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Früher war alles einfacher, da hieß das hier Querdenken, Querdenkereien oder Quer-ich-weiß-nicht-was. Dann kamen diese unegalen Möchtegern-Querdenker, die verrückten Ärzte, Köche, Nazis, Impfgegner und Gates-Feinde, die allesamt Corona ablehnen, und das auch öffentlich abstands- und maskenlos protestieren. Mit denen möchte ich bitte auf keinen Fall in einen Topf geworfen werden. Deshalb kein Querdenken mehr, das könnte verwechselt werden, jetzt bin ich eben am ceterum censeo...
 Bananenbuch
"Wenn Bananen "Wenn Gondeln Trauer tragen" sehen.
Ein außergewöhnlicher Fotocomic, den man gelesen haben muss

Hier in voller Länge

Presseschimpfe zur Bahnhofsschubser-Berichterstattung

Über diesen Bahnhof-Schubser und die Berichterstattung

Sie haben das von dem Frankfurter Bahnhof-Schubser gelesen, der einen Jungen und seine Mutter vor einen einfahrenden ICE geschubst hat. Der Junge starb, die Mutter überlebte. Schlimme Sache, unzweifelhaft!

Klar haben Sie das gelesen, geben Sie´s zu, Sie konnten an der Geschichte ja gar nicht vorbeikommen, egal ob Radio, TV oder Print, alle Pressemedien haben sich ja überschlagen in ihrer Anteilnahme. Die Frage ist ja nur, mit welchen Gefühlen Sie sich den Artikeln, Radiobeiträgen oder TV-Beiträgen hingegeben haben: Neugier, Gier, Faszination, Schauer oder Distanz. Außerdem ist es Ihre Sache, ganz allein Ihre Sache, mich geht das nix an. Mir geht es um die Scribenten, die sich so nennenden "Journalisten", die heute alle ein Studium und diverse wichtige Praktika und|oder eine Journalistenschule vorweisen können - nichts, was man in der Berichterstattung merken würde...

Ehrlich gesagt, ich habe versucht, diesem unglaublichen Presserummel auszukommen. Das ist aber kaum möglich. Selbst heute noch reitet SPIEGEL ONLINE auf irgendwelchen Nebenaspekten herum. Muss sich doch lohnen!

Inzwischen hat sich ja wohl herausgestellt, dass der Mörder?|Schubser sich in psychiatrischer Behandlung befand. Das ist natürlich echt geil, da kann der dümmste Redakteur ´was draus machen...

Wie gesagt, ich habe es versucht, einer Radiosendung auf NDR Info bin ich aber nicht ausgekommen: Der NDR hat seine Korrespondenten in der halben Welt befragt, ob und wie man solchen Vorkommnissen in anderen Ländern vorzubeugen versucht? Aus Japan kam die Meldung, die Japaner hätten ein System von Sperren auf Shinkansen-Bahnhöfen, das gut funktioniere, aber darauf aufbaue, dass die Shinkansen-Züge zentimetergenau anhalten könnten und darüber hinaus auf vielen Aufpassern mit weißen Handschuhen. Die weißen Handschuhe schienen dem Reporter zu Folge dabei eine wichtige Rolle zu spielen. Japaner lieben, dem Korrespondenten zufolge weisse Handschuhe! Ich zweifle, dass das in Deutschland klappen würde – schon das zentimetergenaue Anhalten und die Bundesbahn, das scheint mir sich einander auszuschließen. In England haben sie offenbar nix (auch keine schnellen Züge) – aber Engländer stehen halt gerne in Schlangen ("queuing"), wenn sie auf etwas warten. Auch das scheint mir für unsere Bahnhöfe eine ungeeignete Idee zu sein, wo es doch eher chaotisch zugeht. In Spanien haben sie irgend etwas, ich weiß aber nicht mehr was... In irgendeinem Land (es KÖNNTE sich um Frankreich handeln?), haben sie Bahnsteigkarten und lassen die Menschen erst auf den Bahnsteig, wenn der Zug gehalten hat. Das hört sich langwierig und langweilig an, könnte ich mir aber für die Bundesbahn sehr gut vorstellen. Ich kann mich aus meiner Kindheit noch an Bahnsteigsperren mit Kontrolleur und Bahnsteigkarten erinnern. Aber damals hat die Bahn auch nicht vom Wetter geredet - nee, das war später...

