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Früher war alles einfacher, da hieß das hier Querdenken, Querdenkereien oder Quer-ich-weiß-nicht-was. Dann kamen diese unegalen Möchtegern-Querdenker, die verrückten Ärzte, Köche, Nazis, Impfgegner und Gates-Feinde, die allesamt Corona ablehnen, und das auch öffentlich abstands- und maskenlos protestieren. Mit denen möchte ich bitte auf keinen Fall in einen Topf geworfen werden. Deshalb kein Querdenken mehr, das könnte verwechselt werden, jetzt bin ich eben am ceterum censeo...
 Bananenbuch
"Wenn Bananen "Wenn Gondeln Trauer tragen" sehen.
Ein außergewöhnlicher Fotocomic, den man gelesen haben muss

Hier in voller Länge

Quallen. Bewundernswerte Tiere!

Empfehlung

Häh? Quallen??? Doch, doch, man muss sie nur einmal in IHREM Lebenselement betrachten, frei schwimmend/schwebend im Meer,

nicht angespült im Spülsaum und zwischen Kieseln zerrissen am Strand.

Im Meer sind Quallen, die man fachlich korrekt als Medusen bezeichnet, einfach nur wunderschön.

Quallen existieren schon seeehhhr lange auf der Erde! Sie entwickelten sich zur Zeit der sog. „Kambrischen Explosion“, einer Zeit vor ca. 540 Millionen Jahren, in der „Mutter Natur“ in nur ca. 10 Millionen Jahren das vielzellige Leben resp. vielzellige Lebewesen völlig neu ausprobierte, und als deshalb so gut wie alle modernen Stämme der Tierwelt entstanden – vieles aus unser Sicht „Verrücktes“ und „Neues“ starb bald oder irgendwann wieder aus, die Quallen überstanden die folgenden 540 Millionen Jahre bis heute als „Erfolgsmodelle“ in allen Meeren. Sie überlebten dabei fast alle anderen Tierarten. Und sie weisen eine sehr interessante Fortpflanzung auf!

Es ist schwer vorstellbar, aber diese „meerischen Glibberdinger“ sind tatsächlich Raubtiere, keine wilden Raubtiere, die sich auf ihre Beute stürzen, aber sie leben carnivor. Wenn man an Raubtiere denkt, dann sicherlich zuerst einmal an Katzen (fragen sie einmal die Mäuse), Löwen (fragen Sie einmal die Antilopen), Wölfe (... Schafe), Wale (... die Vertreter des Krills) usw.

Ich betrachte Medusen gerne im Oberflächenwasser der Ostsee, zum Beispiel hier an unseren Stränden, am besten vom Ufer oder von einer Seebrücke aus. Hier bei uns an der Ostsee kommen vor allem Ohrenquallen vor, die bis zu 20 bis 30 cm Durchmesser erreichen. Von meinem Beobachtungsplatz an Land kann ich, der Nichtbadende und -taucher, sie gut beobachten. Sie scheinen schwerelos im Meerwasser zu schweben. Normalerweise kommen sie vor allem bis in ein paar Zig Meter Tiefe vor (soweit, wie das Licht das Wasser durchdringt), sie lassen ihre fallschirmartigen fast durchsichtigen Körper langsam pulsieren, um sich mit geringstem Energieaufwand in der Schwebe zu halten (da sie selbst zu 99% selbst aus Wasser bestehen, benötigen sie nur sehr geringen Auftrieb; sie leben in Wirklichkeit keinesfalls schwerelos, das scheint nur so „leicht“), oder um sich mit geringer Geschwindigkeit gerichtet fortzubewegen – allerdings nicht gegen starke Strömungen, dazu reicht es bei ihnen nicht.

