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Früher war alles einfacher, da hieß das hier Querdenken, Querdenkereien oder Quer-ich-weiß-nicht-was. Dann kamen diese unegalen Möchtegern-Querdenker, die verrückten Ärzte, Köche, Nazis, Impfgegner und Gates-Feinde, die allesamt Corona ablehnen, und das auch öffentlich abstands- und maskenlos protestieren. Mit denen möchte ich bitte auf keinen Fall in einen Topf geworfen werden. Deshalb kein Querdenken mehr, das könnte verwechselt werden, jetzt bin ich eben am ceterum censeo...
 Bananenbuch
"Wenn Bananen "Wenn Gondeln Trauer tragen" sehen.
Ein außergewöhnlicher Fotocomic, den man gelesen haben muss

Hier in voller Länge

Junge Miesmuschelschalen im Spülsaum am Strand
Junge Miesmuschelschalen im Spülsaum am Strand

Muscheln, insbesondere Miesmuscheln

KB by KB

Die meisten Menschen kennen Muscheln nur in Wein- oder Tomatensoße beim Italiener oder als Austern beim Franzosen.

Muschelesser*innen sollten die ersten Abschnitte dieses Textes zwischen den Linien wohl besser überschlagen ;-)


Ganz nebenbei: Austern (das sind übrigens auch Muscheln!) gehören zu den wenigen Tierarten, die auch in der westlichen Welt lebend gegessen werden. Brrr.
Und das Wissen der meisten Menschen über Muscheln beschränkt sich darauf, dass man sie nur in Monaten mit „r“ essen soll, also von September bis April, und dass man die Austern mit Zitronensaft ansäuert und mit Champagner schlürft.
Von mir dürfen Sie hier und jetzt keine Rezepte erwarten, dazu verweise ich auf Chefkoch.de oder ähnliche Webseiten.
Ich weiß nämlich, dass jede Muschel, vor allem der essbare Teil davon, vor allem aus Kiemen, Darm, Herz und Gonaden besteht – und dem durchaus muskulösen Fuß. Da sich Muscheln als Filtrierer ernähren, „ziehen“ sie sich „alles“ durch die Kiemen – wirklich alles! Und da bleibt nicht nur „Leckeres“ hängen, glauben Sie mir. Auch Schwermetalle. Muscheln filtrieren das Wasser, in dem sie leben. Pro Stunde kann eine mittlere Miesmuschel von ca. 6 cm Länge 1 Liter Wasser von „allem“ klären. Und das „alles“ bleibt dann in der Muschel. Viel Spaß, Guten Appetit.
Statt der Weißweinsoße, die zugegebenermaßen, gar nicht sooo schlecht schmeckt, trinke ich den entsprechenden Weißwein lieber direkt, also nicht als Soße. Ist gesünder, glaube ich. Und die Tomatensoße schmeckt mir auch besser „pur“ zu Pasta.


Aber zurück zu den Muscheln bevor sie zur Soßeneinlage werden. Hier bei uns in der Ostsee leben vor allem Miesmuscheln, Sandklaff- und Herzmuscheln sowie Klappmessermuscheln.

Meist liest man, dass die Miesmuscheln der Ostsee zwischen 6 und 8 cm lang werden. Gelogen. Ich selbst habe aus ca. 30 m Tiefe und relativ kaltem Wasser Miesmuscheln von ca. 15 bis 20 cm Länge für biologische Versuche geholt. Heute würde man das wahrscheinlich Studenten nicht mehr machen lassen, heute würde man die Muscheln wohl am PC simulieren! Was für ein Unsinn.

Die Muscheln sind biologisch gesehen eine Klasse der Weichtiere. Verwandte innerhalb der Weichtiere sind u.a. Schnecken und Kopffüßler. Vor allem Kopffüßler würde man jetzt nicht als verwandte von Muscheln erwarten, oder? Kennzeichnendes Merkmal der Muscheln ist ein aus zwei kalkigen Schalen bestehendes Gehäuse mit einem artspezifischen Schloss und ein weitgehend reduzierter Kopf. Sie leben (kopflos) weltweit in Salz- , Brack- und Süßwasser und sind meist zwischen 0 und 100 m, selten in sehr großen Wassertiefen zu finden. Muscheln leben vor allem im Meeresgrund, sind an ihm festgewachsen oder liegen frei auf ihm. Miesmuscheln klammern sich mit speziellen Haftfäden an festen Untergründen - auch aneinander fest, das nennt man dann eine Muschelnbank. Die meisten Muschelarten ernähren sich von Plankton, das sie mit ihren Kiemen aus dem Wasser filtern.

