Diese Website zeigt meine sehr persönliche Sicht von der Welt und von dem ganzen Rest. Man könnte sie als antikapitalistisch und antiamerikanisch verstehen. Gut so, stimmt schon... Sie will weder politisch "korrekt" sein, noch kümmert sie sich in den meisten Fällen um die Meinung der Duden-Redaktion zu meinen Schreibweisen.
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"Sicherheitsbereich. Eintritt verboten!"

Ich kann sie nicht mehr ab: Diese sich selbst so ernst nehmenden privaten Security-Fuzzies mit den selbst gemalten Sheriff-Sternen, die neue Todeszonen in Deutschland bewachen, die nicht betreten werden dürfen...

Nicht etwa vor gefährlichen Russen oder Ideen-klauenden Chinesen, nein, vor mir! Ich bin ein harmloser alter weißer Mann mit einem kleinen Hobby: Fotos! Fotos von Kränen! Es geht dabei also nicht etwa um radioaktiv verstrahlte Hochrisikogebiete oder biologisch kontaminierte Problemzonen, ich rede also nicht von Todeszonen.  Ich rede auch nicht von Bäumen, in denen der letzte Seeadler brütet oder von Matschzonen im Watt, wo der letzte Wattwurm residiert.

Ventschow500Sie könnten glauben, ich würde jetzt von Zonen reden wollen, in denen die demokratische Freiheit, an der wir so hängen, eingeschränkt wäre. Nein, nein, weit gefehlt. Oder doch? Vielleicht.

Nö, ich rede - ich will Ihnen Beispiele nennen: Von einem der Natur mehr oder weniger überlassenem auch nicht eingezäunten Gebiet bei Mukran, auf dem die Bundesbahn auf vergessenen Gleisen der Reichsbahn vergammelte Züge, Lokomotiven und Waggons abstellt, oder vom Münchner Hauptbahnhof oder von Münchner U-Bahnhöfen oder vom Wismarer Hafen: Alles (Hoch)Sicherheitszonen, Betreten nur mit dem richtigen Ausweis erlaubt, und Fotografieren überhaupt verboten.

Selbst auf der Straße kannst Du keine schöne Architektur fotografieren... verboten! Oder „gefühlt“ verboten. Irgendwer hat den Menschen vom Recht am eigenen Bild vorgeplappert und jetzt meinen die, sie müssten es durchsetzen, wenn sie aus 300 Meter Entfernung von hinten mit einen 28 mm-Weitwinkel fotografiert werden. Wenn sie „groß“ auf dem Bild sind, weisen sie Größe und Form eines Fliegenschisses auf!

Hafenkräne750Ich fotografiere halt gerne, aber kaum hast Du einen (richtigen) Fotoapparat in der Hand, kommt, wo immer Du gerade stehst, irgend so ein verrückter Privat-Security-Fuzzy angerannt, dem irgendeiner superwichtiger Obersecurity-Fuzzy offenbar mindestens bei Todesstrafe verboten hat, mich fotografieren zu lassen.

Dabei ist es völlig egal, ob es sich um eine Lokomotive, eine U-Bahnhof-Beleuchtung eines berühmten Designers, einen Hafenkran oder eine Häuserreihe handelt. Irgendwer kommt immer angerannt - und droht... Wenn es kein Sicherheitsfuzzy ist, dann schreit ein bärtiger Typ mit türkischem Akzent aus den Sozialbau (den ich im Auftrag des Bauherren fotografiere), dass ich mich nach Istanbul scheren soll... Sein (!) Haus werde ich nicht fotografieren, sonst ... Eier weg, mindestens! Und der Nachbar droht mir Prügel an, weil ich seine verschleierte Ehefrau hinterm Fenstervorhang evtl. am Bildrand erwischt haben könnte. Die will ich gar nicht auf dem Bild haben...

Sehr intensiv beschwerten sich auch Mütter, als ich im Auftrag des Bauherren einen neuen Brunnen im öffentlichen Raum (!) fotografiert habe (meine Bitte den Brunnen für 2 Minuten von ihren Gören zu befreien, wollten sie nicht akzeptieren, „es war ja öffentlicher Raum“) - die holten die Polizei, weil ich in der Folge zweimal mit Gören knipste und daher ein gefährlicher Pädophiler sein sollte. Ganz ehrlich, kleine Mädchen interessieren mich GAR NICHT, nicht einmal die Mütter, eher die Omas...

Von einem Freund habe ich glaubhaft erzählt bekommen, dass auf einen offiziellen Klassenfoto vor ein paar Wochen die Gesichter unkenntlich gemacht werden mussten – Datenschutz, wissen Sie! Seien Sie mir nicht böse, aber die haben sie doch nicht mehr alle, oder?