Medusen bewegen sich mit einer Art Raketen-Antrieb, na gut, Raketchen-Antrieb, vorwärts. Wasser wird von den Seiten vor Mund und Magen der Meduse gestrudelt und dann nach dem „Auslutschen“ des Plankton-Inhalts mit leichtem Schwung nach hinten weggestoßen – so ergibt sich die pulsierende Bewegung des Schirmes der Meduse, und daraus ergibt sich schlussendlich ein geringer (aber immerhin vorhandener) Vortrieb in Richtung des „Rückens“ der Meduse. Die Meduse schwimmt also quasi rückwärts.

„Typisch Wikipedia“

In Wikipedia (https://de.wikipedia.org/wiki/Ohrenqualle) wird die maximale Schwimmgeschwindigkeit der Ohrenqualle mit 10 km pro Stunde angegeben. Wenn das so wäre, wäre das verdammt schnell! Denn das wären nach Adam Riese ca. 2,75 Meter pro Sekunde. Das ist natürlich Quatsch! Denn das wäre deutlich schneller als Adam Peaty, der aktuelle Weltrekordler im 100-Meter-Brustschwimmen, schwimmt: Der schaffte beim Weltrekord nämlich „nur“ 1,75 Meter/Sekunde. Ich vermute als korrekten Wert eher eine Höchstgeschwindigkeit von 10 Meter/Stunde oder 17 cm/Minute! Also: Falsch abgeschrieben!

Fazit: Glaube nie, was Du in Wikipedia liest...

Ohrenquallen können in Nord- und Ostsee in großen Schwärmen auftreten, sogar in sehr, sehr großen! Dann können sie für Badegäste tatsächlich für einige Tage zur Plage werden, wenn man „gefühlt“ fast kein Wasser vor lauter Quallen sieht. Aber das sind sehr seltene Einzelfälle.

Quallen konnten auf See ungewollt zur Gefahr für Fischdampfer oder –kutter werden, nämlich dann, wenn sie in großen Schwärmen in den Fischfangnetzen gefangen wurden. Solche Berichte gibt es von früher, als Echolot und sog. Fischlupen noch nicht selbstverständlich an Bord waren. Die Last der Netze konnte in seltenen Fällen so groß werden, dass die Besatzungen die Schiffe nur dadurch retten konnten, dass sie die Schleppleinen der Netze kappten!

Für viele Quallenarten hat man auf hoher See ein ausgeprägtes „Fahrstuhlverhalten“ beobachtet: Frühmorgens lassen sie sich in größere Tiefen „fallen“, am Abend und nachts steigen sie aktiv wieder auf. Die Erklärung ist einfach: Sie folgen damit einfach den tageszeitabhängigen periodischen Ab- und Aufbewegungen ihrer Beute, dem Zoo­plankton.

Ich habe es eingangs durchaus mit Bewunderung schon angedeutet, dass Quallen zu den erdgeschichtlich erfolgreichsten Tierarten überhaupt gehören – offenbar hat es sie nämlich schon vor 540 Millionen Jahren gegeben! Jedenfalls gibt es aus der Zeit die ältesten Versteinerungen von Medusen.

Sie existieren also etwa 500mal so lange wie Menschen auf der Erde.

Wichtig: Sie haben alle Massenaussterben[1] der Erdgeschichte (bei denen jeweils zwischen 60 und 85% aller Tierarten ausstarben) vor jeweils ca. 444, 370, 360, 260, 250, 200 und vor 66 Millionen Jahren, als die beliebten Dinos sich verabschieden, relativ lässig überlebt.

In den Meeren pulsierten Quallen schon seit mehr als eine Viertel Milliarde Jahren durch die Meere, als die Vorläufer der Dinosaurier sich vor ca. 250 Millionen Jahren noch reiflich überlegten, wie es mit ihnen nun weitergehen sollte, u.a., ob sie überhaupt „Dinos“ werden wollten und wo und wie...

Sogar als die letzten T. Rex-Nachfolger vor 66 Millionen Jahren nach einem Meteoriten-Einschlag bei Mexiko schon wieder ausgestorben waren, schwebten die „Fallschirme“ der Medusen immer noch mehr oder weniger ungerührt ob der „grande catastrophe“ an Land durch ihre Meere. Sie machten einfach weiter „as usual“, als ob nichts geschehen sei...