Die ersten Muscheln erscheinen erstmals vor etwa 500 Millionen Jahren, sie gehören damit zu den ältesten lebenden Tierarten.

Folgende „Fortbewegungs“arten sind bei Muscheln bekannt:

•             Krabbeln = Fortbewegung mit Hilfe des Fußes

•             Schwimmen = Durch Schalenklappern freies Schwimmen auf kurzen Strecken

•             Klettern = Verankern mit Byssusfäden; durch Bildung neuer Byssusfäden und Auflösen alter

•             Feste Verankerung mit der Schale am Untergrund

•             Keine feste Verankerung, da von Substrat geschützt

Bei Arten, die in Substrat etwa Holz oder Stein bohren, kann die Bewegungsfähigkeit eingeschränkt und die Schale als Schutz reduziert sein. Beispiele sind Schiffsbohrwürmer und Bohrmuschel.

Miesmuscheln bestehen aus einer rechten und linken Schalenhälfte, die mit einem elastischen Schlossband zusammengehalten werden. Die Schale setzt sich aus 3 Schichten zusammenganz innen findet sich silberweiß glänzend die Perlmuttschicht. Auf der Schale von Miesmuscheln sitzen häufig Seepocken, das sind festsitzende Krebse.

Die Schale der Miesmuschel dient ihr zum Schutz, sie kann bei Gefahr ruckartig mit dem Schließmuskel geschlossen werden. Geschlossen kann die Miesmuschel über Wochen verharren. Vermutlich wird ihr dabei etwas „blümerant“ zumute, aber das ist nur eine persönliche Vermutung, die durch nichts als meine Vorstellung und Fantasie belegt ist. Aber wie würden Sie sich fühlen, wenn sie sich wochenlang Mund und Nase und Po zuhalten müssten?

Der einzelne Fuß trägt die sog. Byssusdrüse. Diese Drüse stellt mit Hilfe von Eiweiß und aus dem Meer gefiltertem Eisen die Byssusfäden her, die so gut funktionieren, dass Biotechniker auf den von ihr produzierten Klebstoff ganz neidisch werden und versuchen, ihn im Labor nachzubauen.

Miesmuscheln gehören übrigens zu den wenigen Muscheln, bei denen auch die ausgewachsenen Tiere noch Byssusfäden produzieren, mit denen sich die Muscheln am Untergrund verankern resp. den „Ankerplatz“ verlassen. Denn die Byssusverbindung kann wieder gelöst werden, indem die Muschel die Fäden sekretorisch abtrennt. Miesmuscheln nutzen ihre Byssusfäden auch zur Verteidigung, indem sie kleinere Schnecken, z. B. Reusenschnecken damit einspinnen.

In der Mantelhöhle der Miesmuschel sind zwei stark durchblutete Kiemen mit Kiemenblättern. Und zwischen den Kiemen befindet sich ein muskulöser Fuß (eben der mit der Byssusdrüse). Diese Drüse stellt mit Hilfe von in der Miesmuschel enthaltenem Eiweiß und aus dem Meer gefiltertem Eisen die Byssusfäden her. Miesmuscheln haben außerdem einen wirklich kräftigen Schließmuskel, der sich von allen anderen bekannten Muskeltypen im Tierreich funktionell deutlich unterscheidet. Die Muskelfilamente können sich nämlich ineinander verhaken, weshalb sie kaum zu lösen sind, ohne ihn zu zerstören. Und wenn die Schale schön geschlossen bleibt, kann der Muschel nix passieren... Außer, draußen hockt ein Seestern auf den Schalenhälften und zieht und ziieehht und ziiieeehhht – und irgendwann kann die Muschel nicht mehr und gibt auf. Technischer K.O. in der siebenhundertsten Runde durch schiere Kraft: Die Muschelschalen werden auseinandergezogen, vollkommen geöffnet, und dann wird die arme Muschel aufgefressen. Wie eine Auster bei lebendigem Leibe. Allerdings ohne Zitrone. Tatsächlich, es ist ein Scheißleben als Miesmuschel. Auch ohne Weißwein- oder Tomatensoße.

