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 Bananenbuch
"Wenn Bananen "Wenn Gondeln Trauer tragen" sehen.
Ein außergewöhnlicher Fotocomic, den man gelesen haben muss

Hier in voller Länge

Die Frage nach ... vor allem nach dem Leben!

Die Frage nach ... vor allem nach dem Leben!

Das Ganze

Die Frage nach Viren, Bakterien, Bakteriophagen, dem Leben und dem ganzen Rest hat es natürlich in sich. Erst einmal muss man darauf kommen! Ist schon einer drauf gekommen: Die Frage ist in ähnlicher Form nämlich auch schon einmal nicht nur gestellt sondern sogar beantwortet worden – allerdings nicht wirklich befriedigend[1]. Oder sagt Ihnen die Zahl 42 als Antwort auf die Frage irgend etwas? Sehen Sie!

Um unsere Frage zu beantworten, müssen wir Das Ganze betrachten und gleichzeitig in der Zeit etwas zurückgehen, zugegeben, etwas viel weiter zurück, genauer gesagt, bis zum Anfang! Sie haben ein wenig Zeit mitgebracht?

Irgendwo – das ist wirklich seeehr lange her – platzte so etwas Ähnliches wie ein gaaaaanz kleiner Luftballon, der zu hart aufgeblasen wurde. Kleiner als Sie sich jetzt vorstellen, viel kleiner! Noch viel kleiner! Nein, es geht nicht: noch kleiner! Es ist auch völlig unklar, ob und wer da geblasen haben sollte. Akzeptieren wir´s einfach: Peng, und das war´s!

Erst war nix da gewesen und dann auf einmal alles. Gut, im Miniaturformat, natürlich – aber dann ging es ruck zuck! Aber so etwas von ruck-zuck, das glauben Sie schon wieder nicht – es sei den Sie sind theoretischer Kosmologe... Wichtig war: Das Ganze war geboren worden oder besser entstanden. Einfach so. Aus dem Nichts.

Das Ganze entstand auf wahrscheinlich ziemlich spektakuläre Art und Weise, nur war niemand da, der/die/das die Entstehung Des Ganzen sehen und „Ah“ und „Oh“ sagen und Beifall klatschen konnte. Denn, das muss man sagen, wenn je Beifall angebracht war, dann in diesem Moment! Dieses vermutlich leise zärtlich kleine „BigBäng“ war in Wirklichkeit „The biggest Show in Universe ever...“, ehrlich. Obwohl es seit neuestem ja Theoretische Kosmologen gibt, die das alles (den Big Bäng) anzweifeln... Naja.

Wo das „Irgendwo“ war, muss irgendwie unklar bleiben, weil die zutreffendste Antwort ein lässiges „überall“ ist resp. war. Wenn Sie jemanden fragen, und der gibt Ihnen die Koordinaten des Plopp – nein, glauben Sie ihm/ihr/es nicht.

Der Wahrscheinlichkeitsfaktor, das er/sie/es Sie nicht belügt ist sehr, sehr klein, nach meinen Berehnungen jedenfalls kleiner als 10-256 mindestens, aber sie ist nicht unendlich klein!!!

Und bevor Sie danach fragen, nein, von dem Luftballon gibt es auch nichts mehr, keine Reste, nichts, höchstens ein Rauschen. Aber das kann man nicht hören, nur sehen.

Ehrlich gesagt, Das Ganze ist bis heute ziemlich rätselhaft. Und sein Beginn sowieso.

Die besten Köpfe, die der richtigen Antwort nach dem Wann und Wo erstaunlich nahe gekommen waren, leben heute in einer gut geführten Irrenanstalt zusammen, wo man sie höflich behandelt, Ihnen fast immer Recht gibt, und sie täglich zum Essen und für zwei Stunden Rundgang mit Diskussion mit Kollegen losbindet, und wo man ihnen allerdings ihre Post aus Stockholm nie ausgehändigt hat...

Gut, damit hätten wir also schon einmal Das Ganze, das ist ja schon etwas.

Es

Nach kurzer Zeit – man konnte damals allerdings, das muss hier derKorrektheit wegen eingefügt werden, kaum von Zeit sprechen, weil ALLES gleichzeitig passierte, aber wir benötigen ein Wort dafür, und Zeit ist das am besten geeignete – erwachte im Nichts, das Das Frühe Ganze war, ein Es.

Es war klein, unerfahren und allein. Es hätte gerne einen netten kleinen Freund gehabt (eine nette kleine Freundin hätte es zur Not auch getan). Aber da war nichts, da war nur Es.

Es beschaute sich – der Spiegel war noch lange nicht erfunden – und staunte sehr über sich, da waren eine Figur, diverse Glieder. Aus purer langer Weile begann Es ihnen Namen zu geben. Dabei wuchs es langsam heran.

Es war inzwischen irgendetwas zwischen fest-schleimiger und nass-tropfender Gestalt. Es war unbeschreibbar, irgendwie... wolkig-zirkulierend, plasmisch-pulsierend, transzendental und unfassbar jenseitig. Keines von diesen Worten kann Es tatsächlich beschreiben, sie liegen zwar am nächsten dran sind aber doch weit entfernt, Es richtig zu beschreiben. Vielleicht auch, weil Worte auch noch nicht erfunden waren?