Stellen Sie sich mal das Umsteigen von einem ICE in den anderen auf den Nachbargleis vor – das dauert Stunden:

  1. Einfahren des ersten Zuges
  2. Erst einmal alle aus aus dem ersten Zug
  3. dann den Bahnsteig räumen, alle Passagiere hinter die Bahnsteigsperren (auch die gehbehinderten und die mit Rollator)
  4. dann den zweiten Zug einfahren lassen
  5. alle Aussteigewilligen raus, alle Passagiere hinter die Bahnsteigsperren (auch die gehbehinderten und die mit Rollator)
  6. Kontrolle, ob Bahnsteig frei ist
  7. Die in den ersten Zug wollen, reinlassen (auch die gehbehinderten und die mit Rollator)
  8. Kontrolle, ob Bahnsteig frei ist
  9. Die in den zweiten Zug wollen, reinlassen (auch die gehbehinderten und die mit Rollator)
  10. Kontrolle, ob Bahnsteig frei ist
  11. Zug 1 abfahren lassen
  12. Zug 2 abfahren lassen

Man o man, und das Ganze in dem neuen Konzept, dass die Bahn alle Städte in Deutschland in 4 Stunden verbinden soll, damit die Inlandsflüge verboten werden können. Gut, das mit den 4 Stunden kann ja höchstens für Frankfurt und andere Städte gelten, da hat mal wieder einer zu sehr auf die Pauke gehauen. Denn Flensburg-Rosenheim in 4 Stunden scheint mir schwierig... Oder das sind für die Bahn keine Städte, weil die Bahn sie z.Zt. nicht mit ICE anfährt? Okay, aber das gehört nicht hierher.

Wissen Sie was, ich fand diesen ganzen Berichterstattungshype über den Schubs/Schubser völlig überflüssig. Eine kurze Nachricht hätte doch völlig genügt. Was dahinter steht? Völlig hohl drehende Redaktionen, die völlig durchgeknallt neuGIERIGe Leser bedienen wollen. Im Endeffekt geht es um Auflagensteigerungen, beste Hörer- und Seher-Bindungen, also um Werbung!

Die Tat, die Opfer und der Täter sind völlig unwichtig. Wichtig ist das geilere Bild, das sensationellere Zitat... Die Auflage und damit der Anzeigenpreis.

Und wissen Sie noch etwas: Mich berührte das Ganze nicht, echt, überhaupt nicht. Mir war|ist das völlig egal! Genauso, wie mir egal ist, ob es am Kamener Kreuz oder auf der A20 einen Horrorcrash gegeben hat. Ehrlich, ist mir Wurscht! Ich fühle da keine Trauer, keine Wut, nichts... Nicht einmal Interesse.

Okay, vielleicht bin ich un(ter)emotional? Nicht zu Gefühlen fähig? Abgestumpft? Leer? Mag sein.

Doch, Gefühle habe ich schon – aber nur Wut auf diese sog. Journalisten, die sich dafür hergeben, über diese und die nächste und die nächste und die nächste menschliche Katastrophe aufgebauscht sensationell zu berichten, unter Vorgabe falscher Betroffenheit – die diese wichtigen Fragen stellen, ob und wie man das verhindern könne? Sie können sich den TV-Kommentar vorstellen:

„Hinter mir... Tragische Geschichte... Man weiß noch nichts Genaues... Da muss man fragen... Wer ist verantwortlich... Wie kann das is Zukunft verhindert werden?“

Unglaublich diese professionelle Mischung aus persönlicher Betroffenheit, Wut und Trauer in der Stimme. Sie, das muss man jahrelang geübt haben, sonst wirkt das lächerlich...

Klar kann man das verhindern: Nicht mehr Bahn fahren! Aber dann auch nicht mehr mit dem Auto, mit dem Bus, mit der Straßenbahn, mit Fahrrad oder e-Scooter, mit dem Hafendampfer, mit dem Kreuzfahrtschiff oder mit dem Flugzeug. Alles hochgefährliche technische Geräte, überall sterben Menschen. Tagtäglich.