Außerdem weist jede Miesmuschel noch andere lebenswichtige Organe wie Herz, Magen, Darm und Niere auf. Wobei sich der Darm durch das Herz zieht. ??? Doch!

Ein Nervensystem ist vorhanden, aber schon sehr einfach aufgebaut, jeweils zwei "Kopf"-, Fuss- und Darmnervenknoten steuern die Funktionen der entsprechenden Organe - man darf sich nicht vorstellen, dass sie irgendwelche "Gedanken" damit wälzen könnten. Wahrscheinlich können sie noch nicht einmal Bauchschmerzen spüren... Einfache Sinneszellen sind im gesamten Weichkörper verteilt; an Sinnesorganen gibt es im weitesten Sinne "Geschmack" und seltsame mechanische Organe, und bei einigen Arten sogar Augen unterschiedlicher Entwicklungsstufen. Viel sehen können sie damit allerdings nicht, höchstens hell und dunkel unterscheiden. Wozu sollten sie auch gut sehen können, in ihrem Lebensbereich gibt es nix zu sehen! Aber da kann man einmal sehen, dass man als Tierart 500 Millionen Jahre ohne Gehirn und irgendwelche Gedanken überleben kann. Denken scheint in diesem Sinne nicht wichtig zu sein!

Also muss man sich am Strand auch nicht vor eine Muschel setzen und überlegen, was sie sich jetzt wohl gerade denkt. Sie denkt nämlich: ...nix! 

Zu den natürlichen Feinden gehören neben Seesternen noch andere – aus Sicht der Miesmuschel – allesamt fiese Gesellen aus dem Tierreich: Unter anderem Walrosse, Fische (u.a. Flunder und Scholle), Heringsmöwen, Austernfischer und Enten.

Die Miesmuschel ernährt sich – wie oben bereits erwähnt – durch Filtrieren von Wasser. Das Wasser gelangt durch die Einströmöffnung in die Mantelhöhle, in der durch die Wimperhärchen ein permanenter Wasserstrom erzeugt wird. So bleiben die winzigen Nahrungspartikel an der Schleimschicht der Kiemen hängen, und die Kiemen filtern gleichzeitig den im Wasser enthaltenen Sauerstoff. Danach fördern die Wimperhärchen den Schleim der Kiemen mit den Nahrungspartikeln zum Mund der Miesmuschel und von dort weiter in Magen und Darm, wo die Nahrung letztlich verdaut wird. Unverdauliche Reste werden mit dem Atemwasser wieder ausgestoßen.

Jedes Frühjahr und jeden Sommer legen Miesmuschel-Weibchen fünf bis zehn Millionen Eier ab, die dann von den Männchen befruchtet werden. Aus den befruchteten Eizellen werden Larven, die im Laufe ihrer vierwöchigen Entwicklung zur Jungmuschel zu 99,9 Prozent aufgefressen werden. Dennoch bleiben nach dieser „Auslese“ noch immer ca. 10.000 Jungmuscheln pro „Mutter“ übrig.

An einigen wenigen Offshore Windkraftanlagen hat man sehr erfolgreich Zuchtversuche mit Miesmuscheln gemacht, indem man einfach Seile von den Plattformen ins Wasser hängen ließ. Quasi "sofort" hat sich ein Miesmuschelbesatz gebildet, der das Potenzial für professionelle Zucht aufwies

Diese Jungmuscheln sind ca. drei Millimeter groß und treiben oft noch mehrere hundert Kilometer im Meer umher, bevor sie sich mit einer Größe von ungefähr fünf Zentimetern in Küstenregion mit ihren Byssusfäden festsetzen.

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