Es erfand Namen für die Dinger, die seinen/ihren/es Körper ausmachten, Kopf, Vorder- und Hinterflügel, Vorder- und Hinterarme, Beine, Pimmelmuschi.

Manche von den Teilen fand Es echt toll, mit denen konnte Es sich auch laaange beschäftigen, andere fand Es eher langweilig. Es erfand noch viele andere Namen für die Teile, die Sie und ich nicht begreifen können, weil Sie und ich diese Körperteile nicht haben und auch noch nie gesehen haben und vermutlich auch nie sehen werden, es sei denn, Sie kommen einmal in die Himmelssümpfe von Beteigeuze B, da vielleicht. Aber vorsicht, die Himmelstropfen dort können echt gemein werden!

Wenn Es wollte, konnte Es Das Ganze von innen in etwas nehmen, was Sie vielleicht mit viel Fantasie eine Hand nennen würden, nur dass die wechselnde Anzahl der Tentakel ihre Beschreibung immer alt aussehen lassen würde. Es war vielseitig – so konnte Es z.B. auch die Elektronen eines Atoms von der innersten Schale aus betrachten. Kurz, Es war von der dritten Dimension aus betrachtet, dimensionslos. Meistens driftete Es antriebs- und steuerlos durch Das Ganze.

Aber wir kommen vom Thema ab.

Es hatte inzwischen vieles erfunden, um sich zu beschäftigen, manches war im Großen und Ganzen halbwegs brauchbar, anderes war eher universeller Schrott.

Brauchbar waren unter anderem: Die Zeit, der Raum mit seiner untergeordneten vierdimensionalen Raumkrümmung, etwas Materie und viel Energie (einen Teil von beiden versteckte er aus Spaß im Dunklen, damit später höhere (aber nicht hoch) entwickelte Wesen sie suchen würden) und die meisten Naturkonstanten[2], einige ließ er sich für spätere Spielereien offen. Es fand Symmetrie super, daher bediente Es sich ihrer bei der Schaffung von Materie und Energie ziemlich häufig – aber nicht immer.

Irgendwann war Schluss mit den Spielereien, mehr gab sein Kosmos-Baukasten nicht her – aber Es reichte es. Schließlich gab es im Ganzen keinen Konkurrenten und damit auch keinen Wettbewerb.

Letzteres hätte Dem Ganzen ganz gut getan, denn dann wären manche Dummheiten wahrscheinlich nicht passiert (etwa die Lyrischen Koronagleiter von Warsteins Stern oder die intelligenten Batteriesauger vom Stern Ärdhe) oder sie wären gleich korrigiert worden... Wie zum Beispiel die Sache mit der endlichen Lichtgeschwindigkeit – ein totaler Missgriff, wie Es inzwischen zugeben würde, wenn er denn nur andere Gesprächspartner als nur die blau-grünen Phasenreiter von Glubscha 7B hätte.

Apropos „wahrscheinlich“, die Wahrscheinlich war etwas, was er bei einigen Präsentationen des Ganzen mit Essen aus diversen Paralleluniversen später meist als „one last thing“ vorstellte, und bei dem er mit einem kleinen Würfel in seiner .... (tja, das Ding hat keinen verständlichen Namen, vielleicht „Tasche“?) spielte.

Gut, Es fand (Sie vergessen bitte nicht, dass es keinen Wettbewerber gab!), dass Das Ganze ganz gut bis recht gut gelungen sei... Auf einer Skala von eins bis 10 (er hatte für sich inzwischen die Natürlichen Zahlen, die Null und das Dezimalsystem erfunden) gab er sich eine 6,8722, steigend!

Gelungen, aber zugegeben langweilig. Denn vieles hatte er automatisiert – zum Beispiel das Entstehen von Sonnen, Sonnensystemen und Galaxien und deren Verglühen. Am letzteren hatte er ursprünglich viel Spaß gehabt, das knallte so bannig schön. Aber auch das schönste Sonnenfeuerwerk wird einmal langweilig, wenn es nur knallt und blitzt und es immer in einem Schwarzen Loch endet. Nix Neues mehr...

Er hatte es mit Änderungen der Naturkonstanten mit zwar hochinteressanten Effekten versucht, aber das hatte fast immer im Chaos geendet. Manchmal war Das Ganze dabei knapp an Dem Nichts gestreift. Das war ja noch langweiliger, fand Es, nö, das wollte Es auch nicht.

Die Natur

Nachdem Es die Naturkonstanten mit einiger Mühewaltung und dem Kosmos-Baukasten wieder eingepegelt hatte, kam Es die Idee eines Freundes/Freundin wieder in einen seiner diversen Sinne. Es dachte (dachte? Naja, so etwas Ähnliches in so etwas Ähnlichem wie einem seiner Gehirne) lange nach und verwarf als erstes die Idee von Geschlechtern als nicht zielführend.

Das Ganze war genderfrei und sollte so bleiben – für das Gegenteil erwartete Es aus dem .... (Sie würden das Teil vermutlich „Bauch“ nennen, obwohl es ganz andere Aufgaben hatte; in Wirklichkeit verwaltete Es hier nämlich die Naturkonstanten) Probleme. Aber dann dachte er an etwas irgendwie... Lebendiges? Heraus kam zunächst die Idee Der Natur.

