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Früher war alles einfacher, da hieß das hier Querdenken, Querdenkereien oder Quer-ich-weiß-nicht-was. Dann kamen diese unegalen Möchtegern-Querdenker, die verrückten Ärzte, Köche, Nazis, Impfgegner und Gates-Feinde, die allesamt Corona ablehnen, und das auch öffentlich abstands- und maskenlos protestieren. Mit denen möchte ich bitte auf keinen Fall in einen Topf geworfen werden. Deshalb kein Querdenken mehr, das könnte verwechselt werden, jetzt bin ich eben am ceterum censeo...
 Bananenbuch
"Wenn Bananen "Wenn Gondeln Trauer tragen" sehen.
Ein außergewöhnlicher Fotocomic, den man gelesen haben muss

Hier in voller Länge

Inne Kneipe: Ich will meinen Zettel wieder haben

Plädoyer für eine "gute, alte Kneipenrechnung" auf einem altmodischen Zettel... Sie wissen, was ich meine!

Sind Sie in letzter Zeit mal in einem Restaurant zum Essen gewesen? Oder haben Sie in einer Bar etwas getrunken? Oder in einer Kneipe ´ne Currywurst verzehrt (kann auch etwas anderes geschmacklich-preislich Höherwertiges gewesen sein)? Nicht in einer oiden Boazn oder in einem historischen Dörpkro, nein, in so etwas Modernem, mit jungem Publikum... In den alten Kneipen von den Alpen bis zur Nordsee bekommt man ja immer noch seine kleine Rechnung auf diesen kleinen Zetteln von diesen billigen Blocks – Sie kennen die doch. Die sind aber auch gemütlich und nicht modern.

Heute war ich mit drei Gästen in einem Restaurant. Irgendwann kam der Moment des Bezahlens der Rechnung. Was machen Sie also?

„Frollein, zahlen bitte“ oder „Herr Ober, ...“

„Komme sofort!“ Bis dahin ist alles gut.

Er|sie|es (um es gendermäßig korrekt auszudrücken) kommt sogar relativ flott und hält Ihnen, nein, nicht den klassischen Kneipenzettel mit einer handschriftlich notierten Aufrechnung inkl. einer mehr oder weniger korrekt berechneten Endsumme hin, nein, wir sind in modern times, Sie kriegen einen Schreck, weil Ihnen ein elektronisches Gadget (ein Pad?) mit buntem Bildschirm sehr kurz unter die Nase gehalten wird. So kurz können Sie auf die kurze Entfernung gar nicht gucken... Sie haben keine Zeit, sich auf dem Bildschirm auch nur halbwegs zu orientieren, geschweige denn, etwas zu lesen oder gar zu verstehen. Dann ist das Gadget wieder fort. Bunt war´s, das haben Sie gesehen. Mehr nicht.

„90,10 €“, sagt er|sie|es dann.

„Äh, ja..., oha“, meistens ist man als älterer Gast zu perplex, um mehr zu sagen. 

Altmodischer Zettel ist offenbar nicht mehr. Der Kellner nuschelt auch nicht mehr im Beisein des Gastes die Liste des Verzehrs und notiert die passenden Preise, die man mit guten Ohren leidlich überprüfen kann.

Nein, alles ist komprimiert in „90,10 €“. Das war´s. Man nestelt also seine Geldbörse heraus, sucht altmodisch zwei Fünfzig-Euro-Scheine heraus und murmelt „Stimmt schon!“ und denkt sich, „was war das denn?“

Damit hat man bezahlt, klar. Damit ist man ´raus...

Aber halt mal, hat die Rechnungssumme eigentlich gestimmt? Kann man Kellner oder Kellnerin trauen? Wahrscheinlich oder besser: Hoffentlich! Ich will denen ja auch gar nichts unterstellen – von wg. Absicht... Aber die könnten sich doch geirrt haben, oder?

Zählt die Rechnung überhaupt das auf, was an diesem Tisch bestellt worden ist? Stimmen die Anzahlen der verzehrten Gläser Wasser, Bier und Wein? Mein Gott, wenn man ein paar Jahrzehnte auf dem Buckel hat, ist man von Kellnern auf der ganzen Welt – natürlich völlig ungewollt! – schon so etwas von verarscht worden... – wie häufig hat man irgendwo in der Fremde schon mal das Tagesdatum mitbezahlt?