Und als die wasserscheuen landlebenden Vorläufer der Wale vor etwa 55 Millionen Jahren am Meeresstrand noch zaudernd überlegten, ob es sich für sie lohnen könne, wieder zurück ins Wasser zu gehen (woher sie schließlich gekommen waren) und ihre Vorderbeine in Flossen und ihre Hinterbeine quasi in nix zu verwandeln, warteten die Quallen schon seit einer halben Milliarde Jahren auf sie. DAS nenne ich ´mal eine Erfolgsgeschichte des Lebens!

Quallen ansich und erst recht Ohrenquallen, die trotz ihres Namens wahrscheinlich nicht hören können, denken sich ganz bestimmt nix Böses. Sie werden mit ihrem primitiven Nervensystem keine konstruktive Gedanken entwickeln und verfolgen können – vielleicht außer, dass sie a) immer Hunger haben, und b) dass man (wer?) sie sie bitte überleben lassen sollte. Vielleicht denken sie ja auch, „ist aber schön hier im Wasser vor dem Strand von Juliusruh“ oder „ganz schön warmes Wasser hier“ – aber ich glaube es eher nicht.

(Über)Leben „will“ nicht nur die Meduse, sondern schon der primitivste Zellhaufen, jede einzelne Zelle will das, und sogar Lebensformenvorläufer wie Viren, die noch gar nicht richtig leben, „wollen“ das auch. Alle, die mal dran genascht haben, wollen leben. Das scheint als Grundprogramm in unserem Gencode (wenn ich unter „uns“ alle Lebewesen, Pflanzen und Tiere, Archaeen, Bakterien und Viren etc. einschließen darf) irgendwo versteckt zu sein. Dieses Teilchen Gencode hat offenbar bloß noch niemand gesucht und/oder gefunden.

Medusen ernähren sich überwiegend carnivor, also als „Fleischfresser“, also von Zooplankton, vor allem von kleinen Krebstieren wie Ruderfußkrebsen, Protozoen und Larven anderer Meeresorganismen. Größere Arten – keine Sorge, die kommen in der Ostsee nicht vor! – können auch größere frei schwimmende Organismen bis hin zu Fischen erbeuten. Die an den Stränden der Ostsee häufigen Ohrenquallen vertilgen als Jungtiere gerne auch pflanzliches Plankton, insofern kann man sie fast als „Kühe“ der Ostsee bezeichnen – das hört sich denn doch schon sehr viel harmloser und beruhigender an, als Fleisch fressendes Raubtier, oder?

Das oben angesprochene Grundprogramm jeder Meduse sagt ihr, dass sie eigentlich nur solange überleben will/muss, bis sie sich fortpflanzen konnte. Dann, naja... Vielleicht „wollen“ sie vorher noch, dass sie möglichst nicht an den Strand gespült werden, denn dort warten im Sommer ihre ärgsten Feinde: Mehr oder weniger nackte kleine Jungen und Mädchen mit Kinderschaufeln, die sie freudig in Eimerchen fangen und/oder mit steigender Begeisterung und Lautstärke in Stücke hacken, weil Mutti und Vati keine Ahnung haben, und das schöne Tier nicht wegen seiner Schönheit bewundern, sondern laut „ihhh“ schreien, wenn sie eine Qualle auch nur sehen oder von ihr berührt werden. Schade.

