Diese Website zeigt meine sehr persönliche Sicht von der Welt und von dem ganzen Rest. Man könnte sie als antikapitalistisch und antiamerikanisch verstehen. Gut so, stimmt schon... Sie will weder politisch "korrekt" sein, noch kümmert sie sich in den meisten Fällen um die Meinung der Duden-Redaktion zu meinen Schreibweisen.
Doch, es lohnt sich evtl., hier zu stöbern!
 Ihre Kommentare bitte an klausbock@glasklar.biz

Jonas Geschichte über Katzen

 

In unserem Haus wohnt ein kleiner Junge (so 8 oder 9 Jahre alt), der für die Schule einen Vortrag über Katzen vorgebreiten mußte. Er hat ihn mir zum Lesen gegeben. Ich fand ihn so schön, dass ich ihn hier zeigen möchte.

 

Zitat Anfang


In unserem Haus wohnt ein alter Mann mit seiner Frau und zwei Katzen. Der Mann erzählt uns Kindern manchmal etwas. Als ich ihm gesagt habe, ich müsse einen Vortrag über Katzen halten, hat er mich zur Seite genommen und mir einiges über Katzen erzählt..

Ich wohne in einem Haus mit 7 Wohnungen und 6 Katzen im Haus.

Die goldene Katze ist meine. Die schwarz-weiße Katze wohnt nebenan im Erdgeschoss. Sie darf rausgehen und fängt Mäuse. Pro Tag bringt sie bis zu vier nach Hause, wie viel sie draußen frißt, weiß ich nicht. Das erste Stockwerk ist katzenfrei, hier wohnen keine Katzen, bloß ein Mädchen. Im zweiten Stockwerk wohnt ein altes Ehepaar. Sie haben zwei Katzen. Und ganz oben, im dritten Stockwerk wohnt eine Familie, die zwei Katzen haben soll, aber die hat noch nie jemand gesehen.

Meine Katze ist die schönste von allen. Sie ist ganz weich und flauschig und schmust gerne mit mir. Dann schnurrt sie leise.

Obwohl sie so gerne schmust, sind Katzen Raubtiere. Das bedeutet, sie fangen andere Tiere als Beute.

Unser alter Nachbar aus dem zweiten Stockwerk war Zoologe. Jetzt ist er zu alt zum Arbeiten. Meine Mama hat gesagt, er kenne sich gut aus mit Katzen. Er erzählt mir manchmal Sachen von Katzen oder von wilden Bienen oder von Bäumen. Meine Mama hat gesagt, ich kann ihm vertrauen.

Er hat mir gesagt, dass er als Zoologe zwischen Groß- und Kleinkatzen unterscheidet. Großkatzen sind Tiger (die leben in Asien), Löwen und Leoparden (die leben in Afrika) und Pumas (die leben in Amerika). Kleinkatzen sind unsere Haus- und Wildkatzen (die leben auf der ganzen Welt).

Alle Katzen sind Raubtiere. Das sieht man an ihrem Gebiss. Sie haben nämlich ziemlich große Fangzähne. Ihr ganzes Gebiss ist auf Fleischfressen ausgelegt, hat der alte Mann gesagt. Und dann hat er noch gesagt, dass es Menschen gibt, die ihre Katzen vegan ernähren – das sei ein Verbrechen am Tier, hat er gesagt und sah dabei richtig wütend aus. Er hat mir dann noch erklärt, was vegan bedeutet. Das möchte ich auch nicht essen. Und meine Mama sagt, daß ich das auch nicht muß.

Die großen Katzen fangen große Beutetiere (z.B. Zebras und Büffel), die kleinen fangen kleine Beutetiere wie Mäuse, Spitzmäuse, Maulwürfe, Hamster und kleine Vögel. Das wäre ja auch komisch, wenn eine kleine Katze eine große Kuh fangen wollte! Das geht ja nicht. Ein Raubtier ist immer größer als die Beute - außer bei Löwen.

Großkatzen und Kleinkatzen sind einander sehr ähnlich. Das betrifft den Körperbau (die großen sind nur viel größer) und das Verhalten.

Ein seltsamer Unterschied besteht aber darin, dass Kleinkatzen beim Ein- und Ausatmen schnurren können, Großkatzen aber nur beim Einatmen, sagt der alte Mann aus dem zweiten Stockwerk. Katzen schnurren, wenn sie sich wohlfühlen, sie knurren, wenn sie sich ärgern oder Angst haben. Knurren bedeutet, sei bloß vorsichtig, gleich schlage ich zu. Im Gegensatz zu Hunden, die mit dem Maul zubeißen, schlagen Katzen eher mit den Pfoten zu. Ihr Maul ist ja auch viel kleiner als das von Hunden.

Alle Katzen haben Schnurrhaare. Aber die haben nichts mit dem Schnurren zu tun, die heißen nur so.