Aber dann machte die später von höher aber nicht hoch entwickelten Wesen „Heisenberg-Konstante“ genannte Konstante Probleme, und er legte die Idee Der Natur oder Einer Natur für später in ein virtuelles Schubladen-ähnliches Etwas.

Irgendwann, nach einem besonders langweiligen Jahrmilliard machte Es sich daran, das virtuelle Schubladen-ähnliche Etwas wieder zu öffnen und fand, natürlich, die Idee Einer Natur, die in dem virtuellen Schublade-ähnlichem Etwas etwas gereift war. Es dachte also ein Jahrmilliönchen oder so nach und befand die Idee Der Natur für gut!

Es begann also Die Natur in Das Ganze einzufügen. Von nun an würde Das Ganze bunter werden, hoffte Es. Es hatte nur eine sehr vage Idee von Farben, ehrlich. Grün wurde es viel später! Die Natur kam eines Tages auf die Idee mit dem Leben. Nach der entsprechenden Präsentation Der Natur vor Es, befand Es diese Idee als nicht sooo vielversprechend. Es hielt also nicht viel von der Idee. Leben? Pah...

Aber die Idee „Leben“ war geboren, und es war schließlich unendlich viel Platz Im Ganzen. Da sich Das Ganze inzwischen ziemlich weit ausgedehnt hatte, hatte Es sich daran gewöhnt, es als Das Große und Ganze zu bezeichnen.

Die Natur hatte nicht viel zu tun, nachdem Es ihr die Schaffung des Lebens nicht gestattet hatte. Aber total verboten hatte Es es auch nicht. Nun, hatte sich Die Natur – die sich mindestens so langweilte wie ES – irgendwann gedacht, Das Große und Ganze ist wirklich verdammt groß, so riesig groß, dass Es es auch nicht mehr überschauen konnte, jedenfalls nicht bis in alle hinteren Ecken. Da die Natur für die Präsentation der Idee Leben für ES einiges an Vorarbeiten geleistet hatte, war es jetzt ein Klacks, in einer versteckten dunklen und noch sterilen weil sternenarmen Ecke des Großen und Ganzen einfach ein bisschen die Idee Vom Leben auszuprobieren – vielleicht nicht die ganze Idee Leben, aber mindestens einen kleinen Teil davon. Das würde Es auch nicht merken, vor allem, wenn die Natur etwas an einer unwichtigen Naturkonstante „drehen“ würde – das würde Es ausreichend beschäftigen und ablenken.

Die Natur hatte sich in einer unbedeutenden Galaxis im rechten untern Randbereich Des Großen und Ganzen eine versteckt dahintaumelnde kleine Sonne ausgesucht, die gerade ihre Planetenscheibe fertig hatte und im Moment ziemlich ausgepumpt war.

Der Planet war Der Natur völlig egal, ihre Idee Vom Leben würde auf jedem Planeten funktionieren, egal ob Gasriese oder Gesteinsbrocken, ob nahe an einer Sonne und HEISS oder weit entfernt und KALT, Temperatur und Lufthülle waren ebenfalls unwichtig. Wasser wäre gut, aber zumindest anfangs noch nicht absolut notwendig.

Das Leben würde sich einfach an den Gegebenheiten orientieren oder sich zur Not den Planeten so richten, dass es für Das Leben ein wenig muggelig würde. Jetzt wartete die Natur noch noch auf den richtigen Moment.

Das Leben

„Es werde Leben“, dachte Die Natur in einem unbeobachteten Moment und zwinkerte mit ihren sieben Augen wichtigtuerisch, als ob es etwas helfen würde, als Es in einer anderen Ecke Des Großen und Ganzen zum xten Mal Lichtgeschwindigkeit und Gravitationskonstante nachjustieren musste.

Und mit einem leisen „Wusch“ war das Leben auf dem Planeten ins Leben getreten. Das war´s, wirklich.

Es war wie bei fast allen großen Entwicklungen: Wieder hat niemand zugeschaut, und niemand hat es bemerkt. Es auch nicht. Aber das Leben! Es war da, weil Es nicht da war.

Primitives Leben, aber immerhin Leben! Klein, einfach und primitiv, aber definitv Ein Leben.

Die Natur haute so schnell wie möglich ab, damit Es nicht misstrauisch würde. Stellen Sie sich Die Natur in diesem Moment ruhig als pfeiffenden Hans Guck in die Luft vor. Die Natur nahm sich allerdings vor, ab und zu einmal nach dem Rechten zu schauen – aus purer Neugierde!

Später würden höher (aber nicht hoch) entwickelte Lebewesen auf diesem Planeten diesen Moment als vor 3,5 Milliarden Jahren passiert bezeichnen. Aus Sicht dieser höher (aber nicht hoch) entwickelte Lebewesen waren 3,5 Milliarden Jahre definitv eine lange Zeit, objektiv betrachtet war sie es eher nicht.

Dieselben höher (aber nicht hoch) entwickelten Lebewesen würden irrwitzigerweise glauben, das Große und Ganze wäre vor etwa 13,5 Milliarden Jahren entstanden und würde noch ca. 100 bis 1.000 Milliarden Jahre existieren. Das ist eine überschaubar lange Zeit, objektiv betrachtet – aus der Sicht von Es und Der Natur!

