschaftliches" stattfindet und ich als Websitebetreiber keine juristische Person/Firma bin, habe ich von einer Angabe von Steuer(Ident)nummer und Bankverbindung abgesehen. Ich hoffe, das ist für Sie okay - ansonsten können Sie mich ja fragen... (wenn es Sinn macht). Es handelt sich bei VEBQUERSTROM um eine sehr private Website, die Ihrer Unterhaltung dienen und - manchmal mit unsäglichen Kommentaren - auch zum Nachdenken anregen will. Irgendwelche wirtschaftlichen Interessen stehen an keinem Punkt dahinter! Sie können die Artikel und Bilderserien nur konsumieren, nicht kommentieren, also können Sie sich auch nicht als User registrieren. Ein Email-Versand findet nicht statt, das wäre mir viel zu viel Arbeit...

Ob die Website Cookies verwendet oder irgendwelche Daten von Ihnen speichert? Ob irgendwelche Google-Tools im Hintergrund laufen? Ehrlich, liebe User, ich weiss es nicht - und wenn, dann komme ich an diese - Ihre - Daten nicht heran. Ihre Daten interessieren mich auch nicht. Und andere kommen auch nicht an Ihre Daten, hoffe ich. Ich weiß allerdings nicht, ob irgendwelche UK-/US-Geheimdienste mitlesen!!! Also seien Sie lieber vorsichtig...


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