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Früher war alles einfacher, da hieß das hier Querdenken, Querdenkereien oder Quer-ich-weiß-nicht-was. Dann kamen diese unegalen Möchtegern-Querdenker, die verrückten Ärzte, Köche, Nazis, Impfgegner und Gates-Feinde, die allesamt Corona ablehnen, und das auch öffentlich abstands- und maskenlos protestieren. Mit denen möchte ich bitte auf keinen Fall in einen Topf geworfen werden. Deshalb kein Querdenken mehr, das könnte verwechselt werden, jetzt bin ich eben am Rumdenken...
 Bananenbuch
"Wenn Bananen "Wenn Gondeln Trauer tragen" sehen.
Ein außergewöhnlicher Fotocomic, den man gelesen haben muss

Hier in voller Länge

Mir schien es nicht so, dass die Dame im Vordergrund zu dem Herrn in kurzer Hose gehören würde...
Mir schien es nicht so, dass die Dame im Vordergrund zu dem Herrn in kurzer Hose gehören würde...

Aus gegebenem Anlass: Männer (alt) in Hosen (kurz)

Manche Ehen halten offenbar lange. Einige offenbar zu lange.

Es ist Sommer. Es ist warm, manchmal sehr warm... Da scheinen die Hosen eingelaufen zu sein... Unser Außenminister trägt auch zu kurze Hosen. Das sieht ja schon schlimm aus, dem sagt das offenbar nur keiner. Er ist ja nur für Deutschland unterwegs. Heute soll es mal nicht um Maas oder Scheuer gehen, der Gag wäre zu einfach! Ich meine etwas anderes. Opas in kurzen Hosen. Bäh!

Man sieht Alte – Frau und Mann – dann gerne in städtischen Einkaufszonen herumlaufen. Aber ebenfalls offenbar sind nicht alle lange haltenden Ehen glücklich, zufriedenstellend oder befriedigend gewesen, eher belastend. Vielleicht waren die Männer, als sie noch Saft und Kraft aus Testosteron und anderen Hormonen zogen, auch körperlich übergriffig (denken Sie sich Ihren Teil) oder gemeingefährlich gegenüber ihren Frauen. Oder untreu. Soll es ja alles geben.

Aber im Alter scheinen die Frauen dann fixer im Kopf zu sein, und sie rächen sich für 50 Jahre miese Ehe geradezu hinterhältig und gemein: Sie schicken ihre Ehemänner (ca. 75+) in kurzen Hosen aus der ehelichen Wohnung auf die Straße. Und das ist wahrlich gemein! Das ist nicht nur gemein, das sieht auch so aus. Nee, wirklich, das ist ästhetisch so belästigend – vor allem wenn zu den Krampfader-bewehrten Säbelbeinen auch noch graubraune Socken und Sandalen kommen. Oder Wickel wg. „offener Beine“. Ehrlich, in vielen Fälle ist das optisch nicht zu ertragen. Spricht man die Männer höflich auf ihr ästhetisches Waterloo an und bittet genauso höflich um das Tragen langer Hosen, erntet man/frau nur absolutes Unverständnis. Der Blick, der einen von den betroffenen Herren als Teil der Antwort trifft lässt allerdings auf tiefe Depression, Ahnungslosigkeit und „hhhäääää?“ schließen. Manche scheinen gar nicht zu wissen, was sie tragen, hat ihnen morgens ihre „Alte“ hingelegt – wahrscheinlich mit hämisch-gemeinem Grinsen. Soll der Alte doch...

Das Tragen kurzer Hosen für Männer über fünfundsiebzig Jahren müsste mindestens so strafbewehrt sein, wie ohne Maske in den Supermarkt zu gehen. Gut, eine Maske kann man auch mal vergessen (ist mir auch schon passiert), aber mit kurzen Hosen in den Supermarkt...? Niemals!!! Ausnahmeregelung könnte es für bestimmte (nicht alle) Strandbereiche (es gibt ja auch Hunde- oder FKK-Strände, warum also nicht „miese Männerbeine Strände“?) plus den Weg zum Parkplatz – nur die direttissima – geben, sonst nix. Und für andere Besucher könnte in diesen Bereichen eine Augenmasken-Empfehlung ausgesprochen werden, damit man oder frau das unvermeidliche Elend nicht sehen muss. Die Augenmasken könnten an Fischbrötchen-, Krabben- oder Bratwurstständen in Strandbädern verliehen werden.

Vielleicht könnte die verantwortliche Podologin oder ein spezieller neu zu schaffender ästhetischer Beruf „Beinist?“ (akademische Ausbildung an Kunstakademien?) eine weitere zeitlich begrenzte Ausnahmebestätigung für wirklich muskulär gut gebildete, krampfaderfreie und gerade Männerbeine ausstellen. Das ist natürlich ein gegenüber der Allgemeinheit sehr verantwortungsvoller Beruf, den man erst ab 30 Jahre ausüben kann. In entsprechenden Ateliers können abgewiesene, also Hässlichbeiner, Badehosen erwerben, die von den Brustwarzen über den auch gerne zur Schau gestellten Wanst bis zu den Knöcheln reichen. Längsgestreift macht übrigens schlank!