Da war also das Leben auf einem ziemlich miesen Stück Land auf einem ziemlich miesen Planeten angekommen. Das Leben fand die Situation sicherlich „scheiße“: Allein ohne Mitgift und Gepäck, auf einem jungen, viel zu heißen Planeten zurückgelassen von einer offenbar grausam veranlagten Natur, die sich einen Dreck um das von ihr generierte Leben scherte.

Das Leben hatte nur bei sich, was es in sich hatte. Eigentlich hätte es sofort wieder aussterben müssen, die Wahrscheinlichkeit für das sofortige Aussterben war mit einer von mir berechnten Wahrscheinlichkeit von 10134 hoch, aber nicht hoch genug!

Die wahrscheinlichleit des Überlebens war dagegen – von mir berechnet – mit 10-211 noch viel geringer.

Aussterben war also wahrscheinlich! Was vielleicht ja auch passiert ist, denn vielleicht ist Die Natur ja mehrfach auf diesen Planeten zurückgekehrt, um jeweils neue Lebenskeime zu sähen. Irgendwann hat es dann ja auch endgültig geklappt. Das Leben blieb am Leben. Wahrscheinlichkeit allerdings fallend. Ja, Die Natur war grausam, kein mütterliches Wesen.

Die Natur hatte diesen Planeten ausgesucht, keiner weiß, warum... Vielleicht aus Angst vor Es? Später würden höher (aber nicht hoch) entwickelte Lebewesen Leben auf diesem Planeten für selbstverständlich und sich selbst für einmalig halten. Verrücker geht fast nicht.

So etwas wie Land war da schon, denn Wasser gab es noch nicht in größeren Mengen. Das würde erst kommen, gefroren und in Massen, und dann in Weltuntergangsmengen. Bald.

Als es endlich kam, war wieder niemand dabei! Kein Beifall, kein Bewundern, nicht einmal ein scheuer Blick unter einem Regenschirm heraus. Das war mal wieder typisch für diese höher (aber nicht hoch) entwickelte Lebewesen auf diesem Planeten.

Bis auf Weiteres knallten alle paar Minuten kleine, große und sehr große Brocken aus dem All auf die Erde und schlugen gewaltige Krater in die weiche Kruste des Planeten. Und sie brachten das Wasser mit – sie waren so etwas wie riesige Schneebälle aus den Tiefen des Alls. Jeder Tropfen Wasser, mit dem Sie sich die Zähne putzen, kommt aus dem All. Irgend wie irre, oder? Muss jedenfalls eindrucksvoll gewesen sein.

Und weil die Erde noch jung war und innen sehr heiß, rülpste sie in einem fort große Mengen heißes Magma in das, was später einmal Himmel genannt werden sollte.

Mit anderen Worten, das Leben hatte sich keinen guten Moment für sein Auftauchen ausgesucht, es hatte es schwer – entweder kam die Scheiße von oben oder von unten.

Das Leben auf diesem Planeten war sich also gemeinerweise selbst überlassen, es musste eine grundlegende Entscheidung treffen. Überleben ging nur unter der Prämisse: Ich beginne hier und jetzt erst einmal sehr klein und sehr einfach.

Das war offenbar eine gute Entscheidung, denn Die Natur hatte auf anderen Planeten weitere Lebensinseln hinterlassen: Dort wo das Leben groß und kompliziert oder riesig und sehr bewußt begann, wurde es bald lässig, dann nachlässig und schließlich verschwand es. Fürs Erste. Manchmal schaute es vorsichtig wieder rein, aber das ist eher spekulativ.

Später würden höher (aber nicht sehr hoch) entwickelte Lebewesen auf diesem Planeten diese ersten wahrhaft heldenhaften Pionierlebewesen Viren und Bakterien nennen. Die hielten eigentlich alles aus: Hitze, Trockenheit, Schwefelathmosphäre, Meteoritenbeschuss. Alles.

Die Natur hatte, bevor sie den Planeten sich selbst überließ, als einzige Hinterlassenschaften einige Prinzipien in das Leben eingebaut: „Fressen oder gefressen werden“, war eines. „Fortpflanzen und dabei besser werden“, war ein anderes. Das waren die beiden wichtigsten. Das allerallerwichtigste Gesetz des Lebens auf diesem Planeten lautete jedoch: „(Über)Leben um jeden Preis“. Dieses Gesetz brauchte kein Gehirn, Die Natur hatte es in jede einzelne Zelle geradezu hinein gebrannt.

Später würden höher (aber nicht sehr hoch) entwickelte Lebewesen auf diesem Planeten diese Prinzipien in einem Vier-Worte-Satz zusammenfassen: „Survival of the fittest“. Und damit würden sie nicht nur ihre näheren Verwandten, die Tiere, und ihre entfernteren Vettern, die Pflanzen, meinen, sondern – noch viel wichtiger als nur Das Leben – Firmen und Banken.

Aber kommen wir zurück zu unseren ersten kleinen Helden: Später würden höher (aber nicht sehr hoch) entwickelte Lebewesen auf diesem Planeten sie Viren und Bakterien nennen – ach nee, das hatten wir schon, oder? Und sie würden behaupten, Viren und Bakterien wären ungefähr zur selben Zeit aufgetaucht – entstanden, erlebt? Hatten sich gebildet?

