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Früher war alles einfacher, da hieß das hier Querdenken, Querdenkereien oder Quer-ich-weiß-nicht-was. Dann kamen diese unegalen Möchtegern-Querdenker, die verrückten Ärzte, Köche, Nazis, Impfgegner und Gates-Feinde, die allesamt Corona ablehnen, und das auch öffentlich abstands- und maskenlos protestieren. Mit denen möchte ich bitte auf keinen Fall in einen Topf geworfen werden. Deshalb kein Querdenken mehr, das könnte verwechselt werden, jetzt bin ich eben am ceterum censeo...
 Bananenbuch
"Wenn Bananen "Wenn Gondeln Trauer tragen" sehen.
Ein außergewöhnlicher Fotocomic, den man gelesen haben muss

Hier in voller Länge

Leben, alles Leben will leben!

Klaus Bock by Klaus Bock

Vorhin habe ich eine Spinne im Ausgauß weggespült, die da einfach so dasaß.

Hinterher, als sie im Waschbeckenorkus verschwunden war, hat sie mir leidgetan. Will nicht alles Leben leben? Warum musste ich sie nur töten? Bloß weil sie anders ist als ich? Acht Beine, acht Augen, Außenskelett, ein anderes Nervensystem ohne Zentralgehirn? Und trotzdem – sie wollte leben. Als die ersten Spritzer Wasser sie trafen, rannte sie panisch los, hatte aber keine Chance gegen mich...

Hinterher hat sie mir leidgetan, aber das sagte ich schon. Ich bin dann rausgegangen, um ein paar andere Spinnen auf dem Balkon zu retten. Wiedergutmachung!

Alles was lebt, will leben, überleben. Ob Kuh oder Schwein im Schlachthof, Huhn im Hühnerhof oder Karnickel im Stall – jedes Lebewesen will weiterleben, jedes Lebewesen – egal wie gut es schmeckt – muss dieses Überlebens-„Gen“ in sich eingebaut haben. Legen sie einen Regenwurm auf die Straße – sofort beginnt er panisch zu „rennen“, um ins weiche Gras zu kommen, legen Sie einen Hummer in kochendes Wasser, er ... ich habe es nur einmal gesehen – war nicht schön. Er kämpft auch mit zusammengebundenen Scheren. Chancenlos.

Bakterien fliehen im Mikrokosmos vor Bakteriophagen, und sie haben raffinierte Methoden entwickelt, sich gegen Raubbakteriophagen zu wehren. In der Nahrungspyramide ergibt sich kein Wesen wehrlos „seinem“ über ihm in der Pyramide stehenden Raubtier, egal, ob es eine Chance hat oder nicht, es versucht zu fliehen, um zu überleben. Jedes Schnupfen- und Coronavirus überlebt stundenlang auf Türgriffen auf Metall oder Banknoten aus Spezialpapier, also auf Umgebungen, die so gar nicht zu seinen biologischen Lebensumgebungen gehören: Aber auch sie wollen um jeden Preis überleben! Und das gilt auch für Pflanzen - wenn sie laufen könnten, würden Getreidehalme wahrscheinlich schreiend vor dem Mähdrescher und Bäume vor der Motorsäge davonlaufen. Und manche Topfpflanzen würden eventuell vom Balkon springen, wenn man sie nur liesse. Ich denke da an eine bestimmte Nachbarin, ohne "grünen Daumen", die allerdings glaubt, ihre Pflanzen zu lieben... In Wirklichkeit "pflegt" sie sie in den Tod.

Im Grunde war und ist die ganze Evolution eine einzige 3,5 Milliarden Jahre währende Geschichte vom Versuch, besser als der natürliche Freßfeind zu werden: Schneller laufen | schwimmen | fliegen zu können, höher springen zu können, täuschende Formen und Farben anzunehmen, um sich besser verbergen oder Giftigkeit vortäuschen zu können, Brachiosaurier und Blauwale haben das Größerwerden zum Extrem getrieben, ihr Prinzip war, größer zu werden, um kein „Appetithappen“ mehr zu sein, Säugetiervorfahren aus der Zeit wurden mausklein, um sich vor den Donnerechsen verbergen zu können – alles geschah, um nicht gefressen zu werden, um zu überleben. Und die anderen, die Freßfeinde, haben im Laufe der Evolution immer wieder auf- und überholt... Tyrannosaurus, Kolosskalmare und Hauskatzen sind Beispiele.

Es ist seit dem ersten Großen Aussterben vor 500 Millionen Jahren eine endlose Geschichte vom Haas und Swinegel, in der periodisch immer wieder (fast) alle ausgestorben sind. Aber das Leben hat danach jeweils mit neuen Ideen wieder neu angefangen. Und das Überleben-"Gen" hat den Sprung in die neuen Viecher immer geschafft.

Das Überleben steckt einfach in allen von uns drinnen – egal ob Virus, Bakterium, Achae oder Vielzeller. Als vor 3,5 Milliarden Jahren die Idee vom Leben erstmals aufkam, da war das Überlebens-„Gen“ schon dabei. Als ob es das erste überhaupt war, das erfunden wurde...

War es wahrscheinlich auch. Wenn man es sich genau überlegt, musste es die allererste Eigenschaft des Lebens sein. Sonst hätte das erste Virus – oder wer da auch immer als Erster „vivo?“ (=lebe ich?) gedacht hat – sich in der feindlichen Welt einmal kurz umgeschaut und sofort festgestellt, dass das Leben ansich damals eine ziemliche Plackerei sein konnte (es war eine heisse stinkende anaerobe Welt im sog. Hadaikum!) und hätte gleich am Anfang der Entwicklung des Lebens schon wieder aufgegeben. Ich kann mir das so richtig vorstellen, wie das Virus nach dem ersten vorsichtigen Blick gedacht hat, „nee, wirklich nicht, Jungs*, ohne mich...“ und sich von nächsten Meteoritenschauer erschlagen ließ. Das wäre es dann gewesen mit dem Leben. Es ist sehr fraglich, ob das Leben auf diesem Planeten eine zweite Chance bekommen hätte. Vielleicht, aber nicht sicher...

Aber diese Chance hatte dieses allererste Lebewesen oder Lebensmolekül nicht, denn es sollte | wollte | musste überleben. Warum auch immer. Und irgendwo in unserem Gencode muss dieses Schnipsel „Überlebenswille“ immer noch versteckt sein. Es hat bloß noch niemand entdeckt. DAS wäre mal den Nobelpreis wert (oder alle zusammen auf einmal). Und wenn man es dann mit einer Genschere gezielt ausschalten könnte, wären alle Probleme der Welt gelöst... oder so, oder auch nicht.

* Die gab es damals noch nicht, das habe ich nur so eingefügt

 

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