Ansonsten 100€-Strafe für das erste Mal (inkl. "Pranger" im Internet (www.dungeon.de)), 175€ beim zweiten und 250€ beim dritten Mal. Um Wiederholungstäter zu erwischen, könnte ich mir eine technische Lösung á la PKW-Maut (da haben wir den doofen Scheuer doch noch reingekriegt) mit chinesicher Gesichts- und Beinerkennungssoftware vorstellen. Chinesiches Zeugs natürlich nur solange, wie noch keine europäische Lösung vorliegt. Wiederholungstäter (wird in den Personalausweis eingetragen, wie früher in Schweden Alkoholkäufe) werden so leicht identifiziert und dann, beim vierten Mal, erfolgt zwangsweise entweder Antackern langer Hosen oder operative Entfernung der Beine (übrigens keine Leistung der Krankenkassen!). Das ist alles höchstrichterlich und grundgesetzlich abgesichert: Die ästhetische Belastung Dritter und Vierter ist einfach zu groß.


Weil es gerade thematisch passt, sei ein reales Erlebnis geschildert:

Ich komme gerade aus der Apotheke. Da war einiges los. Sommerwetter, die Leute sterben in der Hitze und wegen der Pandemie wie die Fliegen, und vorher wollen sie noch etwas aus der Apotheke.

Vor mir in der Schlange (1,5 Meter Abstand wird hier im paramedizinischen Bereich tatsächlich ernst genommen, das ist okay) vor dem Counter, so heißt das heute, steht an dritter Stelle in der Schlange ein alter Mann in kurzen Hosen. Wirklich alt, ziemlich kurz! Seine Maske hat er nicht umgebunden, er hält sie mit einer Hand vor die Nase, um sie beim Husten schneller zur Seite nehmen zu können. Masken sind hier teuer, müssen Sie wissen!

Die Schlange bewegt sich nicht vorwärts, weil die Frau zwischen 45 und 47 ganz vorne sich ausführlich wg. parabenfreier Kosmetika auf Olivenölbasis beraten lässt, die bei ihr eh nichts helfen werden. Da können die Oliven nix für, das ist auch nicht gemein, das ist nur objektiv richtig.

Außerdem will sie noch die Apothekenrundschau, die aber noch nicht da ist. Sie meint aber, die müsste schon da sein und schickt die Apothekenhelferin folglich zum Suchen in die Katakomben. Es dauert.

Ich stehe also da und versuche, NICHT auf die Krampfadern des Kerls vor mir zu schauen. Da sonst nix zu sehen ist, und ich auch nicht in einer ausliegenden kostenlosen Apothekenrundschau blättern kann, schaue ich doch bald wieder hin. Die Krampfadern sind dunkelblau, stehen nach meiner Schätzung ca. 2 bis 5 Millimeter hervor und haben Ähnlichkeit mit dem Amazonas östlich von Manaus. Das sieht genauso beschissen aus, wie es sich anhört. Irgendwann kann ich nicht mehr. Mich überkommt langsam aber sicher ein Würgereiz.

Ich bitte sehr höflich a) um einen Eimer und einen Lappen und b), ob der Herr sich nicht BITTE mit langen Beinkleidern bedecken könne, es sei für mich, der direkt hinter ihm stehe, nicht mehr auszuhalten.

Also wirklich, ich habe das in einem sehr freundlichen Ton und nicht zu laut gesagt, ich war unerwartet höflich, ich habe dabei sogar um Vergebung bittend gelächelt. Körper- und echte Sprache waren weder vorwurfsvoll noch aggressiv. Wie gesagt, ich war sehr höflich. Fand ich. Ich wollte dem Mann ja auch nix.

Ich ihm nix, er mir aber schon: Sie, da hätten Sie den Kerl mal erleben sollen... Der hat sich vielleicht aufgemandelt. Und laut ist er geworden: Ob ich etwa ihn meinte? Blablabla...

Erstaunt ob der Heftigkeit seiner Reaktion antwortete ich, „ja“. Was sollte ich sonst sagen? War ja so.

Ob er sich die Frechheit gefallen lassen müsse, wollte er wissen.

Ich zuckte die Achseln. Das war doch sein Problem und nicht meines, oder? Trotzdem antwortete ich mit einem freundlichen „ja, bitte“. Ich wies darauf hin, dass ich keinesfalls frech sein wollte, es sei nur so, dass ich gleich kotzen müsse – und er stünde genau in der Richtung...

Ob mir seine Beine etwa nicht gefielen?

Nein. Ich vergewisserte mich noch einmal, schüttelte intensiv den Kopf.

Ob mich das etwas anginge?

Im Prinzip sicher nicht, da habe er schon recht, aber mit 80 oder mehr in hot pants..., das sei schon etwas anderes. Ob die Apotheke einen Spiegel hätte, der größer als ein Taschenspiegel sei, wollte ich wissen, um ihm erkenntnistheoretisch auf die Sprünge zu helfen. Selbsterkenntnis kann ja Wunder wirken, manchmal.