Egal, wir wissen ja, wie sie entstanden: Durch das Blinzeln einer siebenäugigen Entität namens Die Natur. Alles andere ist Quatsch.

Die Sauna-heiße Atmosphäre bestand damals etwa 80% aus Wasserdampf, zu 10% Kohlenstoffdioxid und zu 5 bis 7 % aus Schwefelwasserstoff sowie Spuren von Stickstoff, Wasserstoff, Kohlenstoffmonoxid, Helium, Methan und Ammoniak. Ein ziemlich ungemütliches Gemisch, das fürchterlich gestunken haben muss – aber die ersten Bakterien mussten damit zurecht kommen und kamen es. Eine Nase hatten sie ja auch nicht, die kam erst später, als es nicht mehr so gotteserbärmlich stank.

Wir schreiben im Moment so um das Jahr 3,5 Milliarden v. Chr. Da waren nun also die ersten Bakterien eingetroffen | hatten sich entwickelt. Die Allerallerursprünglichsten gibt es heute wohl nicht mehr, aber ihre Verwandten, auch noch ziemlich einfach gebaut (primitiv wäre einfach das falsche Wort in diesem Zusammenhang). Sie werden Cyanobakterien genannt. Sie sind zur Photosynthese befähigt, ernähren sich also von Licht. Das war sehr clever und praktisch, aber auch notwendig, denn es gab ja noch nichts anderes zu fressen – keine Pflanzen, keine Tiere, nichts... Nicht einmal Dosenfutter hatte Die Natur ihren Kreaturen da gelassen, echt ´ne fiese Möpp!

Es gab also vor allem Licht und energiereichen Schwefelwasserstoff. Cyanobakterien sind blau, nicht grün – auch nicht von der Einstellung her, denn ausgeschieden haben sie ein für die damalige Zeit enorm starkes Gift: Sauerstoff. Mit jedem Atemzug. Gut, sie haben nicht geatmet, das wissen Sie und das weiß ich, aber Sie wissen, was Ich meine. Sie waren fleißig, verdammt fleißig. Und sie haben lange gearbeitet: Mindestens 1 Milliarde Jahre lang. So ca. um das Jahr 2,5 Milliarden v. Chr. war es geschafft: Die Erde hatte eine Sauerstoff-Atmosphäre. Schlecht für die, die damals Sauerstoff nicht ab konnten. Kolateralschäden, oder? Aber Verlierer hat es im Laufe des nächsten Jahrmilliarden in der Entwicklungsgeschichte immer wieder gegeben. Niemand hat sich um sie gekümmert. Egal. Keiner steht auf Verlierer. Nicht nur Trump!!!

Wo so viele leckere Cyanobakterien in den Urmeeren herumdümpelten, um zu atmen, musste irgendwann irgendwer auf die Idee kommen, dass die Cyana-Typen doch eigentlich eine ziemlich leckere und nahrhafte Bio-Kost wären (das waren sie einerseits) oder (andererseits) sogar noch bessere Superfortpflanzungsfabriken.

Damit wären wir bei den Viren, die zugleich mit den ersten Bakterien so ca. 3,5 Milliarden Jahre v. Chr. entstanden sein werden. Die haben also Seit´ an Seit´ existiert. Ob sie sich füreinander interessiert haben? Eher nicht. Von wegen: Kein Gehirn, verstehen Sie.

Legen Sie mich nicht fest, es können ein paar Dutzend Jahre mehr oder weniger gewesen sein. Viren sind sozusagen Bakterien, die alles, wirklich alles weggeschmissen haben, was man eigentlich zum Leben brauchen sollte, aber nicht wirklich braucht. Sie fressen nicht, sie bewegen sich nicht (warum auch, wenn man nicht fressen will), sie schmecken auch nicht, sie machen nichts, sie haben kein Geschlecht, aber sie müssen weitestgehend irgendwie männlich sein, denn sie haben nur eines im Kopf: Sich fortzupflanzen!

Darin sind sie wirklich gut, denn sie sind inzwischen viele, verdammt viele. Auf der Erde gibt es heutzutage ständig so um und bei 1030 Bakterien. Das sind mehr als es Sandkörner auf der Erde oder Sterne im Großen und Ganzen gibt, selbst wenn Sie das eine oder andere kleine Paralleluniversum mitzählen. Bakterien sind auch gute Fortpflanzer – die eifrigsten kommen auf eine Generationszeit von 20 Minuten von der Geburt bis zum ersten F*ck. Inzwischen gibt es natürlich auch echte Fressfeinde für Bakterien, die ordentlich „reinhauen“. Trotzdem gibt es immer so viele von Ihnen, wie gesagt 1030.

Aber es gibt noch einhundert mal mehr Bakteriophagen als Bakterien auf der Erde, also 1032.

Wenn wir sagen, Die Natur hätte das Leben auf den Planeten gebracht, dann waren damit eigentlich nur einfache Bakterien und nicht Viren gemeint. Vielleicht waren die Viren ja schwarze Passagiere? Denn zum Leben im engeren Sinne gehören sie eigentlich nicht, weil..., ja, sie leben nämlich nicht wirklich. Viren fehlt eigentlich alles, was das Leben definiert, nicht einmal über eine vernünftige Zelle oder Zellwand verfügen sie, in der man es sich als Zytoplasma etc. muggelich machen kann. Manche können sich nicht einmal alleine fortpflanzen (gut, das haben wir mit ihnen gemein), also, das geht natürlich nicht, aber sie können sich nicht alleine fortpflanzen. Sie benötigen die richtigen Bakterien als eine Art „Brutschrank“; dann geht es schon.