Auf dem Münchner Bahnhof holte die Security die Bundespolizei, als ich Leuchtreklamen für eine Lokalzeitung fotografierte... Die erklärte mir, man könne alles fotografieren - wenn man ein Handy benutzen würde, aber mit einer professionellen Ausrüstung: NO GO! Wegen der Sicherheit!

Als Kind konnte ich im Kieler Hafen auf gerade gelöschter Ladung (Holz) klettern, mit der Hafenbahn mitfahren und direkt an jeden Kai gehen. Wenn da Schiffe an den Pollern festgemacht hatten, konnte man über die dicken Trossen klettern. Nie ist etwas passiert. Security? Kein Mensch hat daran gedacht. Mit etwas Glück durfte man manchmal sogar auf die Schiffe. Security?

Am Kiel-Kanal konnte man mit dem Fahrrad zwischen den Gabelstaplern herumkurven, die die Papierfrachter aus Finnland entluden? Security?

Inzwischen? Alles Security! Nix geht mehr... Alles abgesperrt, alles dicht, mit Stahlgittern, die einen Panzer aufhalten würden – 24 Stunden am Tag nahtlos bewacht. Entweder klauen die Menschen heute wie die Raben, oder die Security ist Selbstzweckgeworden... Ich schätze, letzteres!

Dabei sollte das Gewaltmonopol in Händen des Staates, der Polizei bleiben. Das ist ein Rechtsstaatsprinzip. Auf so etwas waren wir einmal sehr stolz. Heute liegt die Nicht-mehr-Staatsgewalt in Händen von Fuzzies, die in einem 7-Tage Kurs zu "Securities" ausgebildet worden sind. Häufig sind das dann Fuzzies, die in wie Polizeiwagen angemalten Pseudo-Polizeiwagen rumfahren, Männer, denen ich nicht traue(n würde). Die tragen dann schwarze Fantasie-Uniformen. Denn Schwarz macht Angst, soll es ja auch! Leute, wir leben in einem Rechtsstaat, in dem die Gewalt lt. Verfassung vom Volke ausgehen sollte - geht sie aber nicht mehr, jetzt geht sie von denen aus, die sie privat kaufen können! Und sie sieht schwarz aus. Und schaut ziemlich häufig ziemlich dumm aus der Wäsche, wenn man ihr ins Gesicht schaut.


Eine wahre Geschichte: Ich fotografiere bei Mukran alte Loks oder Waggons. Kommt so ein Fuzzy angefahren (ich kenn´das schon), steigt wichtig aus seinem Pseudo-Polizeiauto, rückt sein Koppel zurecht.
"Was machen Sie hier?"
"Äh, nix..."
"Ist verboten hier... Da is´n Schuld an der Strasse"
"Echt?"
"Ja, also, was machen sie hier?"
"Nix, schauen..."
"Na, na, Sie machen doch was?"
Ich halte eine riesige Hasselblad-Kamera in der Hand. Er deutet drauf.
"Haben Sie etwa fotografiert?"
"Wenig"
"Fotos machen Ist verboten, löschen!"
"Was?"
"Die Bilder!"
"Nö."
"Löschen!"
Ich schaue ihn mit Verschwörermiene an und sage: "Sag´mal, Junge, spinnst Du, da sind lauter Nacktfotos von meiner Freundin drauf. Die lösche ich doch nicht... Und ich kann nur ALLE löschen"
"Echt? Nackt? Ganz...?"
Kopfnicken
"Ach so, ja denn, denn würde ich auch nicht... Na gut. Aber hau jetzt ab."
"Okay"

Na gut, das war ein Exkurs... Kommen wir zurück zum Fotografieren. Fotografieren geht eh nicht mehr, man darf da ja nirgendwo mehr hin.

Mensch Leute, Ihr habt sie doch nicht mehr alle! Fotos von jedem Bahnhof und von jedem Hafen finden sich im Internet und auf Facebook zu Hunderten, wahrscheinlich zu Tausenden. Luftbilder macht der kleine Max mit seiner Drohne für 99 € von jedem gewünschten Objekt in super Qualität, so schnell könnt ihr gar nicht schauen... Ich hinke dagegen lahm und langsam mit Gehstock von einem Fotopoint zum nächsten... Da wartet dann schon die Security auf mich!

Es ist noch nie so viel fotografiert worden wie heute, es sind noch nie so viele Fotos im Internet publiziert worden – so viel zur Sicherheit!

Sicherheit? Papperlapapp! Paranoia!

Paranoia und viel Nichtwissen, blabla und Blödsinn in den Hirnen.

 

 

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