Wissen Sie, ich verfüge in begrentem Rahmen ebenfalls über Krampfadern – aber ich trage immer lange Hosen!

Bei Ihm sei die optisch-ästhetische Belastung keine Belastung mehr, sondern schon Belästigung, also mit anderen Worten, und er solle das BITTE nicht persönlich nehmen, seine untere Hälfte sei ganz einfach ästhetische Umweltverschmutzung! Wobei ich über die obere Hälfte nichts sagen wollte, weil die ja zumindest weitgehend verdeckt sei. Obwohl, ob das Tomatenflecken auf seinem T-Shirt seien. Wenn ja, dann habe würde er damit Probleme haben, sie zu entfernen, so fest, wie die verkrustet seien...

Nach einer kurzen Pause, die ich zum Luftholen unter der Maske nutzte, fügte ich – immer noch in sehr freundlichem Ton – noch hinzu: Die hot pants, die er trüge, die würden mir sogar bei seiner Enkelin sicherlich nicht gefallen, so wie er aussähe, und wie er offenbar dominant chromosomal ausgestattet sei, würden das erbbedingt vermutlich fürchterliche tonnenförmige Krampfaderträgerteile sein, deren Bezeichnung als Beine eventuell Anlass zu Missdeutung geben könnten. Nein, manchmal sei der lange Rock für Frauen einfach nicht nur klug, sondern auch eine Gnade.

Jetzt begannen andere Kunden in der Schlange sich einzumischen: Rückwirkend betrachtet müssen – geschätzt oder gefühlt – in etwa 66,6% für ein Verbot kurzer Hosen bei alten Kerlen gewesen sein, und 33,3% fanden das nun nicht sooo schlimm und bei den herrschenden Temperaturen könne man doch ausnahmsweise einmal eine Ausnahme machen.

Nö, meinte ich, inzwischen ganz leicht nervös ob des Druckes der sich aus meinem Magen nach oben Entlastung suchte, kotzen sei bei Kälte schon schlimm genug, bei Hitze noch schlimmer.

Ich solle zum Kotzen rausgehen, warf die 45 bis 47jährige von vorne ein, sie könne den Geruch „danach“ in geschlossenen Räumen gar nicht ab, dann müsse sie nämlich auch.

Dem stimmten die meisten zu, meinten aber auch, dass der Alte mit den kurzen Hosen mit rausgehen sollte, weil sonst vielleicht noch der nächste...

In diesem Moment kam Ariadne, die Apothekenhelferin, die den Weg aus den Katakomben offenbar gefunden hatte, um mitzuteilen, die neue Apothekenrundschau sei wie von ihr vermutet, noch nicht da, sie käme vermutlich morgen, aber ganz genau könnten die bei DHL das auch nicht sagen, hätte die Zentrale am Telefon gesagt. Und was hier denn für ein Radau sein?

Ich trat vor, stellte mich vor und versuchte, ihr in ruhigen gesetzten Worten zu erläutern, dass der Herr in kurzen Hosen, optisch für mich, der ich auf der ganzen Welt einiges gesehen hätte, nicht zu ertragen sei, also nicht für normale Menschen mit normalem ästhetischen Empfinden... Das ginge nun einmal gar nicht, der Restbevölkerung so extrem ausgeprägte Krampfadern zu präsentieren. Schließlich bat ich um einen Eimer für draußen, um mich gurgativ zu erleichtern.

Ach, sagte sie daraufhin zu dem Stein des Anstosses: „Opa, du bist schon da? Ist aber auch heiß draußen, oder? Bist Du jetzt dran?“

Ich verstehe, wann ich verloren habe und habe mich daraufhin spontan entschlossen, meine Maske und meine Rezepte in eine anderen Apotheke zu tragen. Gibt ja genug davon.

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Weil hier absolut nichts "Wirtschaftliches" stattfindet und ich als Websitebetreiber keine juristische Person/Firma bin, habe ich von einer Angabe von Steuer(Ident)nummer und Bankverbindung abgesehen. Ich hoffe, das ist für Sie okay - ansonsten können Sie mich ja fragen... (wenn es Sinn macht). Es handelt sich bei VEBQUERSTROM um eine sehr private Website, die Ihrer Unterhaltung dienen und - manchmal mit unsäglichen Kommentaren - auch zum Nachdenken anregen will. Irgendwelche wirtschaftlichen Interessen stehen an keinem Punkt dahinter! Sie können die Artikel und Bilderserien nur konsumieren, nicht kommentieren, also können Sie sich auch nicht als User registrieren. Ein Email-Versand findet nicht statt, das wäre mir viel zu viel Arbeit...

Ob die Website Cookies verwendet oder irgendwelche Daten von Ihnen speichert? Ob irgendwelche Google-Tools im Hintergrund laufen? Ehrlich, liebe User, ich weiss es nicht - und wenn, dann komme ich an diese - Ihre - Daten nicht heran. Ihre Daten interessieren mich auch nicht. Und andere kommen auch nicht an Ihre Daten, hoffe ich. Ich weiß allerdings nicht, ob irgendwelche UK-/US-Geheimdienste mitlesen!!! Also seien Sie lieber vorsichtig...