Diese speziellen Viren, die sich nur in Bakterien fortpflanzen, nennt man Bakteriophagen. Irgendwer muss ihnen den Trick ja beigebracht haben. Vielleicht Die Natur, als sie mal wieder auf der Erde nach dem Rechten schaute? Denn der Trick ist alt, genauso alt wie Bakterien und Viren. Wahrscheinlich.

Und der Trick geht so:

Stellen wir uns so einen Bakterieophagen vor. Er ist ein gestrippter Virus, mehr ein großer Kristall – und doch ein unheimliches Wesen. Wir haben oben gehört, dass ca. 1032 existieren, daraus errechnet sich, dass in jedem Kubikzentimeter Meerwasser ca. 107 Bakteriophagen herumschwabbeln.

Sie schwabbeln wirklich nur, denn sie können sich nicht gezielt in eine Richtung bewegen, weil keine Organelle haben, was sie in eine gezielte Richtung vorantreiben könnte. Und sie verfügen nicht über irgendwelche Sinnesorgane, die ihnen eine Richtung z.B. auf ein geeignetes Bakterium in der Nähe vorgeben könnten. Sie treffen auf ihre Opfer passiv geströmt und durch Zufall. Und die Opfer werden nicht etwa gefressen, weil Bakteriophagen nichts fressen. Nie. Sie sind Fortpflanzungsmaschinen und sonst nichts. Wenn Sie denken könnten, wäre ihr einziger Gedanke: ..., ja, genau.

Wenn der Zufall es gut mit ihm meint, läßt er den Bakteriophagen auf „sein“ Bakterium treffen. Bakteriophagen besitzen Füße, mit denen sie sozusagen „schmecken“, ob das gerade zufällig getroffene Bakterium Das Richtige ist. Ist es Das Richtige, packen die Füße zu und klammern sich an das Bakterium. Diese Verbindung ist unauflöslich – einmal eingehakt, für immer eingehakt. Wie eine Ehe – früher! Für das Bakterium „war´s das dann“ im Grunde schon ... Von nun an wird es eklig für das Bakterium! Davon gleich mehr.

Jeder Bakteriophage kann sich nur in einer ganz bestimmten Bakterienart vermehren. Ein Phage, der sich in E. coli vermehren kann, kann sich nicht und unter keinen Umständen in einem Stahylococcus aureus-Bakterium vermehren und umgekehrt. Man benennt Bakteriophagen meist nach den Bakterien in denen er sich vermehrt – E. coli-Bakteriophage, S.-aureus-Phage etc.

Nachdem wir das begriffen haben, können wir es etwas komplizieren: In mindestens 3,x Milliarden Jahren hatten einige Bakteriophagenarten Zeit genug, ihr Opferspektrum zu erweitern, sie können sich in verschiedenen Bakterienarten (meist eng verwandte) vermehren. Man nennt sie Broad-Spektrum-Phagen. Aber das Prinzip bleibt dasselbe: Opfer durch Zufall finden, einhaken und nicht mehr loslassen und dann das Opfer als Brutkasten benutzen.

Und das geschieht so: Im Kopf des Bakteriophagen ist seine Erbsubstanz (RNA oder DNA) unter einem Druck von ca. 50 bar zusammengerollt. Der Hals des Bakteriophagen dient als Molekularmotor. Zwischen den Ankerstellen der diversen Füße sitzt eine Art Injektionsnadel.

Okay, die Füße sind eingehakt, der Molekularmotor zieht sich zusammen und jagt den Injektor durch die bakterielle Zellwand. Dann entladen sich die 50 bar und treiben – Peng! – RNA oder DNA in das Bakterium. Dahinter steckt kein Gedanke, kein Plan – das läuft einfach so ab.

Nun wird das arme Bakterium evtl. nicht nur von einem Bakteriophagen besetzt, mehr als 100 einzelne Bakteriophagen sind auf einem einzigen Bakterium gezählt worden. Sie alle jagen ihre RNA oder DNA in das Bakterium.

Aber, Sc heiße für die anderen ab dem Zweiten: The winner takes it all. Und der Gewinner ist – einzig und allein der erste Bakteriophage.

Im Zytoplasma des Bakteriums beginnen RNA oder DNA des ersten injizierenden Bakteriophagen ihre Wirkung. Zuerst wird der Stoffwechsel des Bakteriums abgeschaltet. Gleichzeitig werden RNA/DNA aller anderen Bakteriophagen gehemmt.

Ja, Die Natur ist so gemein...

Als nächstes wird der Stoffwechsel total umprogrammiert wieder aktiviert. Aber völlig anders!

Schlupfwespen sind ja schon irgendwie gemein, da fressen die Larven ihre Wirte langsam von innen heraus auf. Nur...