Es gibt sehr viele Hauskatzen in Deutschland. Das liegt sicherlich auch daran, dass sie so niedlich aussehen: Sie haben eine kurze Schnauze und ganz große Augen, die vorne am Kopf sitzen und wie beim Menschen parallel nach vorne schauen. Bei Kühen ist das zum Beispiel ganz anders, die haben die Augen seitlich am Kopf. Das liegt daran, dass Kühe grasende Tiere sind, die aber typische Beutetiere sind, und immer die Umgebung darauf hin beobachten müssen, ob irgendwo ein Raubtier (Löwe) lauert. Die Katze als Raubtier müsse dagegen nach vorne schauen, um Beutetiere zu sehen. Die beide nebeneinander liegenden Augen, erlaubten ein dreidimensionales Sehen, sagt der alte Mann, und das erlaube ihnen die Entfernung zu einem Beutetier (Maus oder Vogel) ganz genau abzuschätzen. Das müssen sie können, damit sie nicht daneben springen, wenn sie ihre Beute fangen wollen.

Außerdem haben Katzen noch ein schönes Fell, dass man streicheln kann. Auch das mögen Menschen, die Katzen mögen. Der alte Mann sagt, dass es ein Irrglaube sei, dass Katzen nur mit dem Strich gestreichelt werden mögen. Das stimmt, denn meine mag auch gerne gerubbelt werden, also mit und gegen den Strich.

Katzen haben übrigens drei Arten Haare: Kurzes Unterfell, längere Haare im Oberfell und Schnurrhaare. Die Schnurrhaare sind nicht zum Schnurren da. Sie bilden ein Tastorgan, das wir Menschen nicht haben. Vor allem in der Dunkelheit, helfen ihnen die Schnurrhaare, sich in engen Räumen zu orientieren.

Der Kopf einer Katze entspricht dem Babyschema des Menschen. Das bedeutet, sie sehen ungefähr so aus wie Menschenbabies und deshalb finden wir sie niedlich, sagt der alte Mann. Nebenan ist gerade ein Baby geboren worden. Ich finde es gar nicht niedlich sondern hässlich. Das wächst sich noch zurecht, hat mir meine Mutter erklärt, und ich hätte auch einmal so ausgesehen. Das glaube ich aber nicht.

Der alte Mann hat mir noch erzählt, dass die Hauskatzen zuhause ganz liebe Schmusetiere sind – aber wenn sie das Haus verlassen, ändert sich ihr Charakter in dem Moment, wenn sie über die Türschwelle gehen. Dann wird angeblich aus dem Schmusetier ein richtiges Raubtier. Der alte Mann hat auch gesagt, dass man sagen könnte, dass Katzen sich ihre Menschen halten und nicht Menschen sich die Katzen. Weil Katzen es nämlich schaffen, dass die Menschen tun, was die Katzen wollen und nicht umgekehrt.

Menschen, die sich eine Katze halten, mögen die Katzen wahrscheinlich deshalb, weil Katzen auch als Haustier unabhängig bleiben und kaum zu dressieren sind. Deshalb sieht man im Zirkus auch keine Dressuren mit Kleinkatzen. Und die Raubtierdressuren mit Tigern und Löwen lassen die Tiere eigentlich auch nur von Podest zu Podest springen, also tun sie etwas, was ihnen angeboren ist. Andere Tricks sieht man kaum.

Hunde passen sich dagegen dem Menschen an. Da sind sie ganz anders als Katzen. Wir  haben eine Katze und einen Hund. Das sei selten, sagt der alte Mann. Aber es gibt es sogar, dass Hunde und Katzen sich befreunden.

Das sei erstaunlich, sagt er, denn Katzen und Hunde sprechen eine ganz andere Sprache. Wenn ein Hund sich freut, wedelt er mit dem Schwanz. Wenn eine Katze mit dem Schwanz schlägt (das sieht fast wie Wedeln aus), ist sie wütend. Dann sollte der Hund lieber vorsichtig sein, denn die Katzenpfoten haben scharfe Krallen, die schwer verwunden können.

Katzen können ihre Krallen einziehen, Hunde nicht. Deshalb können Katzen auch so leise schleichen, was Hunde nicht können.

Ab und zu müssen Katzen die Krallen erneuern. Sie wissen, wann es soweit ist, weil es juckt, sagt der alte Mann aus dem zweiten Stockwerk. Sie lecken dann die Pfoten ganz häufig und kauen an den alten Krallen. Endlich können sie die Krallen abziehen. Unter den alten Krallen sitzen dann schon die neuen scharfen Krallen. Das sei sehr praktisch, sagt der alte Mann, denn Katzen hätten ja keine Nagelfeilen, um die Krallen zu schärfen.

Der alte Mann hat mir erklärt, dass es ab und zu zu Kämpfen zwischen Hund und Katze kommt. Er sagte mir, dass eine Katze, die von einem großen Hund auf freiem Feld erwischt wird, eigentlich keine Chance hat, weil sie wegläuft und der schnellere Hund sie im Lauf von hinten packen kann. Er beißt sie dann tot. Wenn es die Katze aber bis zu einer Mauer schaffe, und der Hund sie von vorne angreifen muss, dann habe der Hund eigentlich keine Chance, weil er mit seiner sehr empfindlichen Nase und den Augen durch die Pfoten mit den rasiermesserscharfen Krallen hindurchbeißen muss. Und das muss so weh tun, dass der Hund es nur einmal versucht. Ein zweites Mal wird er es nicht versuchen, dafür ist er zu klug geworden.

