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Früher war alles einfacher, da hieß das hier Querdenken, Querdenkereien oder Quer-ich-weiß-nicht-was. Dann kamen diese unegalen Möchtegern-Querdenker, die verrückten Ärzte, Köche, Nazis, Impfgegner und Gates-Feinde, die allesamt Corona ablehnen, und das auch öffentlich abstands- und maskenlos protestieren. Mit denen möchte ich bitte auf keinen Fall in einen Topf geworfen werden. Deshalb kein Querdenken mehr, das könnte verwechselt werden, jetzt bin ich eben am ceterum censeo...
 Bananenbuch
"Wenn Bananen "Wenn Gondeln Trauer tragen" sehen.
Ein außergewöhnlicher Fotocomic, den man gelesen haben muss

Hier in voller Länge

Keine Trauer um den Flatrate-Erfinder, nicht bei mir

Wahrscheinlich haben Sie es ja in der Presse gelesen – es war ja kaum zu übersehen: Paul „Die Ratte“ Flatt ist tot.

Ich kenne einige, die Paul gekannt haben. Keiner von denen bedauert seinen Tod wirklich! Niemand. Die meisten wünschen ihn zur Hölle.

Wer nicht von seinem Abgang gelesen hat, wird vielleicht sagen, na und, wer, zum Teufel, ist oder besser war Paul Flatt? Er war übrigens ein Deutscher, sein Name spricht sich, wie er geschrieben wurde - mit einem kurzen  "a", wie in Plattfisch. Er selber liebte es, wenn er amerikanisch ausgesprochen wurde: Flät. Naja, Arschloch, von mir aus auch asshole.

Die meisten werden denken, was geht es mich an, ob er je gelebt habe, oder ob er schon lange tot sei, oder ob er gerade gestorben sei? In den Traueranzeigen stand da ja noch, dass er plötzlich und unerwartet aus dem Leben gerissen worden sei. Ja, so kann man das sagen, wenn man eine Umschreibung für meine/unsere Arbeit will. Er hätte noch viele Jahre gehabt (Konjunktiv), hat man in anderen Organen mit großen BILDern lesen können - tja, leider nur Konjunktiv! Wenn wir - die Mari, der Ernst, der Rudi und ich1 - kommen, ist Schluss. Basta. Immer. 100% Erfolgsrate. Nix mehr mit "schöne Jahre" und son Tünkram...

Muss ich noch betonen, dass ich die Flatrate für die Wurzel vieler Übel halte?

Wenn Sie also nicht gesehen haben, dass so gut wie alle großen Anbieter von Online-Diensten, von Social Media (facebook, instagram oder tinder und viele andere mehr), Amazon, Spiele-Streamer wie Steam etc. und Telekom, O2 oder Vodafon in großen Traueranzeigen und Paul Flatt trauern, dann wissen Sie immer noch nicht, warum diese Firmen allen Grund haben, um Paul „Die Ratte“ Flatt zu trauern. Hier einige „letzte Worte“ in der causa Paul Flatt:

Facebook                  A great man has passed away

WhatsUp                   Why this early, Paul?

Amazon                     We could have achieved so much together, Paul

Instagram                 Our role model forever, Paul!

Tinder                        So many friends, so many open dates

Amazon                     PRIME forever

Steam                        You play with us free of charge forever

O2                              Con Paul un visionario ha fallecido demasiado pronto

Telekom                    Paul... für immer in den Herzen unser Aktionäre

Vodafone                  Du warst einer von uns, Paul

Schöne Worte, oder? Trotzdem, Paul Flatt war wohl kein sehr liebenswürdiger Mensch, nicht einmal ein netter – wieso würde sonst einer mit dem Spitznamen „Die Ratte“ rumlaufen? Am Ballermann auf Malle soll er sich in den frühen Nuller Jahren uneingeladen von Eimer zu Eimer Sangria durchgesoffen haben. Damals soll er die Idee einer (kostenlosen) Sauf-Flatrate entwickelt haben. Wenn er kam sagte er einfach: „Ich bin der Paule, lass mich auch mal saugen...“, wenn er ging, lallte er nur noch Unverständliches.

Wieder in der Heimat hat er sich in seiner Firma mit der Idee einer Internet-Flat zunächst unbeliebt und lächerlich gemacht, er soll kurz vor dem Rauswurf wegen dieser lächerlich dummen Idee, Megabytes für Äppl und ´n Ei herzugeben (man war im Business gerade auf dem gegensätzlichen Trip) gestanden haben. Im geradezu letzten Moment hat er wie irre um sich gebissen (sic!).

