Die Sache mit dem Gas

ist ganz einfach. Oder auch nicht. Je nachdem, welcher Glaubensrichtung man angehört. Denn um Glauben scheint es zu gehen.

Nicht um Fakten. Es geht um Glauben. Und um alte Ressentiments. Klar ist (für die einen), dass

  • Putin persönlich an allem Schuld ist und Russland der Erbfeind ist
  • es ein Fehler war, sich seit Mitte der 60er Jahre des letzten Jahrhunderts von russischen Gaslieferungen abhängig gemacht zu haben
  • Russland durch die Gas-, Öl- und Kohle-Lieferungen in den Westen reich geworden ist
  • v.a. Oligarchen reich geworden sind
  • Putin = Russland Gas als Waffe gegen uns, den Westen, die EU, einsetzt

Das ist die einfache Sicht der Dinge. Sie macht das Leben einfach. In dieser Sicht der Dinge werden Habeck und Baerbock noch lebend selig gesprochen. 

Die andere Sicht ist deutlich komplizierter. Weil man dabei denken muss, nicht glauben!

Deutschland hat Mitte der 60er Jahre das Gasgeschäft mit Russland aufgebaut: „Gas gegen Röhren“, hieß es damals. Das war mitten im Kalten Krieg und gegen den Willen der Amerikaner eine Sensation. Es wurden sehr langfristige Lieferverträge abgeschlossen. Seitdem hat Russland jeden Liefervertrag bis aufs Komma erfüllt. Über den Handel kam es zur Entspannung und schließlich zur Wiedervereinigung Deutschlands. Okay, das ist die Basis.

2020 hat Europa (die EU) 400 Milliarden m³, Deutschland 90 Milliarden m³ Erdgas verbraucht. 168 Milliarden m³ oder 42% kamen über die langfristigen Verträge zu niedrigen Preisen (ca. 230 €/1.000 m³) aus Russland. Andere wichtige Lieferländer sind Norwegen und Holland. Also ganz allein hat uns Russland nicht bedient. Andere Anbieter standen eigentlich auch nicht zur Wahl.

Es gibt 4 wichtige Pipelines, die das Gas aus Russland in den Westen führen (können):

North Stream 1  

55 Milliarden m³ pro Jahr 

151 mio m³ pro Tag

North Stream 2     

55 Milliarden m³ pro Jahr 

151 mio m³ pro Tag

Jamal (Polen)      

33 Milliarden m³ pro Jahr

90 mio m³ pro Tag

Drushba (Ukraine)
limitiert auf

100 Milliarden m³ pro Jahr
40 Milliarden m³ pro Jahr

274 mio m³ pro Tag
110 mio m³ pro Tag

Maximale Gesamtkapazität 666 Milliarden m³ pro Jahr

Nach der Wiedervereinigung kam es zur Osterweiterung der NATO.

2022 begann der Ukraine-Krieg. Einfache Sicht der Dinge: Überfall Putins auf die Ukraine. Komplizierte Sicht der Dinge: Sehr komplex, bis hin zur Beinahe-Aufnahme der Ukraine in EU/NATO, mindestens Manöver mit NATO-Beteiligung auf ukrainischem Boden an der Grenze zu Russland, Anschluss der Krim an Russland.

Jeden einzelnen dieser Punkte kann man „einfach“ (dann ist Russland Schuld)  oder kompliziert betrachten.

Okay, zurück zum Gas. Russland lieferte vertragsgemäß 168 Milliarden m³ Erdgas im Jahr in die EU – nicht nur nach Deutschland. Erdgas wird als Rohstoff der chemischen Industrie und zur Energieerzeugung (Strom und Hitze) in vielen Industriebereichen und zum Heizen eingesetzt. Gas ist im Grunde nicht ersetzbar, auch nicht durch Windkraft und Sonnenenergie, weil es eben viel mehr als billige (wenn es als Gas aus Russland kommt) Energiequelle ist.

Ob Russland in Zukunft noch Gas liefern wird, steht in den Sternen. Auf jeden Fall sind 168 Milliarden m³ Erdgas, die evtl. zu ersetzen wären, „eine Menge Holz“.

Nachdem Russland aus verschiedenen Gründen weniger Gas liefert, bemüht sich die deutsche Regierung zur Zeit Gas in Form von LNG „um jeden Preis“ zu kaufen, wo immer sie das Gas herbekommt.

Wieviel LNG brauchen wir denn? Wenn Russland die Lieferung von Erdgas vollständig einstellen sollte, benötigen wir 168 Milliarden m³ Gas - entsprechend 280 mio m³ oder 126 mio t LNG. Oder 33% der Weltproduktion von 380 mio t im Jahre  2019. Da die Kapazitäten zur LNG-Herstellung weltweit stark im Wachsen begriffen sind, dürfte der tatsächliche Anteil des europäischen Bedarfes bei 25% liegen. Immer noch viel.