Nur... Bakteriophagen setzen noch einen drauf: Sie benutzen das Wirtsbakterium, um mittels ihrem Stoffwechsel bis zu 100 neue Bakteriophagen zu bilden. Dabei haben sie das just in time-Verfahren ca. 3 Milliarden Jahre vor der Industrie entwickelt. Im Wirtsbakterium entstehen drei „Produktionsstraßen“: Auf einer werden Bakteriophagenköpfe gebaut, auf der zweiten die Molekularmotorhälse und auf der dritten die Basalplatten mit den Beinen/Füßen. Just in time werden die Bauteile an einem vierten Platz im Wirtsbakterium zusammengebaut. Wenn alle Bakteriophagen der nächsten generation fertig sind, wird ein Enzym gebildet, dass die bakterielle Zellwand an der richtigen Stelle aufplatzen läßt. Durch dieses Loch entschweben die neuen Bakteriophagen ins Freie, um den Prozeß aufs Ewig Neue zu starten.

Das war jetzt schon interessant, oder? Ob sich Die Natur sich das alles ausgedacht hat oder Es irgendwie mitgemischt hat? Mit dem Würfel? Keine Ahnung. Vielleicht war´s ja doch Zufall. Vielleicht war´s von vorne herein darauf angelegt?

 


[1] Später würde ein höher (aber nicht hoch) entwickelte Lebewesen auf diesem Planeten unter der Individuumsbezeichnung Douglas Adams ein Buch unter dem Titel „Per Anhalter durch die Galaxis“ dazu schreiben.

[2] Eine Naturkonstante ist eine physikalische Größe, deren Wert sich nicht beeinflussen lässt und sich weder räumlich noch zeitlich verändert. Haha..., von wegen, fragen Sie einmal Es

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• Chrome: http://support.google.com/chrome/bin/answer.py?hl=de&hlrm=en&answer=95647

• Safari: https://support.apple.com/kb/ph21411?locale=de_DE

• Opera: http://help.opera.com/Windows/10.20/de/cookies.html

Ein genereller Widerspruch gegen den Einsatz der zu Zwecken des Onlinemarketing eingesetzten Cookies kann bei einer Vielzahl der Dienste, vor allem im Fall des Trackings, über die US-amerikanische Seite http://www.aboutads.info/choices/oder die EU-Seite http://www.youronlinechoices.com/ erklärt werden.

4. Elektronische Kontaktaufnahme
Im Falle Ihrer elektronischen Kontaktaufnahme mit uns (z.B. per E-Mail) werden personenbezogene Daten erhoben. Welche Daten im Falle eines Kontaktformulars erhoben werden, ist aus dem jeweiligen Kontaktformular ersichtlich. Diese Daten werden ausschließlich zum Zweck der Beantwortung Ihres Anliegens bzw. für die Kontaktaufnahme und die damit verbundene technische Administration gespeichert und verwendet. Ohne diese Pflichtangaben können wir Ihre Anfrage nicht bearbeiten. Alle weiteren Angaben sind freiwillig.

Rechtsgrundlage für die Verarbeitung der Daten ist unser berechtigtes Interesse an der Beantwortung Ihres Anliegens gemäß Art. 6 Abs. 1 lit. f DSGVO. Zielt Ihre Kontaktierung auf den Abschluss eines Vertrages ab, so ist zusätzliche Rechtsgrundlage für die Verarbeitung Art. 6 Abs. 1 lit. b DSGVO. Für Ihre freiwilligen Angaben ist Rechtsgrundlage Art. 6 Abs. 1 lit. a DSGVO.

Ihre Daten werden nach abschließender Bearbeitung Ihrer Anfrage gelöscht. Dies ist der Fall, wenn sich aus den Umständen entnehmen lässt, dass der betroffene Sachverhalt abschließend geklärt ist und sofern keine gesetzlichen Aufbewahrungspflichten entgegenstehen.

Für die Durchführung unserer E-Mail-Kommunikation haben wir einen Dienstleister beauftragt, der für uns Infrastruktur- und Plattformdienstleistungen, Rechenkapazität, Speicherplatz und Datenbankdienste, Sicherheitsleistungen sowie technische Wartungsleistungen bereitstellt. Mit diesem haben wir einen Auftragsverarbeitungsvertrag geschlossen haben. Die Datenverarbeitung erfolgt zum Zweck der Gewährleistung der Betriebsbereitschaft unserer E-Mail-Kommunikation, an der wir ein berechtigtes Interesse haben, Art. 6 Abs. 1 lit. f DSGVO.

5. Einbindung weiterer Tools

Adobe Typekit
Unsere Internetpräsenz verwendet zur einheitlichen Darstellung von Schriftarten so genannte Web Fonts die von der Adobe Systems Inc, 345 Park Avenue, San Jose, California 95110-2704, USA („Adobe“) bereitgestellt werden. Beim Aufruf einer Seite lädt Ihr Browser die benötigten Web Fonts in ihren Browser-Cache, um Texte und Schriftarten korrekt anzuzeigen.

Zu diesem Zweck muss der von Ihnen verwendete Browser Verbindung zu den Servern von Adobe aufnehmen. Hierdurch erlangt Adobe Kenntnis darüber, dass über Ihre IP-Adresse unsere Website aufgerufen wurde. Die Nutzung von Adobe Typekit erfolgt im Interesse einer einheitlichen und ansprechenden Darstellung unserer Online-Angebote. Dies stellt ein berechtigtes Interesse im Sinne von Art. 6 Abs. 1 lit. f DSGVO dar. Wenn Ihr Browser Web Fonts nicht unterstützt, wird eine Standardschrift von Ihrem Computer genutzt.