Damit war zunächst der Begriff Flatt-Die-Ratte wiedergeboren worden. Nur damit er sich beruhigt und die Damen der Firma nicht weiter bissig belästigte, hat sein Arbeitgeber einen Test probiert und wurde bald vom Erfolg überwältigt. Alle zogen hinterher, auch die Großen. Aus der lächerlichen Flatt´s Rate wurde wenig später die bewunderte Flat-Rate... Und ein Renner, der das ganze Internet-Geschäft im Prinzip erst möglich gemacht hat. Bansky hat Flatt mit seinen Ratten Bildern in der Londoner U-Bahn ein frühes Denkmal gesetzt. Das hat zwar niemand verstanden, aber immerhin... Wer versteht schon Bansky?

Paul Flatt ist also der Erfinder der Flatrate. Und man darf mit Fug und Recht behaupten, Paul Flatt hat die Welt verändert. Ohne Paul Flatt und seine Flatrate gäbe es heute kein einziges Internet-basiertes Geschäftsmodell! Viele heutige Dollarmilliardäre würden immer noch Autos verkaufen oder Teller waschen, wenn Paul Flatt ihnen nicht das Geschäftsmodell geöffnet hätte. Und Frau Bezos hätte sich einem griechischen Tankerreeder sehr weit „öffnen“ müssen, wenn sie so reich werden wollte, wie sie bei der Scheidung von Jeff geworden ist... Noch´ne Ratte, oder?

Insgesamt, die Welt wäre heute ohne Paul Flatt´s dumme Idee schöner, einfacher, langsamer und persönlicher. Es gäbe noch gebundene 12bändige Lexika im Bücherschrank, Kinder würden noch Bücher lesen, Kühlschränke wären nicht intelligenter als ihre Bediener, und Kinder würden als Erwachsene noch ins Kino gehen, wo sie noch „richtige“ Filme (im technischen Sinne) sehen würden.

Nein, ohne einen wie Paul Flatt wäre alles bessergeworden! Wie, werden einige Freaks jetzt fragen: Alles?

Ja, alles! ALLES!!! Wir würden Telefongespräche noch mit „Einheiten“ bezahlen, an der Wählscheibe würde noch dieses süße kleine spezielle Telefonschloss hängen, Internet würde nach verbrauchten Megabits berechnet werden, das Telefon wäre ein nur manchmal gebrauchtes Werkzeug mit Spiralkabel, moderne Versionen hätten ein Tastenfeld, der PC wäre nur eine bessere (?) Schreibmaschine, Postkarte statt eMail, facebook wäre nie erfunden worden (Gloria-Halleluja!!!), Trumps würde keine tweets absetzen... Ach ja, und keine Kinderpornografie!  Welch alles in allem goldene Vorstellung einer Welt. Unser Welt!

Und Zalando würde es vermutlich auch nicht geben, dafür Innenstädte! Ich müsste nicht morgens um 08.15 aufstehen, um das Zalando-Paket der Nachbarin anzunehmen, und der Paket-Auslieferer hätte vermutlich einen zukunftssicheren Job – woanders: Bei Siemens oder in Bukarest!

Zugegeben, wir1 hätten Paul Flatt ja auch nicht gekannt, wir hätten nicht einmal über ihn nachgedacht, wenn nicht eines Tages eine Frau bei uns aufgetaucht wäre, die sagte, sie hätte irgendwo – das sei entweder in Binz oder in der Hansestadt2 gewesen - und irgendwie – wahrscheinlich von einer guten Freundin – von unserem Geschäftsmodell gehört, unliebsame Menschen mit unwiderstehlichen Argumenten dazu zu bewegen, endgültig zu verschwinden – und zwar ein für alle Mal. Nein, keine Angst, sie könne und sie würde schweigen. Und ihre Freundin sei verstorben. Schon aus Selbsterhaltungstrieb – nicht doch ihre Freundin, Sie!!!