LNG war vor wenigen Jahren im Überfluss vorhanden, daher war es vergleichsweise billig. In jüngster Zeit hat es sich zum sehr knappen und daher teurem Gut entwickelt. Die wichtigsten Anbieter von LNG sind Australien, Qatar, USA (Fracking-Gas), Russland, Malaysia, Nigeria, Indonesien und Algerien. Die wichtigsten Abnehmer waren bisher allesamt asiatische Länder.

Die Bundesregierung hat gerade für 1,5 Milliarden € LNG gekauft (indem man Shell viel mehr Geld für abgeschlossene Verträge für Pakistan geboten hat, Pakistan - und das ist mit 220 mio Einwohnern gewiss kein kleines Land - steigt jetzt wieder auf Kohle um, ein echter Erfolg der Grünen!). Bei einem derzeitigen Spotmarkt-Schätzpreis von 1€ pro m³ Erdgas sind das 1,5 Milliarden m³ oder 2% des deutschen Jahresbedarfes. Da braucht es schon viel mehr Geld für den Rest…

Deutschland und Europa haben nur die Chance, LNG auf dem Weltmarkt einzukaufen. Je nachdem wie sehr Russland seine Exporte nach Europa (vielleicht) einschränken wird, werden folgende Mengen benötigt

Europäische Union

Einschränkung der Lieferungen um

100%

50%

33%

25%

Restliefermenge aus Russland

0

84.000.000.000

112.560.000.000

126.000.000.000

Fehlmenge

168.000.000.000

84.000.000.000

55.440.000.000

42.000.000.000

Bedarf an LNG in m³

280.000.000

140.000.000

92.400.000

70.000.000

Entspricht n Tankerladungen

1.600

800

528

400

Tankerlöschungen/Tag

4,38

2,19

1,45

1,10

n benötigte Tanker bei 1 Monat pro Rundreise

133

67

44

33

Deutschland

Einschränkung um

100%

50%

33%

25%

Restliefermenge

0

45.000.000.000

60.300.000.000

67.500.000.000

Fehlmenge

90.000.000.000

45.000.000.000

29.700.000.000

22.500.000.000

Bedarf an LNG in m³

150.000.000

75.000.000

49.500.000

37.500.000

Entspricht n Tankerladungen

857

429

283

214

Tankerlöschungen/Tag

2,35

1,17

0,77

0,59

n benötigte Tanker bei 1 Monat pro Rundreise

71

36

24

18

Nehmen wir einmal an, Russland kürzt die Lieferungen für die EU um 50%, dann braucht es 67 LNG-Tanker, die „rund um die Uhr“ LNG aus Qatar oder den USA holen. Wenn sie es aus Australien oder Indonesien holen, brauchen wir deutlich mehr Schiffe, weil die Reisedauern länger sind. Aber schon die 67 Tanker sind realistisch betrachtet nicht für Geld und nicht für gute Worte „herzukriegen“ – was heißt, dass wir das Gas nicht herkriegen. Und das bedeutet ja nicht nur kalte Wohnzimmer bei uns, sondern Arbeitslosigkeit und Verarmung, denn das Gas wird nicht nur zum Heizen, sondern v.a. als Energiequelle und Rohstoff in der Industrie gebraucht. Kein Gas, keine industrielle Fertigung, keine Arbeitsplätze, Arbeitslosigkeit mit allen ihren Folgen. Und das alles bei einer Inflation.

Aber erst einmal muss das LNG erworben werden. Das ist nicht einfach. Die USA bieten ihr auf Fracking basierendes Erdgas an, sie haben schon das Zwischenziel erreicht, North Stream 2 nicht zum Laufen zu bringen. Die Grünen waren wie die Wilden gegen Fracking – und jetzt?

Qatar liefert "sauberes" Gas, besteht aber auf langfristigen Verträgen – gemeint sind 25 Jahre. Unsere grünen Minister wollen aber so schnell wie möglich aus Gas „raus“… Das wird interessant werden. Und dann die Menschenrechtslage in Qatar. In Russland ist das für die Grünen ein Thema. In Qatar auch? Wir wollten uns doch von Abhängigkeiten von Lieferanten frei machen. Mal sehen, in welche neuen wir stolpern.

