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Früher war alles einfacher, da hieß das hier Querdenken, Querdenkereien oder Quer-ich-weiß-nicht-was. Dann kamen diese unegalen Möchtegern-Querdenker, die verrückten Ärzte, Köche, Nazis, Impfgegner und Gates-Feinde, die allesamt Corona ablehnen, und das auch öffentlich abstands- und maskenlos protestieren. Mit denen möchte ich bitte auf keinen Fall in einen Topf geworfen werden. Deshalb kein Querdenken mehr, das könnte verwechselt werden, jetzt bin ich eben am Rumdenken...
 Bananenbuch
"Wenn Bananen "Wenn Gondeln Trauer tragen" sehen.
Ein außergewöhnlicher Fotocomic, den man gelesen haben muss

Hier in voller Länge

Unerträglicher Spagat zwischen Kinderbetreuung und Home-Office. Echt jetzt?

Ich frage mich langsam, warum kriegen Menschen eigentlich noch Kinder? Gut, manchmal macht das Machen Spaß.

Aber den Spaß kann man auch ohne Folgen haben, sollte vielleicht mal jemand denen sagen. Denn die Gören stören offenbar nur... Home-Office ist den modernen Eltern heute mit Kindern offenbar nicht möglich.

Bei mir war das damals anders. Zur Erläuterung: Mein Vater war teilweise Journalist und teilweise Fachbuchautor für Schifffahrt. Er hat weitgehend zuhause gearbeitet. Ich bin in einer Vierzimmerwohnung von (geschätzt) unter 100 m² aufgewachsen: Wohnzimmer, eine Art Durchgangszimmer, Arbeits- und Schlafzimmer, Küche und Bad. Wohn-, Arbeits- und Durchgangszimmer hatten keine Türen, sondern waren türenlos durch Durchgänge verbunden. Vater hat sehr viel zuhause gearbeitet. Computer und Internet waren noch ungekannt. Er hat Artikel und Manuskripte auf einer alten Schreibmaschine geschrieben und Schiffsrisse auf einem Zeichenbrett mit Reißfeder und später Rapidograph gezeichnet. Klischees aus Blei (giftig!) lagen bei uns haufenweise so ´rum...

Es war völlig klar, dass ich ihn weitgehend in Ruhe ließ, wenn er arbeitete. Andererseits habe ich ihm häufig bei der Arbeit über die Schulter geschaut (ich glaube, er hat es gemocht, denn er hat mir alles gezeigt, was er konnte), habe gelernt Seitenrisse von Schiffen mit (s)einer Zeichenfeder zu zeichnen, Layouts zu kleben (es gab noch keine Computer und Layout-Programme), Fotos für die Klischeeanstalt vorzubereiten (Seitenverhältnisse wurden mit einer logarithmischen Rechenscheibe berechnet), Texte mit einer mechanischen Schreibmaschine zu schreiben und mit Korrekturzeichen zu versehen. Und die Finger von den Blei-Klischees zu lassen. Kurz, alles was ein Journalist und Fachbuchautor können musste, hat er mir ganz nebenbei spielerisch beigebracht. Er hatte Spaß am Gestalten von Büchern, Zeitschriften und Fotoalben – ich habe das bis heute übernommen.

Ich kann mich nicht erinnern, dass er mich mal genervt aus seinem Burozimmer „rausgeworfen“ hat. Ich durfte auch alles zum Spielen benutzen: Schreibmaschine, Zeichenbrett und -feder, Tonbandgeräte und Telefon. Ich habe aber auch wenig kaputt gemacht, das muss ich sagen, mir war klar, dass das wertvolle Werkzeuge waren.

Wenn beruflich bedingter Besuch kam, war ich eben bei „Muttern“ in der Küche und lernte dort z.B. Kochen durchs Zuschauen. Wenn Waschtag war, habe ich den Tag mit ihr in der Waschküche verbracht, habe die Wäsche mit ihr ausgewrungen und aufgehängt. Am nächsten Tag „musste“ ich beim Wäscheabnehmen helfen und die Bügelwäsche zur Heißmangel bringen. Ich kann mich auch nicht erinnern, dass sie mich mal genervt „rausgeworfen“ hat.

Wir drei gehörten zusammen – und ich habe das genossen. Ich habe bis heute noch das Gefühl, verdammt gute Eltern gehabt zu haben, wahrscheinlich die besten. Ich war einfach Teil ihres Lebens. Mein Vater hat einmal zu mir gesagt, dass sie immer und in jeder Situation für mich da seien, schließlich hätten sie mich gewollt in die Welt gesetzt... also könne ich mich 100%ig auf sie verlassen. Dass das die Wahrheit war, habe ich gespürt.

Wenn ich mir jetzt die täglichen Berichte über die Probleme von Eltern mit ihren Kindern in der Corona-Krise anschaue, frage ich mich, warum, zum Teufel, haben die ihre Kinder eigentlich in die Welt gesetzt? Erst bringen sie sie in normalen Zeiten in die Kita, dann in den Kindergarten, dann in die Ganztagsschule... Zuhause, beklagen sie sich, müssen sie ihren Kindern ein warmes Mittagessen servieren, Frühstück und Abendessen sowieso. Wo bliebe die Zeit für sie? Sie sind Eltern...? Ihre Work-Life-Balance stimmt offenbar nicht mehr. Na und. Was sind Kinder: Work oder Life? Offenbar auf jeden Fall Störenfriede...

Dann sieht man sie in mitfühlenden Beiträgen beim zwanghaften Bespaßen der Kinder mittels Mensch ärgere Dich nicht-Spiel – soweit ich mich erinnern kann, haben meine Eltern das nie mit mir gespielt. Aber ich hatte fantastische (Sach)bücher, die mich über Stunden beschäftigt haben. Und ich hatte einen Ausweis für die Stadtbücherei!

Meine Eltern haben ihr Leben gelebt und mich daran teilhaben lassen. Und sie haben mich gefordert, denn helfen konnten sie mir in der Oberschule nicht mehr. Gut, was ich rückwirkend (etwas) vermisse, sie haben mir keine Märchen erzählt und nicht mit mir musiziert. Aber das sind aus heutiger Sicht lässliche Sünden.

Vater hatte drei Berufe|Tätigkeiten: Journalist bei einer Tageszeitung, Herausgeber einer Zeitschrift und Fachbuchautor, mit anderen Worten, er hatte mehr als einen Fulltime-Job! Mutter war Hausfrau – das war damals noch üblich. Sie haben hart gearbeitet, um mich zur Schule zu schicken und studieren zu lassen. Sie haben mich nie merken lassen, ob oder dass sie das belastet hat.

Warum haben diese modernen Eltern Kinder, die sie offenbar nie bei sich haben? Und das offenbar auch gar nicht wollen. Ich verstehe es nicht... Vielleicht weil damals gerade kein Kondom zur Hand war?

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