Russland pleite! Kündigte der SPIEGEL an. Was Blödsinn ist.

Russland steht offenbar vor einem Zahlungsausfall auf Auslandsschulden. Die Hintergründe sind kompliziert

Russland hat genug Geld im In- und Ausland. Russland betont, wirtschaftlich in der Lage und auch Willens zu sein, seine Schulden zu bedienen. Können sie aber nicht, denn der Bezahlung stehen scharfe Sanktionen vornehmlich westlicher Länder entgegen, die als Reaktion auf den Krieg Russlands gegen die Ukraine ergriffen wurden. Deswegen kann Moskau weder auf den Großteil seiner Finanzreserven im westlichen Ausland zugreifen, noch heimische Reserven an westliche Gläubiger weiterleiten. Es handelt sich also um ein technisches Problem.

Die Gläubiger "sehen" das russische Geld sozusagen hinter einer Mauer, über die niemand klettern darf - auch nicht Herr Scholz oder Herr Biden. Das Geld ist da! Das Geld ist aber von unseren Sanktionisten eingefroren - aber es ist da! Für die Gläubiger ist das nun eine dumme Situation: Sie kommen an dieses Geld nicht ´ran, unter keinen Umstaänden, solange die Sanktionen bestehen, Sie müssen es aber als Zahlungsausfall bilanzieren. Im Extremfall können die Gläubiger pleite gehen. Dumm gelaufen.

Das könnte wirklich lustig werden, wenn neben der steigenden Inflation auch noch westliche Kreditgeber (Banken) in wirtschaftliche Schieflagen kommen, weil unsere Regierungen SWIFT für Russland abgeschaltet haben. Mal schauen, wem sie dann die Schuld geben werden: Griechenland? Nein, die mussten schon letztes Krisenmal herhalten. Klar müssen die Banken dann wieder vom Volk gerettet werden – wg. Systemrelevanz!

Naja, hat mal wieder keiner vorher nachgedacht. Schönen Dank auch AMPEL! Schwätzen könnt Ihr ja, nur mit dem Denken hapert´s eben. Dummheit hat in Deutschland beliebte Namen - Sie kennen sie... (wenn ich sie hier nennen würde, wäre es der Tatbestand der Beleidigung von Leberwürsten).


Die chinesische Global Times kommentiert so:

Nachdem die letzte Frist für zwei überfällige Zinszahlungen Russlands in Höhe von insgesamt 100 Millionen Dollar am Sonntagabend verstrichen war, erklärten westliche Medien, dass Russland, da die Anleihegläubiger die Zahlungen noch nicht erhalten hätten, vor dem ersten großen Zahlungsausfall bei Auslandsschulden seit über einem Jahrhundert stehe.

Es muss jedoch darauf hingewiesen werden, dass der Grund, warum die internationalen Gläubiger die Zahlungen nicht erhalten konnten, nicht darin liegt, dass Russland nicht in der Lage oder nicht willens war, seine Schulden zu bezahlen, sondern darin, dass die westlichen Sanktionen es Russland unmöglich gemacht haben, die Zahlungen an die Investoren zu leisten. Russland argumentierte, dass es bereits alle Verpflichtungen erfüllt habe, als es die Gelder an das russische National Settlement Depository schickte, die dann an die Euroclear Bank überwiesen wurden und dort festsaßen, berichtete Bloomberg am 8. Juni.

In den vergangenen Monaten hat der Kreml die USA und ihre westlichen Verbündeten wiederholt beschuldigt, Russland zu einem künstlichen Zahlungsausfall zwingen zu wollen, der nach Ansicht von Beobachtern darauf abzielt, Russland vollständig vom internationalen Finanzmarkt zu isolieren und die russische Wirtschaft zu zerstören.

Mit seinen enormen Öl- und Gaseinnahmen und nur etwa 40 Milliarden Dollar an Auslandsverbindlichkeiten kann Russland die Bezeichnung "Zahlungsausfall" durch den Westen sicherlich nicht akzeptieren. Trotz der von den westlichen Regierungen errichteten Hürden versucht Russland weiterhin, seine Schuldverpflichtungen zu erfüllen. Nach einem Erlass, den der russische Präsident Wladimir Putin am Mittwoch unterzeichnete, geht das Finanzministerium des Landes Berichten zufolge dazu über, Rubel für seine Auslandsanleihen zu zahlen.

Die Reaktion Russlands bietet ausländischen Investoren, die von den westlichen Sanktionen betroffen sind, eine echte Alternative. Zunächst einmal ist der russische Rubel in den letzten Tagen gegenüber dem Dollar weiter gestiegen, der in der vergangenen Woche ein Siebenjahreshoch gegenüber dem Dollar und dem Euro erreicht hat. Der Umtausch des Rubels in andere Währungen stellt also auf den internationalen Märkten kein großes Problem dar. Zweitens bedeutet die Annahme der Rubelzahlung, dass die Anleger keine langwierigen Gerichtsverfahren durchlaufen müssen, um ihre Investitionsverluste zurückzuerhalten.

Während der Wirtschaftskrieg zwischen dem von den USA geführten Westen und Russland weiter eskaliert und viele Unwägbarkeiten bestehen bleiben, ist eines ganz klar geworden: Die einseitigen Sanktionen des Westens gegen Russland sind nicht nur unwirksam, um Moskau unter Druck zu setzen, sondern können den globalen Investoren sogar massive Verluste zufügen. Die Sanktionen verschärfen auch die bereits hohe globale Inflation, wobei die Verbraucher und Unternehmen im Westen die Hauptlast der Politik ihrer Regierungen zu tragen haben.

Leider deuten neue Anzeichen darauf hin, dass die USA und ihre Verbündeten ihre toxische Politik noch weiter ausbauen wollen. Einigen Medienberichten zufolge bereiten die Staats- und Regierungschefs der G7-Länder auf dem laufenden Gipfel in Deutschland neue Sanktionen gegen Russlands Technologie- und Verteidigungssektor vor. Auch US-Präsident Joe Biden hat Berichten zufolge angekündigt, dass die G7-Staaten russische Goldimporte verbieten werden. Im Westen wird auch gefordert, die eingefrorenen Reserven der russischen Zentralbank zu beschlagnahmen.

Derzeit hat Russland Gold- und Devisenreserven im Wert von mehr als 600 Milliarden Dollar im Ausland eingefroren. Würden die USA und ihre westlichen Verbündeten diese Reserven beschlagnahmen, wäre dies weitaus schwerwiegender als der künstlich herbeigeführte Ausfall von Anleihen und könnte den Wirtschaftskrieg zwischen dem Westen und Russland weiter eskalieren lassen, was noch größere globale Auswirkungen hätte. Sollten die USA und ihre Verbündeten versuchen, russische Vermögenswerte zu beschlagnahmen, würde Moskau mit ziemlicher Sicherheit zurückschlagen, und eine umfassende Wirtschaftsschlacht zwischen dem Westen und Russland würde zu schweren Schäden an den globalen Finanzmärkten und Lieferketten führen.

Angesichts dieser düsteren Aussichten sollten die USA und ihre Verbündeten vorsichtig sein, was sie als Nächstes zu tun gedenken. Es ist inzwischen völlig klar, dass ihre Sanktionen den Konflikt nicht beenden können, und die westlichen Volkswirtschaften sowie die Weltwirtschaft insgesamt können sich keine weiteren rücksichtslosen Sanktionen westlicher Regierungen leisten, zumal ihre untaugliche und unverantwortliche Wirtschaftspolitik im eigenen Land der Weltwirtschaft bereits Schaden zugefügt hat.

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