Wer das Buch „Per Anhalter durch die Galaxis“ gelesen hat, dass das Raumschiff Bistromath sich nur aufgrund der Unwahrscheinlichkeiten in Kneipenrechnungen durch das Weltall bewegen kann.

Klar auf deutlich ausgesprochenen Wunsch erhält man einen steuerlich akzeptierten Bewirtungsbeleg. Den will ich gar nicht. Ich will nichts absetzen - nein, ich will nur mal sehen...

Sie können jetzt natürlich einweden, dass der|die|das Wirt das Gadget eingeführt hat, um seinerseits nicht beschissen zu werden. Gut, das liesse eigentlich hoffen, andererseits bestätigte das ja meine Befürchtung, oder? Also wird betrogen? Mit dem Zettel noch mehr als mit dem Gadget und immer zu Lasten des Gastes? Nö, ich kann ziemlich gut und ziemlich schnell im Kopf rechnen, mehr so überschlagen... Das haben wir damals noch in der Grundschule gelernt. Im Großen und Ganzen kam ich in Kneipen|Bars|Restaurants rechnungs- und bezahlmäßig ein Leben lang ganz gut hin, glaube ich. Und so manchen "Zahlendreher" habe ich entdeckt - meistens zu meinen Gunsten...

Ich habe heute nach der xten Rechnung ohne Zettel erstmals um eine ausgedruckte Rechnung gebeten. Die anderen am Tisch haben mich erstaunt angesehen. Erstaunt, nicht vorwurfsvoll! Irgendwie kam ich mir blöd vor. Warum eigentlich?

Antwort (leicht beleidigt): „Das Gerät verrechnet sich nicht!“

„NEIN, das habe ich auch nicht vermutet...“, ich habe eigentlich gar nichts vermutet. Ich wollte nur mal sehen... Das Gerät verrechnet sich nicht, mag sein, es ist sogar sehr wahrscheinlich, dass es sich nicht verrechnet. Aber es kann nur korrekt berechnen, was korrekt eingetippt wurde. Und da ist der Faktor Mensch = Kellner (er|sie|es), und der kann Fehler machen, nach meiner Erfahrung neigt der Mensch sogar dazu. Ich will jetzt nicht behaupten, als Keller (er|sie|es) ganz besonders... Nein, aber in einem Ferienort (das war einer) ist der Gast mit großer Wahrscheinlichkeit morgen fort. Mein Gott, man will sich ja nichts Schlimmes denken...

„Ich kann Ihnen das natürlich auch ausdrucken.“ („Du misstrauischer alter Knacker“, hat der Kellner nicht gesagt). Aber der Tonfall hat es ausgedrückt.

„Ja, bitte, wenn es Ihnen nichts ausmacht.“ („Du kleine freche Rotznase“, habe ich nicht gesagt und auch nicht: „Du hast 10 € Trinkgeld eingesackt! Dafür kannst Du arbeiten.“)

Nach einer Weile kam er mit dem Ausdruck auf Papier und dem im Gesicht, der absolut klar ausdrückte, was er von mir hielt: Nichts!

Ich warf nur einen sehr kurzen Blick drauf, es sah korrekt aus, ich erkannte unsere Bestellungen wider, ich überschlug, fand´s okay, zerknüllte den Ausdruck und sagte „Geht doch!“, stand auf und ging.

Draußen sagten die anderen drei vom Tisch mir, endlich sage mal einer was...

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Ob die Website Cookies verwendet oder irgendwelche Daten von Ihnen speichert? Ob irgendwelche Google-Tools im Hintergrund laufen? Ehrlich, liebe User, ich weiss es nicht - und wenn, dann komme ich an diese - Ihre - Daten nicht heran. Ihre Daten interessieren mich auch nicht. Und andere kommen auch nicht an Ihre Daten, hoffe ich. Ich weiß allerdings nicht, ob irgendwelche UK-/US-Geheimdienste mitlesen!!! Also seien Sie lieber vorsichtig...