Weitere Informationen zu Adobe Typekit finden Sie in der Datenschutzerklärung von Adobe:
https://www.adobe.com/privacy/policies/typekit.html

6. Betroffenenrechte
6.1 Als betroffene Person haben Sie folgende Rechte:

• Bestätigung der Datenverarbeitung: Sie haben das Recht, von uns eine Bestätigung darüber zu verlangen, ob Ihre personenbezogenen Daten verarbeitet werden. Die Voraussetzungen hierzu finden Sie in Art. 15 DSGVO;

• Auskunft: Sie haben das Recht, Auskunft über Ihre von uns verarbeiteten personenbezogenen Daten verlangen. Die Voraussetzungen hierzu finden Sie in Art. 15 DSGVO;

• Berichtigung: Sie haben das Recht, unverzüglich die Berichtigung Sie betreffender unrichtiger personenbezogener Daten zu verlangen. Die Voraussetzungen hierzu finden Sie in Art. 16 DSGVO;

• Löschung: Sie haben das Recht, die unverzügliche Löschung Sie betreffender personenbezogener Daten zu verlangen. Die Voraussetzungen hierzu finden Sie in Art. 17 DSGVO;

• Einschränkung der Verarbeitung: Sie haben das Recht, die Einschränkung der Verarbeitung Ihrer personenbezogenen Daten zu verlangen. Die Voraussetzungen hierzu finden Sie in Art. 18 DSGVO;

• Datenübertragbarkeit: Sie haben das Recht, die Sie betreffenden personenbezogenen Daten, die Sie uns bereitgestellt haben, in einem strukturierten, gängigen und maschinenlesbaren Format zu erhalten. Weiter haben Sie das Recht, diese Daten einem anderen Verantwortlichen durch uns übermitteln zu lassen. Die Voraussetzungen hierzu finden Sie in Art. 20 DSGVO;

• Widerruf von Einwilligungen: Sie haben das Recht, Ihre erteile Einwilligung jederzeit zu widerrufen, wenn die Verarbeitung auf Art. 6 (1) lit. a oder Art. 9 (2) lit. a DSGVO beruht. Die Datenverarbeitung bis zum Widerruf bleibt dabei rechtmäßig. Der Widerruf gilt nur für die Zukunft. Die Voraussetzungen hierzu finden Sie in Art. 7 (3) DSGVO;

• Beschwerde: Sie haben das Recht, unbeschadet eines anderweitigen verwaltungsrechtlichen oder gerichtlichen Rechtsbehelfs, auf Beschwerde bei einer Aufsichtsbehörde, wenn Sie der Ansicht sind, dass die Verarbeitung der Sie betreffenden personenbezogenen Daten gegen die DSGVO verstößt. Die Voraussetzungen hierzu finden Sie in Art. 77 DSGVO.

6.2 WIDERSPRUCHSRECHT
SIE HABEN DAS RECHT, AUS GRÜNDEN, DIE SICH AUS IHRER BESONDEREN SITUATION ERGEBEN, JEDERZEIT GEGEN DIE VERARBEITUNG SIE BETREFFENDER PERSONENBEZOGENER DATEN, DIE WIR AUFGRUND UNSERES ÜBERWIEGENDEN BERECHTIGTEN INTERESSES VERARBEITEN (ART. 6 (1) LIT. E ODER F DSGVO), WIDERSPRUCH MIT WIRKUNG FÜR DIE ZUKUNFT EINZULEGEN. DIE VORAUSSETZUNGEN HIERZU FINDEN SIE IN ART. 21 DSGVO.

7. Speicherdauer personenbezogener Daten und Löschung
Sofern nicht vorgenannt eine abweichende Speicherdauer genannt wird speichern wir die Daten so lange sie für ihre Zweckbestimmung erforderlich sind und gesetzlichen Aufbewahrungspflichten bestehen. Nach gesetzlichen Vorgaben erfolgt die Aufbewahrung für 6 Jahre gemäß § 257 Abs. 1 HGB (Handelsbücher, Inventare, Eröffnungsbilanzen, Jahresabschlüsse, Handelsbriefe, Buchungsbelege, etc.) sowie für 10 Jahre gemäß § 147 Abs. 1 AO (Bücher, Aufzeichnungen, Lageberichte, Buchungsbelege, Handels- und Geschäftsbriefe, für Besteuerung relevante Unterlagen, etc.).

Nach Ablauf der Aufbewahrungsfrist werden die entsprechenden Daten routinemäßig gelöscht, sofern sie nicht mehr zur Vertragserfüllung oder Vertragsanbahnung erforderlich sind und/oder unsererseits kein berechtigtes Interesse an der Weiterspeicherung fortbesteht.

8. Änderung dieser Datenschutzerklärung
Diese Datenschutzerklärung ist aktuell gültig und hat den Stand Januar 2021.

Durch die Weiterentwicklung unserer Website und Angebote darüber oder aufgrund geänderter gesetzlicher beziehungsweise behördlicher Vorgaben kann es notwendig werden, diese Datenschutzerklärung zu ändern. Die jeweils aktuelle Datenschutzerklärung kann jederzeit auf der Website von Ihnen abgerufen und ausgedruckt werden.