Aber ihre Kinder würden nicht mehr mit ihr reden – nur noch mit anderen Kids, die dieselben Pornos anschauen würden. Und Freunde hätten die auch nicht, nur „likes“. Ihr Mann würde von morgens bis abends am Handy hocken und dabei das ganze Haushaltsgeld mit Sportwetten verzocken. Ihre Eltern hätten Magenta-TV und Netflix, also Fulltime-Fernsehen – bei denen können sie sich weder ausweinen noch um Rat fragen... Ihre sehr viel kleinere Schwester würde sich beim Spazierengehen mit Kleinkind im Kinderwagen nicht um das Kind kümmern, sondern via Handy bei Zalando ordern... Aus dem Gör würde sicherlich mal ein Zombie werden... Nein, das sei doch alles Scheiße, hat sie gesagt, und sie hätte recherchiert und einer sei Schuld, er ganz allein, nämlich der Erfinder der Flatrate, denn nur die Flatrate erlaube Kindern, Eltern und Großeltern andauerndes Online-Dasein. Diese Dauernd-online-Menschen würde ihre Existenz quasi in ein virtuelles Universum verlegen und für diese unsere Welt gar nicht mehr existieren, also mehr oder weniger – aber eher viel mehr als weniger. Also Essen und Scheissen würden sie schon noch in diesem Universum, hier bei uns, das Dasein fände aber "drüben" statt, drüben im Parallel-Universum 2. Das ginge nicht nur ihr so, nein, das sei immer und überall zu beobachten. So könne es nicht weitergehen, aber dass sie es nicht ändern könne, das sei ihr schon klar. Aber hinnehmen wolle sie es auch nicht. Deshalb sei sie jetzt da. Sie hätte sich da etwas überlegt! Eine GUTE IDEE.

Und dann wollte sie wissen, ob ich „es“ machen würde, wie ihre Freundin angedeutet hätte, und was „es“ denn kosten würde. Den Kerl umbringen, das hat sie nicht einmal ausgesprochen. Sie wollte es nur. Aber sagen konnte sie es nicht. Sie hat dann noch betont, „es“ sei ihr einiges wert, aber nicht unendlich... Ich habe einen Preis genannt, der hat sie nicht umgehauen, weil sie im Internet ein Crowdfunding durchgeführt hatte, und dann hat sie gemeint, mein Preis der würde passen und genug Geld für einen popeligen Kranz für diesen Mistkerl bliebe auch noch übrig.

Wir waren uns schnell einig: Geld und Datum! Dann haben wir mit den anderen in Elsas Kneipe ein paar Bier getrunken, sie hat noch drei Spiegeleier mit Bratkartoffeln gegessen und gemeint, das Bezahlen sei mein Ding bei dem verdammten vereinbarten Preis. Als Carsten ihr schließlich seinen Trecker vorführen wollte, ist sie interessiert (an Carsten? Am Trecker?) mitgegangen, und an dem Abend haben wir beide nicht mehr gesehen, also war es wohl Carsten. Wir haben es ihnen beiden gegönnt.

Henning hat das Gespräch irgendwie mitbekommen, winkte aber zufrieden ab, dass ihn das nichts anginge, als ich ihm sagte, „es“ würde nicht hier in seinem Beritt stattfinden. Wir haben dann noch zwei Bier getrunken.

         „Und ich muss Euch Kerle wieder nachhause schwanken“, denkmeinte Mari.1

„Hallo Rudi“, denkmeinte ich später,“ willst Du?“. Er denkwollte. Die denkbar schlechteste Lösung für Paul Platt...

Ich habe „es“ dann gemacht. Und dann kam diese Presse- und Todesanzeigen-Lawine. Die Flatrate ist jetzt nicht aus der Welt, nicht aus dieser, aber vielleicht gibt es irgendwo/irgendwann ein Paralleluniversum in dem Paul Flatt irgendetwas Sinnvolles mit seinem Leben angestellt hat und eben KEINE Flatrate erfand. Ich hoffe es und Gott segne es.


    Um das zu verstehen,  müssen Sie Geschichten aus Wirr im Kopf kennen...    2   Lesen Sie auf dieser Website: Der Baufuzzi-Job in 3 Teilen

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Ob die Website Cookies verwendet oder irgendwelche Daten von Ihnen speichert? Ob irgendwelche Google-Tools im Hintergrund laufen? Ehrlich, liebe User, ich weiss es nicht - und wenn, dann komme ich an diese - Ihre - Daten nicht heran. Ihre Daten interessieren mich auch nicht. Und andere kommen auch nicht an Ihre Daten, hoffe ich. Ich weiß allerdings nicht, ob irgendwelche UK-/US-Geheimdienste mitlesen!!! Also seien Sie lieber vorsichtig...