Dabei tun Ohrenquallen uns Menschen nun wirklich nichts, eigentlich würden sie uns wahrscheinlich sogar sehr gerne aus dem Wege gehen! Dagegen stehen vermutlich ihre miesen Augen, sonst hätten sie schon lange Reissaus vor uns genommen. Sie bestehen zu 99% aus Wasser und etwas Gallerte. Wie andere Tiere auch, verfügen sie über verschiedene Organe. Bei ihnen sind zu nennen:

Der Schirm. Der ist das „eigentliche“ Tier, der Körper der Meduse. Dieser besteht zu 99% aus Wasser und etwas , na, nennen wir es „Gallerte“, das muss für den Beginn reichen, und enthält u.a. einen sehr großen und hungrigen Magen, die Fortpflanzungsdrüsen (die der Bio­-loge Gonaden nennt) und einen Nervenring, über den u.a. anderen Reflexe, Bewegungsrichtung und Bewegung gesteuert werden. Das Nervensystem der Meduse ist extrem einfach gebaut und reicht keinesfalls für die Verarbeitung komplexer Gedanken. Jeder Regenwurm ist im Vergleich mit einer Meduse ein „echter Einstein“, klar?

Medusen besitzen Augen, also können sie sehen! Sie verfügen sogar über 4 Augen mit Linsen. Trotzdem handelt es sich, das wird Sie jetzt nicht überraschen, um wirklich sehr einfach gebaute Augen. Es hat noch niemand das Meer durch ihre Augen betrachtet. Der Aufbau der Ohrenquallenaugen lässt allerdings vermuten, dass die Tiere maximal hell/dunkel unterscheiden können. Das muss ihnen allerdings reichen, sonst hätten sie nicht 500 Millionen Jahre überlebt.

Wir Menschen besitzen im sog. Labyrinth des Innenohres ein komplexes Gleichgewichtsorgan, Medusen verfügen ebenfalls über etwas, was man als Gleichgewichtsorgan interpretieren kann: Es sind sog. Stato­­lithen. Die sind sehr viel einfacher als unser Labyrinth gebaut und dienen v.a. der Lagekontrolle der Meduse im Wasser.

Ganz wichtig ist der Meduse ihr Magen, der alles verdaut, was der eingestrudelte Wasserstrom mit sich führt, also v.a. tierisches Plankton oder das, was die hundsgemeinen Tentakel einiger Quallen geangelt haben.

Ich will Sie jetzt nicht erschrecken, das betone ich gleich! Die im Folgenden beschriebenen Viecher gibt es bei uns weder in Ost- noch Nordsee, nur in Australien und in den Australien großräumig umgebenden Gewässern, und ich will sie hier nur wegen der Sensation aufführen. Ich meine Portugiesische Galeeren – das sind quallenartige Kolonien, deren Fangarme bis zu 30 Meter lang sein können, und die verfügen nun über WIRKLICH richtig giftige Nesselzellen. Wer in deren Fangarme gerät, der kann „einpacken“... Im Englischen werden sie als „Atlantic Portuguese man o' war oderFloating Terror“ bezeichnet – echt, beide Namen passen... Die bei Kontakt mit ihren Tentakeln erlittenen Verbrennungen sind lebensgefährlich! Aber wie gesagt, die kommen v.a. down under und im Indischen Ozean und im Pazifik vor. Gut, man hat auch schon welche vor Südengland treiben sehen, aber das damit verbundene Badeproblem wird sich nach dem Brexit ja erledigt haben, wenn wir keine Passierscheine mehr für englische Strände erhalten... Ehrlich gesagt, handelt es sich nicht einmal um echte Quallen. Die tun nur so... Die äußere Erscheinungsform der Portugiesischen Galeere ähnelt zwar stark einer Qualle, tatsächlich besteht sie jedoch aus einer ganzen Kolonie voneinander abhängiger Polypen. Deren Einzeltiere haben sich nach und nach auf bestimmte Aufgaben wie Nahrungsaufnahme, Fortpflanzung, Abwehr oder die Ausbildung von Fangfäden spezialisiert. Das ist alles superinteressant und beeindruckend, aber da es sich nur um sehr, sehr entfernte Verwandte der uns interessierenden echten Quallen gehört, muss dieser kleine Ausflug hier enden.

Gonaden nennt man die Fortpflanzungsorgane von Tieren, wenn man vornehm sein will oder Biologe ist. Natürlich existieren Medusen, also Quallen, als Männchen und Weibchen. Der Fachmann unterscheidet sie an den verschieden gefärbten Gonaden, die im durchscheinenden Gallertekörper gut sichtbar sind, der Laie nicht.