Dann muss das Gas zu uns kommen. LNG wird nicht per Pipeline transportiert, dazu braucht es spezialisierte Schiffe – LNG-Tanker. Bitte bedenken Sie, dass die Welt-LNG-Tankerflotte derzeit ca. 700 Schiffe umfasst, und dass 90% dieser Tanker in (sehr) langfristigen Chartern gebunden sind, also nicht so einfach zur Verfügung stehen. Neubau von Tankern auf eigene Rechnung ist kurzfristig ausgeschlossen, nur 13 Werften auf der Welt haben das komplexe Know how, um LNG-Tanker bauen zu können. Neubaupreise bewegen sich um 200 mio € für ein Schiff. Bauzeit eines Schiffes beträgt ca. 2 Jahre.

Der LNG-Markt hat also drei „Engstellen“ – das LNG selbst (Menge und Preis), die politische Gesamtsituation und letztlich die Transportkapazitäten per Schiff (per Pipeline geht nicht). Im Moment sieht es hinsichtlich LNG nicht so gut aus.

Macht Putin das Pipeline-Gas nun zur Waffe?

Vielleicht? Weiß man nicht. Niemand weiß, ob Russland den Gas-Export in die EU einstellt oder nicht. Schauen wir noch einmal auf die Pipelines

North Stream 1

derzeit in Wartung, Turbine in Kanada? Kein Fluss

North Stream 2

von Deutschland nicht freigegeben. Kein Fluss

Jamal

von Polen „abgestellt“. Kein Fluss

Freundschaft

von der Ukraine mengenmäßig limitiert

Die Bundesregierung behauptet gerne, Russland führe mit dem Gas einen Wirtschaftskrieg gegen die BRD. Mag sein. Aber der Gerechtigkeit wegen muss man sagen, dass wir – der Westen - erklärterweise einen Wirtschaftskrieg gegen Russland führen. Erklärtes Ziel ist, Russland wirtschaftlich in die Knie zu zwingen. Falls Russland den Export von Gas nach Westeuropa einstellen sollte, wäre es eine Antwort auf folgende Sanktionen (ich habe nur die aufgeführt, die in irgendeiner Weise Energielieferungen bzw. den Energiesektor betreffen.

Sanktionen 2022

(erste Sanktionen gegen Russland begannen 2014!)

24. Februar

Sanktionen betreffen den Energie- und den Verkehrssektor 

28. Februar

Verbot von Transaktionen mit der russischen Zentralbank

2. März

Ausschluss von sieben russischen Banken vom SWIFT-System

9. März  

Einschränkung der Erbringung von spezialisierten Nachrichtenübermittlungsdiensten für den Zahlungsverkehr (SWIFT) für drei belarussische Banken

15. März      

Investitionen in den russischen Energiesektor

8. April

Einfuhrverbot für Kohle und andere feste fossile Brennstoffe aus Russland und Einlaufverbot in EU-Häfen für alle russischen Schiffe

3. Juni 

Verbot der Einfuhr von Rohöl und raffinierten Rohölerzeugnissen aus Russland (mit wenigen Ausnahmen), den Ausschluss von drei weiteren russischen Banken und einer belarussischen Bank vom SWIFT-System.

20. Juni

Verbot von Prospektion, Exploration und Förderung von Öl-, Gas- und Mineralressourcen auf der Krim

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6.2 WIDERSPRUCHSRECHT
SIE HABEN DAS RECHT, AUS GRÜNDEN, DIE SICH AUS IHRER BESONDEREN SITUATION ERGEBEN, JEDERZEIT GEGEN DIE VERARBEITUNG SIE BETREFFENDER PERSONENBEZOGENER DATEN, DIE WIR AUFGRUND UNSERES ÜBERWIEGENDEN BERECHTIGTEN INTERESSES VERARBEITEN (ART. 6 (1) LIT. E ODER F DSGVO), WIDERSPRUCH MIT WIRKUNG FÜR DIE ZUKUNFT EINZULEGEN. DIE VORAUSSETZUNGEN HIERZU FINDEN SIE IN ART. 21 DSGVO.

7. Speicherdauer personenbezogener Daten und Löschung
Sofern nicht vorgenannt eine abweichende Speicherdauer genannt wird speichern wir die Daten so lange sie für ihre Zweckbestimmung erforderlich sind und gesetzlichen Aufbewahrungspflichten bestehen. Nach gesetzlichen Vorgaben erfolgt die Aufbewahrung für 6 Jahre gemäß § 257 Abs. 1 HGB (Handelsbücher, Inventare, Eröffnungsbilanzen, Jahresabschlüsse, Handelsbriefe, Buchungsbelege, etc.) sowie für 10 Jahre gemäß § 147 Abs. 1 AO (Bücher, Aufzeichnungen, Lageberichte, Buchungsbelege, Handels- und Geschäftsbriefe, für Besteuerung relevante Unterlagen, etc.).

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