Katzen sind Dämmerungsjäger, sagt der alte Mann. Das bedeutet, dass sie vor allem in der Dämmerung und nachts jagen. Tagsüber schlafen sie eher.

Weil sie nachts jagen, verfügen sie über zwei speziell angepasste Sinne: Augen und Ohren.

Tagsüber können Katzen nicht besonders gut sehen, nicht so gut wie Menschen. Sie sehen vor allem Schwarz-Weiß und kaum Farben. Nachts können sie viel besser sehen als wir. Ihre Augen sind speziell als Dämmerungssehen angepasst. Das Licht fällt ins Auge, geht durch die Linse in die Sehzellen. Soweit ist es wie beim Menschen. Aber dann wird es anders. Hinter den Sehzellen liegt eine spiegelnde Schicht. Der alte Mann hat es mir aufgeschrieben. Diese Schicht heißt Tapetum luzidum. Übersetzt heiße das leuchtender Teppich. Sie spiegelt das Licht noch einmal in die Sehzellen. Die Katze sieht Licht also zweimal.

Man kann das sehen, wenn Licht im Dunkeln, in ein Katzenauge fällt. Die Augen leuchten dann geheimnisvoll.

Außerdem können Katzen unglaublich gut hören. Sie hören so gut, dass auch eine blinde Katze noch Mäuse fangen kann. Sie hört dann genau, wo sich eine Maus befindet. Die Katzenohren sind groß und sehr beweglich. Manchmal bewegen sich die Ohren sogar bei einer schlafenden Katze, wenn von irgendwo her, leise Laute kommen.

Katzen träumen übrigens auch. Bei meiner Katze kann ich das sehen. Dann bewegen sich ihre Pfoten und Ohren und sie gibt leise Laute von sich. Das sieht sehr niedlich aus.

Vor ein paar Tagen ist eine der beiden Katzen aus dem zweiten Stockwerk in unseren Garten gefallen. Sie hat sich nicht verletzt. Sie war nur etwas bedröppelt und hat lange dort gesessen, wo sie auf den Rasen gefallen ist. Ihr ganzer Körper sei ein lebender Stoßdämpfer, hat der alte Mann gesagt, der fange die ganze Energie auf. Aber das kann die Katze nur bis zu etwa 8 Meter Höhe, darüber ist der Aufprall so schwer, dass sie sich verletzt oder sogar stirbt.

Katzen hätten eben keine 7 Leben, hat der alte Mann gesagt, auch wenn manche das behaupten. Das sei dumm, hat er gesagt, Katzen leben auch nur einmal.

Es gäbe noch viel über Katzen zu erzählen, hat der alte Mann gesagt, aber er wurde dann müde und wollte ein Nickerchen machen. Das tun alte Katzen übrigens auch immer häufiger, je älter sie werden, hat er noch gesagt.  


Zitat Ende

 

Impressum/Datenschutzerklärung

Klaus Bock, Küstenring 25 in 18439 Stralsund
Telefon: 03831 9444782, E-Mail: klausbock@glasklar.biz

Verantwortlich für den Inhalt (gem. § 55 Abs. 2 RStV): Klaus Bock, Adresse wie oben


Weil hier absolut nichts "Wirtschaftliches" stattfindet und ich als Websitebetreiber keine juristische Person/Firma bin, habe ich von einer Angabe von Steuer(Ident)nummer und Bankverbindung abgesehen. Ich hoffe, das ist für Sie okay - ansonsten können Sie mich ja fragen... (wenn es Sinn macht). Es handelt sich bei VEBQUERSTROM um eine sehr private Website, die Ihrer Unterhaltung dienen und - manchmal mit unsäglichen Kommentaren - auch zum Nachdenken anregen will. Irgendwelche wirtschaftlichen Interessen stehen an keinem Punkt dahinter! Sie können die Artikel und Bilderserien nur konsumieren, nicht kommentieren, also können Sie sich auch nicht als User registrieren. Ein Email-Versand findet nicht statt, das wäre mir viel zu viel Arbeit...

Ob die Website Cookies verwendet oder irgendwelche Daten von Ihnen speichert? Ob irgendwelche Google-Tools im Hintergrund laufen? Ehrlich, liebe User, ich weiss es nicht - und wenn, dann komme ich an diese - Ihre - Daten nicht heran. Ihre Daten interessieren mich auch nicht. Und andere kommen auch nicht an Ihre Daten, hoffe ich. Ich weiß allerdings nicht, ob irgendwelche UK-/US-Geheimdienste mitlesen!!! Also seien Sie lieber vorsichtig...


Sehenswerter Link aus Greifswald: www.raschote.de und www.raschote.com