Aber überall nehmen Menschen tagtäglich das Risiko in Kauf! Sie laufen schräg über die Straße, sie laufen schnell um die Tram, sie fahren mit dem Fahrrad, sie springen auf den abfahrenden Hafendampfer... Das zentrale Wort lautet „Risiko“. Jeder kennt es, jeder nimmt es in Kauf. Wenn irgendwo auf der Welt Touristen entführt werden, bleiben die Menschen zuhause? Nein. In Krankenhäusern sterben die Menschen lt. BILD und SPIEGEL angeblich „wie die Fliegen“ an resistenten Superbugs (ist natürlich Unsinn) – die Menschen gehen trotzdem ins Krankenhaus.

Sie kennen diese Ekelbilder und den Spruch „Rauchen ist tödlich“ auf Zigarettenpackungen... Lassen sich Raucher davon abschrecken? Vielleicht, ich kenne keinen. Eigentlich müssten entsprechende Bilder von Unfällen, Krebs und infizierten Organen Neugeborenen unmittelbar nach der Geburt gezeigt werden. Und ihnen müsste erklärt werden, dass das Leben selbst tödlich sei... Hat noch keiner überlebt. Und für den einen, für den das behauptet wird, ist das nicht wirklich erwiesen – die einen sagen so, die anderen so.

Gerade eben habe ich im Radio gehört, in diesem Sommer (wir schreiben den 1. August 2019) sind bereits 250 Menschen in Deutschland beim Baden (übrigens nur wenige in der See) ertrunken. 250! Erwarten Sie morgen ein Aufjaulen der Presse, Artikel über hinterhältig-mörderische Flüsse oder Baggerseen? Nein – siehste.

Aber über den einen ICE-Schubser schreiben BILD und SPIEGEL (und all die anderen) sich die Finger wund – und bringen den nächsten Irren vielleicht erst auf die Idee, das auch mal zu probieren, solange es eben noch keine technischen Vorrichtungen gibt, die das verhindern. Ich entschuldige mich im Voraus ausdrücklich bei allen Irren, die das NICHT vorhatten, nicht vorhaben und auch nicht vorhaben werden oder vorgehabt haben werden!!! Nix für ungut, Leute.

Wenn wir Glück haben, kommen auch keine technischen Einrichtungen oder weißen Handschuhe auf unseren Bahnhöfen zum Einsatz... Die sind nämlich sicher. Außer vor BILD und SPIEGEL und all den anderen Qualitätsmedien.

Ach ja, man könnte übrigens auch auf freier Strecke mal jemanden..., aber das ist eine andere Geschichte. Ich höre lieber auf.

 

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Weil hier absolut nichts "Wirtschaftliches" stattfindet und ich als Websitebetreiber keine juristische Person/Firma bin, habe ich von einer Angabe von Steuer(Ident)nummer und Bankverbindung abgesehen. Ich hoffe, das ist für Sie okay - ansonsten können Sie mich ja fragen... (wenn es Sinn macht). Es handelt sich bei VEBQUERSTROM um eine sehr private Website, die Ihrer Unterhaltung dienen und - manchmal mit unsäglichen Kommentaren - auch zum Nachdenken anregen will. Irgendwelche wirtschaftlichen Interessen stehen an keinem Punkt dahinter! Sie können die Artikel und Bilderserien nur konsumieren, nicht kommentieren, also können Sie sich auch nicht als User registrieren. Ein Email-Versand findet nicht statt, das wäre mir viel zu viel Arbeit...

Ob die Website Cookies verwendet oder irgendwelche Daten von Ihnen speichert? Ob irgendwelche Google-Tools im Hintergrund laufen? Ehrlich, liebe User, ich weiss es nicht - und wenn, dann komme ich an diese - Ihre - Daten nicht heran. Ihre Daten interessieren mich auch nicht. Und andere kommen auch nicht an Ihre Daten, hoffe ich. Ich weiß allerdings nicht, ob irgendwelche UK-/US-Geheimdienste mitlesen!!! Also seien Sie lieber vorsichtig...