Hochinteressant und den meisten Strandburgenbauern aus dem Binnenland völlig unbekannt ist der Generationswechsel dieser Tiere: Eine Generation – man kann nicht sagen „die erste“, denn dann wären wir beim Ei-Huhn-Dilemma) lebt als frei im Meer schwebende Meduse (vulgo „Qualle“), die nächste Generation als fest am Boden sitzender Polyp, der von seinem oberen Ende ungeschlechtlich (!) jeweils bis zu ca. 20 kleine Quallen abschnürt und damit freisetzt, die im Meer zu Medusen heranwachsen, die sich dann wieder geschlechtlich (!) über die Vereinigung von Eiern und Spermien zu Larven, und die schließlich zu festsitzenden Polypen entwickeln. Eigentlich nicht schwer zu verstehen, aber interessant.

Wenn Medusen an den Strand gespült werden (ohne vorher von grausamer Kinderhand zerhackt worden zu sein) sterben sie sofort, weil sie an der Luft zusammenfallen und sehr schnell austrocknen.

In der Ostsee kommen zu >99% harmlose Ohrenquallen vor, zu den anderen <1% gehören u.a. die sog. „Feuerquallen“ – die sind zwar nicht wirklich gefährlich, auch nicht entfernt so gefährlich wie die o.g. Portugiesischen Galeeren, aber tatsächlich unangenehm, denn sie verfügen an ihren bis zu einem Meter langen Tentakeln über hundsgemeine Nesselzellen, die, wenn man sie berührt oder von ihnen berührt wird, SEHR unangenehm brennen. Man geht ihnen besser aus dem Weg. „Feuerquallen“ – der Name ist Programm – lösen am Strand jeweils „Alarm“ (= Panik) aus, wenn die erste gesichtet resp. gespürt wurde.

Die oben erwähnten Nesselzellen hat Mutter Natur den Medusen ja nun wirklich nicht geschenkt, um badende Menschen zu ärgern oder zu verletzen. Sie dienen dazu, Beutetiere zu betäuben, damit sie dem Zentralmagen zugeführt werden können. Diese Nesselzellen „explodieren“ bei leichter Berührung und setzen ein Nervengift frei, das dieses unangenehme Brennen auf der Haut verursacht, das tatsächlich wie eine Verbrennung aussieht. Interessanterweise gibt es identisch aussehende und funktionierende Nesselzellen auch im Pflanzenreich, nämlich u.a. bei Brennnesseln. Die Zellen haben entwicklungs­ge­schichtlich nichts miteinander zu tun, es handelt sich um parallel entwickelte Lösungen der Natur für vergleichbare Probleme. Diese Explosion und die damit verbundene Bewegung der Nesselzelleninhalte sind übrigens die schnellsten Bewegungen, die im Tier- und Pflanzenreich gemessen wurden. Interessant, ja faszinierend – aber, zugegeben, vermutlich wenig tröstlich für die Be- oder Getroffenen.

Gegen das Brennen nach Feuerquallenkontakt hilft übrigens Essig, den man über die brennenden Stellen der Haut gießt. Dessen Säure zersetzt das Nesselgift sehr schnell und damit verschwindet der Schmerz.

Ich hoffe, dass klar geworden ist, dass Quallen (Medusen) in der Tat sehr interessante Tiere sind, die zu betrachten sich lohnt. Und man muss sie am Strand nicht zerstören, im Endeffekt werden sie uns doch wieder überleben – das haben sie schon immer so gemacht, seit 550 Millionen Jahren.


[1] Massensterben: Oberes Ordovizium (444 mio Jahre), Kellwasser-Ereignis (370 mio Jahre), Hangenberg-Ereignis (359 mio Jahre), Capitanium (260 mio Jahre), Perm-Trias-Grenze (252 mio Jahre), Trias-Jura-Grenze (201 mio Jahre) und Kreide-Paläogen-Grenze (66 mio Jahre)

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